16.04.2012 · Ducati, die italienische Diva unter den Motorradherstellern, steht zum Verkauf. Wenn nicht alles täuscht, greift der Volkswagen-Konzern in Gestalt seiner Tochter Audi zu. Nächstes Kapitel einer bewegten Unternehmensgeschichte.
Von Ulf Böhringer und Walter WilleRichtlinien für Lesermeinungen
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in der einer der erfolgreichsten Motorradhersteller der Welt günstiger zu haben ist als eine Handy-App mit Foto-Filtern
Sinnvoller wäre eine Übernahme durch Mercedes-AMG
Die Kollaboration zwischen Ducati und AMG hat die beeindruckende Diavel hervorgebracht. Zudem hätte Daimler endlich mal dem Intimfeind BMW auch im Zweiradsegment etwas entgegen zu bieten.
Schluss mit lustig, rappeln verboten!
Oh nein, das wird nix, deutsche Grundlichkeit kann nur zu dem Schluss
kommen, Ducati's einzustellen und was ganz anderes in rot zu bauen.
Schon bei Harley-Davidson ist die Zusammenarbeit mit Porsche bei dem der
60 Grad wassergekuehlten V-Rod gruendlich daneben gegangen. Tolle
Technik, aber null Milwaukee Vibrations.
Denn als erstes werden die der Duc die Vibrationen per Ausgleichswelle
austreiben und dann der Diva di Bologna die restlichen Emotionen nehmen.
Denn so cool wie die Ducati-Konstrukteure zu sagen: eine Motorrad mit
900 cm³ auf zwei Zylinder hat Vibrationen, Basta! sind die
Deutschen leider nicht. BMW hat Unsummen in seine Ausgleichswelle
gesteckt, da schläft dann auch keine Hand mehr ein, aber dafür
der Kopf.
Ich werd es nie vergessen, wie sie beim Kurventraining alle ihre Moppeds
umlegen mussten um zu sehen, wann der Pinöckel von der
Fußraste am Boden schabt, weil dann die maximale Schräglage
erreicht ist oder so. Bei meiner Diva kratzt zuerst der Lenker am Boden
(sehr viel tiefer als bei den anderen), weil die Rasten so weit oben
sind und keinen albernen Stift haben und ich glaube, so leicht und
absolut spielerisch wie die Duc ums Eck geht, könnte man das fast
ausnutzen.
Damit ist es vorbei, wenn die Deutschen ans Ruder kommen. Nichts gegen
eine BMW, aber dafür gibt es Autos.
Gleich mal eine Mannschaft aus Wolfsburg hinschicken und sich zeigen
lassen wie man eine lastfeste Steuerkette (Panigale!) konstruiert...
Und wenn die Ducati Ingenieure das VW-Prinzip (den Unterschied zwischen
'Qualitätseindruck' und 'Qualität') erstmal verinnerlicht
haben, dann hat man auch endlich wieder die Zuverlässigkeit, wie
man sie von einem Italienischen Motorrad erwartet.
meine (recht neue) Moto Guzzi...
... tut sich im Punkte Zuverlässigkeit nicht viel mit meiner Suzuki
Bandit - wenn man mal die Ersatzteilversorgung ausser Acht lässt.
Erstere hat allerdings auch keine Steuerkette. Auch von den aktuellen
Dukaten höre ich nichts schlechtes, wenn sie jedes Jahr für
ein Heidengeld eine Wartung bekommen.
So gesehen ein weites Feld für VW, kulanzlos Kosten zu sparen.
Entgraten von Steuerketten war immer schon für Pussies.
Ein Widerspruch in sich
"endlich wieder die Zuverlässigkeit, wie man sie von einem Italienischen Motorrad erwartet". Zuverlässige, italienische Motorräder? Die Italiener waren schon immer Diven, die sich nach Streicheleinheiten von Schraubenschlüssel und -zieher sehnen. Dafür stehen sie nicht an jeder Ecke. Wer was Zuverlässiges haben will, muss einen japanischen Vertragshändler aufsuchen. Da reicht dann im Frühjahr ein Ölwechsel und los geht's.
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