Sie sind die Retter in der Not: Arabische und asiatische Staatsfonds haben in den vergangenen Monaten mehr als 50 Milliarden Dollar in internationale Großbanken wie Merrill Lynch, Morgan Stanley, Citigroup und UBS gepumpt. In den meisten Fällen sind sie damit zu deren wichtigsten Aktionären avanciert.
In Zeiten, in denen klassische Aktienanleger die Banken scheuen wie der Teufel das Weihwasser, haben die hierzulande so oft verteufelten Staatsfonds den Kreditinstituten das dringend benötigte Kapital verschafft. Die aus Exportüberschüssen und Petrodollars gespeisten Fonds sind kapitalkräftig, schnell und opportunistisch.
Finanzspritzen der Staatsfonds sorgen für politische Unruhe
Sie nutzen die Gelegenheit, zu günstigen Preisen einen Fuß in die Tür der Großbanken zu kriegen. Dabei wollen sie eine ordentliche Rendite erzielen und zugleich Wissen abschöpfen, das sie für die wenig fortschrittliche Finanzbranche ihrer Heimatländer nutzen können.
In der amerikanischen Politik sorgen die Finanzspritzen der Staatsfonds mittlerweile für politische Unruhe. Doch gerade die rasche Hilfe der Staatsfonds für die Banken, für die die Fonds noch nicht einmal Mitspracherechte verlangen, beweist deren Nützlichkeit - und dass es unsinnig ist, Schranken gegen sie zu errichten.