Home
http://www.faz.net/-gqe-pwx9
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Automobile General Motors deutet auf Rüsselsheim

11.01.2005 ·  Gute Nachrichten für die deutschen Opel-Mitarbeiter: Immer deutlicher werden die Anzeichen dafür, daß General Motors den Nachfolger des „Vectra“ in Deutschland bauen lassen will und nicht in Schweden.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Schwedische Medien und Autoexperten erwarten immer deutlicher eine Entscheidung des amerikanischen Autokonzerns General Motors (GM) für die gemeinsame Produktion des Opel Vectra und der Saab-9-3er-Serie in Rüsselsheim.

Wie die Stockholmer Zeitung „Svenska Dagbladet“ am Dienstag berichtete, wird auch die mögliche GM-Entscheidung zur Herstellung eines neuen Cadillac-Modells für Europa im schwedischen Saab-Werk Trollhättan bei Göteborg als weiterer Beleg dafür gewertet. Am Rande der Detroit Motor Show sind ebensolche Signale zu empfangen.

GM hatte im vergangenen Jahr angekündigt, daß ab 2007 die jetzt auf Rüsselsheim und Trollhättan verteilte Produktion des Opel Vectra und der 9er-Serie von Saab an einem der beiden Fertigungsorte zentralisiert werden soll. Die nach Presseberichten vom Autosalon in Detroit anvisierte Cadillac-Produktion wurde in Stockholmer Blättern als „Trostpflaster“ der GM-Führung für die schwedischen 6000 Saab-Beschäftigten eingestuft. Allerdings zitierte der Rundfunksender SR aus Detroit ein Mitglied der GM-Konzernleitung mit der Aussage, die zu erwartenden Fertigungszahlen für den Cadillac seien viel zu gering, um das Fortbestehen der wesentlich größer ausgelegten Fabrik in Trollhättan zu rechtfertigen.

GM-Vorstandschef Rick Wagoner sagte in Detroit ebenfalls im schwedischen Rundfunk über die Entscheidung zwischen Deutschland und Schweden, Trollhättan könne auch ohne Fertigung der neuen Mittelklassemodelle bestehen. Bis zur endgültigen Entscheidung benötige das Unternehmen noch etwas Zeit, die man mit 80 Tagen bis zum Quartalsende auch habe.

Die örtlichen Managements in Rüsselsheim und Trollhättan hatten Ende des Jahres nach Verhandlungen mit jeweiligen Betriebsräten Kostenberechnungen mit erheblichen Zugeständnissen der Beschäftigten für die gemeinsame Fertigung von Opel- und Saab-Mittelklassemodellen vorgelegt. Wagoner äußerte sich in Detroit unzufrieden über Verkaufszahlen und Ertragslage der europäischen GM-Töchter Opel, Vauxhall und Saab im zweiten Halbjahr 2004.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Die Förderlücke

Von Heike Göbel

Der Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld ist ein Ausweis unbelehrbaren Glaubens an die unbegrenzte Leistungsfähigkeit des Sozialstaates. Dass Eltern ihre Kinder, wie seit Menschengedenken, unbezahlt hüten, ist in Deutschland offenbar nicht mehr denkbar. Mehr 8 7

29.05.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.396,84 +1,16%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.394,15 +1,26%
Dow Jones 12.580,70 +1,01%
EUR/USD 1,2484 −0,03%
Rohöl Brent Crude 106,85 $ −0,38%
Gold 1.579,50 $ +0,31%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.