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Automobile Abwrack-Wahn

02.04.2009 ·  Insgesamt fast eine Million Autos sind schon jetzt mit staatlicher Unterstützung von 2500 Euro je Auto verkauft worden - bei den Herstellern dürften die Sektkorken knallen. Doch Heulen und Zähneklappern werden folgen, besonders bei Autoherstellern wie Opel, die stark vom deutschen Markt abhängig sind.

Von Christoph Ruhkamp
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Im Volkswagen-Konzern und bei Opel, den beiden größten Profiteuren der Abwrackprämie, dürften am Mittwoch die Sektkorken geknallt haben. Insgesamt fast eine Million Autos sind schon jetzt mit staatlicher Unterstützung von 2500 Euro je Auto verkauft worden – falls das Bundesamt für Wirtschaft nicht doch noch die eigenen Zahlen korrigiert.

Zum Vergleich: Für das gesamte Jahr 2009 wird das Volumen des deutschen Marktes auf drei Millionen Autos geschätzt. Für die Bundesregierung bedeutet die unerwartete Nachfrage weitere Ausgaben: Sie muss, wenn sie ihre Versprechungen halten will, den Prämientopf von 1,5 Milliarden Euro um eine Milliarde Euro aufstocken.

Der Absturz ist programmiert

Damit wird zwar das Ziel einer kurzfristigen Konjunkturhilfe für die Autoindustrie erreicht. Der Absturz in einigen Monaten ist aber programmiert. Mit einigem Glück – so die Sicht der Politik – hält die Sonderkonjunktur vielleicht noch bis zur Bundestagswahl an.

Dann folgen Heulen und Zähneklappern, besonders bei Autoherstellern wie Opel, die stark vom deutschen Markt abhängig sind. Die deutsche Autoindustrie retten kann die Prämie ohnehin nicht: Drei Viertel der Produktion gehen in den Export.

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Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft.

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