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Automobile Daimler-Chrysler: 16.000

27.12.2005 ·  Beinahe eine Milliarde Euro schluckt das Abfindungsprogramm, mit dem der neue Mercedes-Chef Dieter Zetsche die Personaldecke bei der Nobelmarke ausdünnen will. Bis Ende 2006 sollen 8.500 Mitarbeiter freiwillig gehen.

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Bei Daimler-Chrysler werden die Diskussionen um den Personalabbau an Schärfe deutlich zunehmen. Bisher reagieren viele Beschäftigte noch ziemlich gelassen auf die Pläne des neuen Mercedes-Chefs Dieter Zetsche, die Personaldecke bei der Nobelmarke auszudünnen. Bis Ende 2006 sollen 8.500 Mitarbeiter freiwillig gehen. Der Aufsichtsrat hat für das notwendige Abfindungsprogramm beinahe eine Milliarde Euro zur Verfügung gestellt.

So ziemlich jeder, der bei Mercedes arbeitet, ist in den vergangenen Wochen über das Abfindungsangebot informiert worden, doch zunächst haben nur wenige Mitarbeiter ihre Kündigung unterschrieben. Völlig unerwartet haben nicht die ganz jungen, vermeintlich flexiblen Mitarbeiter sofort zur Abfindung gegriffen, sondern eher Altgediente, die offenbar schnell eine andere Stelle gefunden haben, weil ihre Kompetenz bei Zulieferern geschätzt wird. Das bedeutet, daß der Stellenabbau teurer werden könnte als erwartet.

Neue Brisanz hat das Thema bekommen, weil die IG-Metall-Vertreter in der Aufsichtsratssitzung kurz vor Weihnachten mit den Muskeln gespielt haben und dem Vorstand die Zustimmung zur Planung für die nächsten Jahre verweigert haben. In dieser Planung sind weitere harte Einschnitte vorgesehen. Die schlimmsten Befürchtungen gehen davon aus, daß mindestens noch einmal 10.000 Stellen zur Disposition stehen könnten.

Solange Daimler-Chrysler nicht in eine bedrohliche Schieflage gerät, sind dem Vorstand aber die Hände gebunden. Für rund 147.000 Beschäftigte, die ihren Arbeitsplatz in Deutschland und bei der Daimler-Chrysler AG haben, gilt der im Jahr 2004 erkämpfte Beschäftigungspakt, der Kündigungen bis Ende 2011 ausschließt. Bleibt also als Möglichkeit für einen weiteren Arbeitsplatzabbau vor allem das Ausland - und schlimmstenfalls der zunehmende Druck auf einzelne Mitarbeiter, die man gerne loshaben möchte.

Quelle: sup., F.A.Z., 28. Dezember 2005
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