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Ausgaben der Deutschen : Ein Drittel des Geldes fließt in die Wohnung

  • Aktualisiert am

Altbauten in der Kölner Südstadt. Die deutschen Haushalte geben rund ein Drittel ihres Budget für Wohnen, Energie und Instandhaltung aus. Bild: dpa

In nichts haben die Deutschen 2015 so viel Geld gesteckt wie ins Wohnen. Ausgaben für Essen und Trinken liegen deutlich niedriger.

          Ein Dach über dem Kopf ist teuer: 859 Euro hat ein durchschnittlicher deutscher Haushalt 2015 für Wohnen, Energie und Instandhaltungsarbeiten ausgegeben. Damit war laut Statistischem Bundesamt die eigene Unterkunft mit 36 Prozent der größte Posten im monatlichen Ausgabenbudget von rund 2400 Euro. An zweiter Stelle lagen mit 14 Prozent die Kosten für Nahrungsmittel, Getränke und Tabak. Mit etwa einem Prozent weniger landeten auf Platz drei die Ausgaben für Auto, Fahrrad und Nahverkehr.

          Einen großen Einfluss auf den Anteil der Wohnkosten hatte die Größe des Haushalts: Während Alleinstehende durchschnittlich 41 Prozent ihres Budgets für das Wohnen aufbringen mussten, lag der Anteil für Haushalte mit fünf und mehr Personen nur bei 31 Prozent.

          Dafür gaben letztere rund 2,5 Prozent mehr für Lebensmittel und Tabak aus. Deutlich von der Personenzahl abhängig waren auch die Ausgaben für Auto, Fahrrad und Nahverkehr: Während ein Einpersonenhaushalt nur rund 11 Prozent seines Budgets dafür ausgab, waren es bei zwei Personen 13 Prozent und bei Haushalten mit fünf und mehr Personen sogar rund 17 Prozent.

          Monatliche Nettoeinkommen im Schnitt bei rund 3200 Euro

          Das Statistische Bundesamt befragte für seine Hochrechnungen etwa 7600 Haushalte in Deutschland. 42 Prozent davon waren allein lebende Personen, nur 11 Prozent der Haushalte bestanden aus vier und mehr Personen. Im Durchschnitt lebten in jedem Haushalt zwei Personen. Das monatliche Nettoeinkommen hing auch vom Geschlecht des Hauptverdieners ab: Bei einem Mann, standen dem Haushalt rund 3800 Euro zur Verfügung. Bei einer Frau waren es mit rund 2400 Euro etwa 37 Prozent weniger.

          Sowohl für Innenausstattung und Haushaltsgeräte (5,3 Prozent) als auch für Bekleidung und Schuhe (4,4 Prozent) gab ein durchschnittlicher Haushalt mehr aus als für Gesundheitsprodukte und -dienstleistungen (4,2 Prozent). Freizeit, Unterhaltung und Kultur waren den Deutschen im Schnitt knapp 11 Prozent ihres Budgets wert. Unter Bildung fallen die Kosten für Nachhilfeunterricht und Kinderbetreuung. Mit 0,7 Prozent war dies der kleinste Posten in der Ausgabenübersicht.

          Im Schnitt lag das monatliche Nettoeinkommen bei rund 3200 Euro. Ein Einpersonenhaushalt kam auf etwa 2000 Euro, ein Haushalt mit zwei Personen auf rund 3600 Euro. Mit drei Personen in einem Haushalt standen rund 4500 Euro Nettoeinkommen zur Verfügung, bei vier Personen etwa 5200 Euro und bei mehr als vier Personen circa 5600 Euro.

          Quelle: jufr.

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