Der zweitgrößte Automobilhersteller Ford hat im ersten Quartal 2005 einen Rückgang ihres Gewinns um rund ein Drittel verbucht, der überwiegend auf das Automobilgeschäft im Heimatmarkt Nordamerika zurückgeht. Dies teilte das Unternehmen bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das erste Quartal mit.
Im zweiten Quartal 2005 hält der Konzern auf operativer Basis einen Verlust für wahrscheinlich. Der amerikanische Automobilhersteller rechnet mit einem operativen Ergebnis je Aktie, das im schlechtesten Fall minus 0,15 Dollar betrage. Im besten Fall werde die Gewinnschwelle erreicht. Damit unterlegte Ford die vor knapp zwei Wochen reduzierte Gewinnprognose für das Gesamtjahr mit einem kurzfristigen Ausblick.
Produktionskürzungen geplant
Für 2005 werde mit einem operativen Ergebnis je Anteilsschein in der Spanne von 1,25 bis 1,50 Dollar gerechnet, bekräftigte Ford den Gesamtjahresausblick. Vor der Gewinnwarnung am 8. April hatte der Konzern noch 1,75 bis 1,90 Dollar Betriebsgewinn je Aktie in Aussicht gestellt. Ford erklärte vor zwei Wochen, der Nettogewinn im Gesamtjahr werde um 900 Millionen Dollar geringer ausfallen als zunächst geplant. Auf die schleppende Nachfrage reagiert Ford mit einer Produktionskürzung: Für das zweite Quartal wird nunmehr mit 905.000 produzierten Einheiten gerechnet, das sind 46.000 weniger als zuvor.
Der amerikanische Automobilhersteller wies bei leicht gestiegenem Umsatz einen Nettogewinn je Aktie von 0,60 (0,94) Dollar aus. Während der Umsatz im Automobilgeschäft in den ersten drei Monaten um etwa 500 Millionen Dollar zulegte, ging hier der Vorsteuergewinn ohne Sonderposten von 106 Millionen Dollar um 1,25 Milliarden Dollar auf 579 Millionen Dollar zurück, wie es bei der Bilanzvorlage hieß.
Verlust auch der Premier Automotive Group
Im Nordamerika-Geschäft mit Automobilen fiel der Vorsteuergewinn dabei um 1,3 Milliarden auf 663 Millionen Dollar. In dieser Region ging der Umsatz auf 21,2 (23,2) Milliarden Dollar zurück. Ford Europe verzeichnete ein Vorsteuerergebnis von 59 (5) Millionen Dollar vor Sonderposten, während der Umsatz auf 7,7 (6,5) Milliarden Dollar zulegte.
Die Premier Automotive Group (PAG) mit den Marken Jaguar und Volvo verbuchte auf Vorsteuerbasis einen Verlust von 55 Millionen Dollar. Im ersten Quartal 2004 war noch ein Gewinn von 33 Millionen Dollar angefallen. Der Umsatz der PAG stieg demgegenüber auf 7,6 (6,8) Milliarden Dollar.