05.01.2004 · Der Sportwagenhersteller Porsche hat seinen Absatz in Nordamerika im Kalenderjahr 2003 um 33 Prozent auf 30 028 Fahrzeuge erhöht und damit das zweitbeste Jahr in der Geschichte von Porsche in diesem Markt erreicht.
Der Sportwagenhersteller hat seinen Absatz in Nordamerika im Kalenderjahr 2003 um 33 Prozent auf 30 028 Fahrzeuge erhöht und damit das zweitbeste Jahr in der Geschichte von Porsche in diesem Markt erreicht. Dies sagte Peter Schwarzenbauer, Chef der Porsche Cars North America, auf der Automobilmesse in Detroit.
Nur 1976 hatte Porsche besser abgeschnitten, wobei der starke Dollar seinerzeit kräftig mitgeholfen hatte. Der große Schub in der Neuen Welt kommt freilich nicht aus dem angestammten Sportwagengeschäft, sondern allein aus dem Verkauf des Cayenne. Von diesem Geländewagen wurden seit der Mitte März erfolgten Einführung im amerikanischen Markt 13 661 Einheiten verkauft. Damit sei die ursprüngliche Planung dramatisch übertroffen worden, sagte Schwarzenbauer.
Porsche will Wachstum beschleunigen
Er hält es für möglich, daß Porsche seinen gesamten Amerika-Absatz "in einigen Jahren" verdoppelt (gegenüber der Zeit vor Einführung des Cayenne). Im Geschäftsjahr 2003/04 (31. Juli) will Porsche in Amerika insgesamt 35 000 Fahrzeuge absetzen und damit schneller als der Gesamtmarkt wachsen, versprach Porsche-Vertriebsvorstand Hans Riedel. Damit würde das Amerika-Geschäft fast die Hälfte des Gesamtabsatzes ausmachen, der, so bekräftigte Riedel, auf "gut über 70 000 Einheiten" steigen soll nach 67 000 im Geschäftsjahr 2002/03. Riedel ließ durchblicken, daß es sich dabei um eine sehr konservative Vorgabe handelt, die ein gutes Stückchen von seiner internen Zielgröße entfernt ist.
Er betonte, daß sich Porsche von der Rabattwut in Amerika keinesfalls anstecken lasse. "Wir wollen unser Volumen nicht um jeden Preis erhöhen", sagte Riedel dieser Zeitung. Tatsächlich erwartet er im laufenden Turnus abermals sinkende Verkaufszahlen bei den beiden in die Jahre gekommenen Sportwagenreihen 911 und Boxster, wobei der in Detroit erstmals vorgestellte Jubiläumswagen "50 Jahre 550 Spyder", von dem genau 1953 Stück verkauft werden sollen, den Abschwung mildern soll.
Trotz des hohen Umsatzanteils im Dollarraum von rund 45 Prozent bereitet die Dollarschwäche Riedel keine Kopfschmerzen: Porsche habe sich bis 2006 vor Währungsrisiken abgesichert. Einen Teil der Produktion - so zum Beispiel die mit Spannung erwartete vierte Baureihe - in Amerika anzusiedeln lohne sich angesichts der Gesamtgröße des Unternehmens nicht.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2484 | −0,03% |
| Rohöl Brent Crude | 106,85 $ | −0,38% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
Anonym bewerben? Ist das gut?