29.08.2002 · Die Flaute an den Aktienmärkten hat den Gewinn des Schweizer Rückversicherers Swiss Re um über 90 Prozent einbrechen lassen.
Die Flaute an den Aktienmärkten hat den Gewinn des Schweizer Rückversicherers Swiss Re um über 90 Prozent einbrechen lassen. Wie das Unternehmen mitteilte, betrug der Nettogewinn im ersten Halbjahr noch 118 Millionen Schweizer Franken (80,2 Millionen Euro). Im Vorjahreszeitraum hatte der zweitgrößte Rückversicherer der Welt noch 1,345 Milliarden Schweizer Franken (915 Millionen Euro) erwirtschaftet. Hintergrund für den Rückgang sind Wertberichtigungen beim Aktienbesitz der Schweizer Gruppe in Höhe von 917 Millionen Schweizer Franken.
Swiss Re kündigte jedoch weitere Wertminderungen an, sollten die Aktienmärkte auf dem Stand von Ende Juni 2002 verharren oder weiter fallen. Dies würde sich auf das Ergebnis negativ auswirken. Um die Exponierung auf den Aktienmärkten gegen eine weitere ungünstige Marktentwicklung zu reduzieren, seien Termingeschäfte abgeschlossen worden.
Sofern sich die Situation auf den Finanzmärkten verbessere und außerordentliche Schäden ausblieben, rechnet Swiss Re für 2002 mit einem Gewinn. Für die Hochwasserkatastrophe in Teilen Europas schätzt Swiss Re einen Schadenaufwand von etwa 250 Millionen Franken. Der gesamte wirtschaftliche Schaden, der durch die Überschwemmungen entstanden sei, könnte nach vorläufigen Schätzungen 15 Milliarden Euro übersteigen. Der versicherte Schaden werde jedoch erheblich niedriger als der wirtschaftliche Schaden liegen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2481 | −0,06% |
| Rohöl Brent Crude | 106,85 $ | −0,38% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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