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Automobile Betriebsrat: Rüsselsheim verliert 3.500 Stellen

14.10.2004 ·  Nach Informationen des Opel-Betriebsrats sollen die Sparmaßnahmen des Automobilkonzerns General Motors voraussichtlich 3.500 Stellen in Rüsselsheim und mindestens 500 in Bochum kosten.

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Das Sparkonzept beim Autohersteller Opel soll nach Informationen aus Betriebsratskreisen zunächst die Standorte Rüsselsheim und Bochum treffen. Im kommenden Jahr sollen demnach im Stammwerk Rüsselsheim voraussichtlich 3.500 und in Bochum mindestens 500 Stellen gestrichen werden, erklärten Betriebsräte am Donnerstag in Bochum. In Bochum sollen nach Medienberichten insgesamt 3.500 Arbeitsplätze gefährdet sein.

Der Betriebsrat befürchtet weiterhin ein Auslaufen der Automontage in Bochum nach dem Ende der derzeitigen Modelle Astra Caravan und Zafira. Von der Konzernführung sei jedoch ein Rettungsweg angeboten worden: Wenn der Standort Bochum seine Kosten um dreißig Prozent reduziere, könne er sich zumindest für die Nachfolgemodelle nach 2009 bewerben, hieß es.

Am kommenden Dienstag soll es dem Vernehmen nach europaweit zu Protesten ohne Arbeitsniederlegungen an den Opel-Standorten kommen. In Vorbereitung auf mögliche Arbeitsniederlegungen sollen die Werke in Belgien und England jedoch schon Teile auf Lager gelegt haben, um einige Tage ohne Zulieferung aus Bochum weiter produzieren zu können.

Der amerikanische Konzern General Motors (GM) will im Laufe des Tages Einzelheiten zu dem Sparpaket für seine europäischen Töchter Opel, Saab und Vauxhall bekannt geben. GM macht in Europa hohe Verluste. Insgesamt sollen nach Brancheninformationen in den kommenden zwei Jahren in Europa bis zu 12.000 Stellen wegfallen, davon bis zu 7.000 bei Opel.

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement und Nordrhein- Westfalens Ministerpräsident Peer Steinbrück (beide SPD) wollen am Donnerstag mit Betriebsräten über die Lage beim Bochumer Opel-Werk beraten.

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