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Autohersteller in der Krise Volkswagen und Co. leiden auch

25.10.2008 ·  Nicht nur Daimler hat Probleme und kürzt bei den Leiharbeitern. Weltweit geraten die ohnehin schon länger krisengeplagten Autohersteller wegen der Finanzkrise immer stärker in Bedrängnis: Die Gewinne brechen ein, die Produktion wird angehalten, und Investitionen werden zurückgestellt.

Von Tim Höfinghoff
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Nicht nur Daimler hat Probleme und kürzt bei den Leiharbeitern. Weltweit geraten die ohnehin schon länger krisengeplagten Autohersteller wegen der Finanzkrise immer stärker in Bedrängnis: Die Gewinne brechen ein, die Produktion wird angehalten, und Investitionen werden zurückgestellt:

Chrysler

Der amerikanische Autobauer Chrysler will noch viel mehr Arbeitsplätze streichen, als bereits verkündet worden war: 5000 festangestellte Mitarbeiter und Zeitarbeiter werden entlassen. Außerdem soll es weitere Restrukturierungen geben. Der Konzern will Gespräche über einen Verkauf oder einen Zusammenschluss mit einem anderen Konzern weiterführen. An den Verhandlungen sind nicht nur der Chrysler-Mehrheitseigner Cerberus Capital, sondern auch General Motors und Nissan-Peugeot beteiligt. Der deutsche Autokonzern Daimler ist noch mit 19,5 Prozent an Chrysler beteiligt. Diese Beteiligung belastet die Daimler-Bilanz enorm.

Volkswagen

Volkswagen wird die Verträge von 750 Leiharbeitern bis Ende des Jahres auslaufen lassen. Weitere Kürzungen seien möglich, so der VW-Konzern, wenn sich die Marktbedingungen weiter verschlechtern sollten. Ohnehin reagiert VW schon auf die sinkende Nachfrage: Die Produktion ist eingeschränkt, Lieferzeiten gekürzt. Zudem wurden einige im Werk Wolfsburg geplante Sonderschichten abgesagt. Bei dem Tochterunternehmen Skoda in Prag wurde die Produktion für eine Woche ausgesetzt. Die Folge: 13 000 Autos werden nun weniger vom Band laufen. Bei der Jahresproduktion von 700 000 Fahrzeugen solle es aber bleiben. Auch die Konzerntöchter Seat und VW Nutzfahrzeuge haben Produktionseinschränkungen verkündet.

Renault und Peugeot

Die beiden französischen Autokonzerne Renault und PSA Peugeot-Citroën schrauben nicht nur ihre Gewinnziele herunter, sie haben zwangsweise Werksschließungen anberaumt. Bei Renault werden Fabriken nicht nur in Frankreich, sondern auch in Russland, Slowenien und der Türkei für einige Zeit geschlossen. Peugeot will bis zum Jahresende die Produktion um knapp ein Drittel herunterfahren. Beide Unternehmen erklärten, dass die Verkäufe in Westeuropa dieses Jahr um acht Prozent sinken werden.

GM und Opel

Wegen der Krise bei General Motors (GM) wird auch die deutsche Tochtergesellschaft Opel in fast allen Werken weniger Autos fertigen. In Bochum wurde die Produktion erneut für zwei Wochen gestoppt. Auch in Eisenach ist die Arbeit ausgesetzt. Nur im Stammwerk in Rüsselsheim wird noch normal weitergearbeitet.

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