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Automobile GM und Ford schrauben Produktion zurück

02.09.2004 ·  Sinkende Verkaufszahlen im Sommermonat August in den Vereinigten Staaten zwingen die beiden großen Autobauer General Motors (GM) und Ford zu Produktionskürzungen auf ihrem Heimatmarkt.

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Sinkende Verkaufszahlen im Sommermonat August in den Vereinigten Staaten zwingen die beiden großen Hersteller General Motors (GM) und Ford zu Produktionskürzungen auf ihrem Heimatmarkt.

Obwohl die amerikanischen Hersteller die Rabatte für neue Autos auf einen Rekordstand hochtrieben, gelang es weder Marktführer GM noch Ford die Absätze zum Vorjahr zu steigern. Unter den drei großen amerikanischen Konzernen schaffte nur die Daimler-Tochter Chrysler ein leichtes Verkaufsplus. GM und Ford überdenken nun ihre Produktionspläne, um ihre Lagerbestände abzubauen.

Rückschlag für Toyota und VW

Einige der erfolgsverwöhnten japanischen Autohersteller verbuchten ebenfalls Verkaufsrückgänge, darunter Toyota erstmals seit 15 Monaten. Größter Verlierer unter den deutschen Produzenten war Volkswagen. Allein bei der Stammarke VW verkauften die Wolfsburger im vergangenen Monat wegen veralteter Modelle 24 Prozent weniger, die Ingolstädter Tochter Audi verzeichnete ein Absatzminus von 15,6 Prozent.

Insgesamt gingen die Neuzulassungen - bereinigt um die unterschiedliche Zahl an Arbeitstagen - binnen Jahresfrist um 5,4 Prozent auf 1,43 Millionen Pkw/Kleinlaster zurück. Nach Einschätzung von Branchenexperten dämpften neben veralteten Modellen vor allem die aktuell hohen Benzinpreise und das generell geringe Vertrauen der Konsumenten die Kauflaune.

Die enttäuschende Beschäftigungsentwicklung in den vergangenen Monaten in den Vereinigten Staaten kombiniert mit höheren Energiepreisen mache den Konsumenten das Leben schwer, sagte ein Volkswirt von Ford. „Wir sehen den Beginn einer Verlangsamung", sagte Jim Sourges, Autoexperte der Unternehmensberatung Capgemini. Rolf Woller, Branchenexperte der Münchener Großbank HVB, hält eine Erholung im September dagegen für möglich, wenn sich die Lage auf den Ölmärkten weiter entspannt.

Produktionsdrosselung könnte Quartalsergebnisse bei Ford und GM belasten

Ford und GM kündigten die Drosselung ihrer Produktion im vierten Quartal an, um Lagerbestände abzubauen. Bei beiden Herstellern könnte dies Analysten zufolge die Ergebnisse belasten, da sie ihre Erlöse bereits bei der Auslieferung an die Händler und nicht erst beim Verkauf an die Endkunden verbuchen. Einige Branchenexperten sagten bereits, sie erwarteten im nächsten Jahr weitere Produktionskürzungen.

An der Börse reagierten die Aktien der deutschen Hersteller unterschiedlich auf die amerikanischen Absatzzahlen. An der Spitze der Verlierer lag das Papier von Volkswagen, das zeitweise 1,8 Prozent auf 31,25 Euro nachgab. Neben den schwachen amerikanischen Zahlen wirkte sich dabei auch ein Verkaufsrückgang von VW in China aus, dem inzwischen wichtigsten Auslandsmarkt der Wolfsburger.

Die Aktie des deutsch-amerikanischen Autokonzerns Daimler-Chrysler verlor im Tagesverlauf knapp ein Prozent auf 34,33 Euro, obwohl die Marke Mercedes den Trend sinkender Verkaufszahlen in den Vormonaten stoppen konnte.

Die BMW-Aktie konnte nicht von den amerikanischen Zahlen profitieren, obwohl der Münchener Autobauer mit einem Absatzplus von knapp 15 Prozent in den Vereinigten Staaten glänzte. Die Vorzugsaktien von Porsche lagen trotz eines Absatzzuwachses von 22 Prozent zeitweise ein halbes Prozent im Minus.

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