Die deutsche Exportstärke ist seit Jahren ein Thema. Die einen bewundern sie, den anderen macht sie Angst. Aus dem Blick gerät dabei, dass Deutschland ebenso ein großer Importeur von Waren und Dienstleistungen ist. Im vergangenen Jahr ist die Wareneinfuhr sogar stärker gewachsen als die Ausfuhr.
Deutschlands Erholung nach der Rezession treibt die Weltwirtschaft mit an. Davon profitieren auch die krisengeplagten Euro-Südländer. Auch Frankreich kann sich freuen, wenn die größte Volkswirtschaft des Kontinents brummt.
Im Licht der neuesten Statistiken wirkt die Kritik am deutschen „Wirtschaftsmodell“, das nur auf Export ziele, noch stärker als unbegründete Nörgelei. Die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde hatte noch vor kurzem gefordert, wer seine Exportbilanz aufbessere, müsse zuvor die Zustimmung aller EU-Staaten einholen. Will sie einen Außenhandelssowjet in Europa installieren?
Eine zentrale makroökonomische Planung für Exporte und Importe wäre ein Irrsinn. Volkswirtschaften passen sich durch flexible Preise an. Deutschland hat durch gute Produkte an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen und kann sich nun auch mehr Import leisten.
Klarstellung!
Rolf Huchthausen (huchthausen)
- 08.01.2011, 17:40 Uhr
Na ja,
Nina Wunderlich (nihao75)
- 08.01.2011, 18:26 Uhr
Fr. Lagarde will: Transfer Union und D damit unten halten.
(KonzeptionVerlassen)
- 09.01.2011, 03:02 Uhr