Den Deutschen wird ein besonders hohes Sicherheitsbedürfnis nachgesagt. Nicht umsonst gelten sie als Weltmeister im Abschluss von Versicherungen aller Art. Kein Risiko zu klein, als dass es dafür nicht die passende Absicherung am Versicherungsmarkt gäbe.
Der Umkehrschluss gilt leider nicht im gleichen Maße. Für besonders große Einzelrisiken geht die Versicherungswirtschaft nicht so gerne ins Obligo. Das gilt für Offshorewindparks, wird aber besonders virulent bei Kernkraftwerken.
Hier wird im Unglücksfall jeder potentielle Schadenersatz unkalkulierbar. In Deutschland hat der - von der Antiatom-Lobby getriebene - Staat daraus schon seit langem Konsequenzen gezogen. Jeder Produzent haftet für Schäden mit seinem gesamten Vermögen. Auch ist jedes Atomkraftwerk mit 2,5 Milliarden Euro gegen Schäden abzusichern. Weil die Versicherungsbranche davon nur ein Zehntel zeichnet, haften die Betreiber zusammen für den Rest.
Wenn EU-Kommissar Günther Oettinger nun eine EU-weite Pflichtversicherung für Kernkraftwerke vorschlägt, kann das eigentlich nur heißen, dass die Sicherheit deutscher Atomkraftwerke auch in diesem Punkt beispielgebend für die EU ist.
Ich bin kein Finanzgenie und
Martha Strinz (martha.strinz)
- 05.10.2012, 13:51 Uhr
Entnehmen wir den Diskussionen zunächst das Positive:
Hans-Jürgen Steffens (McCauley)
- 05.10.2012, 13:45 Uhr
Es wurden hier schon viele richtige Punkte angesprochen.
Christian Wrobel (luke123)
- 05.10.2012, 12:01 Uhr
Korruption?
Ulrich Dissars (Dissars)
- 05.10.2012, 11:18 Uhr
2,5 Mrd.? Lächerlich.
Björn Opitz (hrbjoern)
- 05.10.2012, 10:54 Uhr