Dass die Unternehmen krisenbedingt weniger Auszubildende brauchen, hilft ihnen nicht, eine langfristige Schwierigkeit zu überwinden: Sie finden nicht genügend Lehrlinge mit einer guten Schulbildung. Landauf, landab klagen vor allem Mittelständler über Bewerber mit mangelhaften Deutsch- und Mathematikkenntnissen.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat herausgefunden, dass gut die Hälfte der Unternehmen für ihre Auszubildenden Nachhilfe organisiert. Zweifellos trägt dafür das Elternhaus einen guten Teil der Verantwortung. Richtig ist auch, dass Bildungsreformen hülfen. Allerdings muss schon ein großer Optimist sein, wer an rasche Hilfe aus diesen beiden Bereichen glaubt.
Zuversichtlicher stimmen hingegen Beispiele von Haupt- und Realschulen, denen es gelingt, ihre Schüler erfolgreich in die Ausbildung zu vermitteln. Ihr Erfolg beruht auf der Erkenntnis, dass Jugendliche viel besser lernen, wenn sie schon in der Schulzeit die Berufspraxis intensiv kennenlernen. Sie verbringen dann ein, zwei Tage in der Woche in der Berufsschule oder in einem Betrieb. Solchen Kooperationen sollten sich die Unternehmen noch stärker öffnen – und sie vorantreiben.
„Bildungsreformen hülfen“?
Chi Tamago (tamago)
- 08.04.2010, 22:59 Uhr
Einheitsschule
Laurel Schumacher (Banishment)
- 09.04.2010, 03:00 Uhr
Inhaltliche Reformen
Harald Sulzmann (hsulzmann)
- 09.04.2010, 03:57 Uhr
Christian Morgenstern
Andreas Noreikat (derherold)
- 09.04.2010, 06:38 Uhr
Am besten die Reform hilft, die Hauptschulen abzuschaffen?
Paul Banaschak (paul.banaschak)
- 09.04.2010, 09:23 Uhr