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Automobile Daimler-Chrysler zahlt 300 Millionen Dollar an Sammelkläger

 ·  Daimler-Chrysler hat mit den Klägern im Verfahren um die Fusion von Daimler und Chrysler einen Vergleich geschlossen. Der Rechtsstreit mit dem Großaktionär Kirk Kerkorian geht allerdings weiter.

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Der Automobilkonzern DaimlerChrysler will in den Vereinigten Staaten 300 Millionen Dollar an Sammelkläger zahlen. DaimlerChrysler habe dem Vergleich über eine Sammelklage zugestimmt, die im Zusammenhang mit der Fusion von Daimler-Benz und Chrysler im Jahr 1998 beim District Gericht für den Bezirk Delaware anhängig ist, teilte das Unternehmen am Freitag in Stuttgart mit.

Die Entscheidung des Aufsichtsrats über den Vergleich sei im Hinblick auf das Rechtssystem gefallen: Obwohl man die Sammelklage nach wie vor für völlig unbegründet halte, sei nicht auszuschließen gewesen, daß eine lokale Jury zu einem anderen Ergebnis hätte kommen können. Die Kleinaktionäre hatten insgesamt 22 Milliarden Dollar Schadenersatz gefordert.

Klage von Kerkorian muß noch zugelassen werden

Der Vergleich habe aber keine Auswirkungen auf den Rechtsstreit mit dem Großaktionär Kirk Kerkorian, der DaimlerChrysler auf acht Milliarden Dollar verklagt. “Wir gehen nach wie vor davon aus, daß die Klage von Kerkorian nicht zugelassen wird,“ sagte Konzernsprecher Hartmut Schick am Freitag. In dem Rechtsstreit muß der Richter noch über die Zulassung der Klage entscheiden. Je nach Ergebnis des Beweisverfahrens wird die Klage zur Hauptverhandlung zugelassen. Für diesen Fall war der 1. Dezember als Termin für die mündliche Verhandlung bestimmt worden.

Chrysler-Aktionäre wollten höhere Abfindung

Gegen den 1998 erfolgten “Mergers of Equals“ der Daimler-Benz AG und der Chrysler Corp haben drei Parteien Klage erhoben: Der ehemalige Großaktionär von Chrysler, Kirk Kerkorian, mit seinem Investmentunternehmen Tracinda, der institutionelle Anleger Glickenhaus & Co sowie in einer Sammelklage zusammengefaßte Kleinaktionäre, die insgesamt 650 Millionen Aktien repräsentieren. Im Kern argumentieren die Kläger, daß es sich nicht um eine Fusion, sondern um eine Übernahme gehandelt habe und die Abfindung der Chrysler-Aktionäre zu niedrig ausgefallen sei. Auch mit Glickenhaus habe man sich geeinigt, so der Konzernsprecher weiter.

Laut Daimler-Chrysler verfügt der Konzern über einen einschlägigen Versicherungsschutz über rund 220 Millionen Dollar. In dieser Größenordnung strebe man die Erstattung der Vergleichssumme durch den Versicherer an.

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