08.06.2009 · Thomas Middelhoff hat als Vorstandsvorsitzender von Arcandor seine Aktionäre ruiniert. Den Karstadt-Mitarbeitern hat er Opfer abverlangt, ohne Perspektiven zu eröffnen. Sie sind jetzt arm dran. Er ist reich. Und strahlt gewiss wie stets.
Von Carsten KnopEs mag sein, dass Thomas Middelhoff sich aus juristischer Sicht nichts hat zuschulden kommen lassen, als er im Amt des Vorstandsvorsitzenden von Arcandor auf eine juristische Überprüfung bestimmter Immobiliengeschäfte verzichtete. Das Problem: Die waren zu Lasten seines Unternehmens, nicht aber seines eigenen Vermögens abgewickelt worden.
Doch so oder so trägt Middelhoff Schuld am Schicksal des von der Insolvenz bedrohten Konzerns mit seinen Problemkindern Karstadt und Quelle. Middelhoff hat ein Feuerwerk an Unternehmenstransaktionen abgebrannt, damit aber nur seine Aktionäre ruiniert. Heute steht Arcandor fast ohne eigene Vermögenswerte da. Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, wurde verkauft oder verpfändet. Bei Middelhoff hätte das anders geklungen, euphemistischer - "asset light", hätte er gesagt. Stets war bei ihm mehr Schein als Sein.
Wer Middelhoff zuhörte, musste sich danach immer zurückhalten, Arcandor-Aktien zu kaufen, so gut klangen seine Versprechungen. Den geschundenen Karstadt-Mitarbeitern hat auch er schon viele Opfer abverlangt; eine Perspektive hat er ihnen nicht eröffnet. Sie sind jetzt arm dran. Er ist reich. Und strahlt gewiss wie stets.
Für ruinöses Management ....
Dieter Liepold (abraze)
- 08.06.2009, 15:30 Uhr
Blender Middelhoff
Steffen Wettengl (swettengl)
- 08.06.2009, 15:46 Uhr
Carsten Knop Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.
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