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Klimawandel trifft Asien hart : Wirbelstürme, Malaria, Dengue und Wassermangel

Ohne Wasser: Wetterkatastrophen und ihre Folgen treffen die Armen in der Regel am härtesten. Bild: AP

Der Klimawandel wird Asien besonders hart treffen. Die Wachstumsregion der Erde muss sich für Katastrophen wappnen. Besonders die Armen sind betroffen.

          Asien wird vom Klimawandel besonders hart getroffen werden. Er droht den Abbau der Armut der vergangen Jahrzehnte zu vernichten, und die künftige Entwicklung der Wachstumsregion der Welt zu gefährden. Die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) hat in einer großen Studie gemeinsam mit dem Potsdam-Institut für Klimaforschung (PIK) versucht, die Folgen der Erderwärmung genauer abzuschätzen.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          „Die weltweite Klimakrise ist die größte Herausforderung der menschlichen Zivilisation im 21. Jahrhundert und in Asien-Pazifik liegt das Zentrum dieser Herausforderung“, sagt Bambang Susantono, der Vizepräsident der ADB. „Hier leben zwei Drittel der Armen der Welt. Die Länder in der Region leiden das höchste Risiko, tiefer in Armut und Katastrophen zu versinken.“

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          Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des PIK, erklärte: „Die asiatischen Länder halten die Zukunft der Erde in ihren Händen. Wenn sie sich entscheiden, sich gegen den gefährlichen Klimawandel zu schützen, helfen sie, den ganzen Planeten zu retten.“ Geht es aber so weiter wie bislang, werde der Temperaturanstieg über der Landmasse Asiens bis Ende des Jahrhunderts 6 Prozent betragen. „Einige Länder der Region könnten ein deutlich heißeres Klima erleiden, bei dem die Temperatur in Afghanistan, Tajikistan, Pakistan und dem Nordwesten Chinas um 8 Prozent steigt.“

          Migration in die ohnehin schon überfüllten Städte wird zunehmen

          Die Folgen treffen besonders die Armen dieser Weltgegend. „Die Verknappung von Ressourcen, der Verlust von Ernten und eine zerstörte Infrastruktur dürften am meisten jene berühren, die sozial benachteiligt sind.“ In der Studie heißt es unmissverständlich: „Alles in allem, haben die Armen sehr wenig Möglichkeiten, sich an Änderungen der Umwelt anzupassen und sie arbeiten oft in der Landwirtschaft. Das macht sie besonders verletzlich für die Folgen des Klimawandels, obwohl sie am wenigsten dazu beigetragen haben.“

          Ein Problem dabei ist die zu erwartende zunehmende Migration von gefährdeten Küstenregionen in sowieso schon hoffnungslos überfüllte Städte wie zum Beispiel Karachi in Pakistan oder Dhaka in Bangladesch. „Während Studien zeigen, dass ein Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 2 Grad schwierig zu handhaben sein wird, würde ein Anstieg um 4 Prozent zu humanitären Katastrophen in vielen Ländern und nicht mehr zu leitenden Migrationsströmen führen.“

          Unter dem Strich reichen die Folgen rasch steigender Temperaturen von Überschwemmungen bis zur Zerstörung von Fischgründen, von Wirbelstürmen oder der Ausbreitung von Malaria und Dengue-Fieber über milliardenschwere Importe von Nahrungsmitteln, von der Beeinträchtigung der Lieferketten der Unternehmen bis zur Überforderung von Energienetzen.

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