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Beschäftigung Arbeitslosenzahl wieder unter Drei-Millionen-Marke

 ·  Die Wirtschaft wächst und der deutsche Arbeitsmarkt profitiert davon: Im Mai hat die Zahl der Arbeitlosen erstmals in diesem Jahr die Drei-Millionen-Marke unterschritten. Saisonbereinigt sank sie jedoch weniger stark als erwartet.

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Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai erstmals in diesem Jahr unter die Marke von drei Millionen gefallen. Im Mai sank die Zahl der Arbeitlosen um 118.000 auf 2.96 Millionen. Das ist der niedrigste Mai-Wert sei 1992 und insgesamt 276.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Punkte auf 7,0 Prozent. Zuletzt lag die Arbeitslosenzahl im November unter der Drei-Millionen-Grenze.

Der Rückgang dr Arbeitsloigkeit im Mai fiel den Angaben zufolge aber etwas geringer aus als üblich: „Das dürfte daran liegen, dass ein Großteil der Frühjahrsbelebung aufgrund der guten konjunkturellen Entwicklung und der milden Witterung schon früher realisiert wurde“, teilte die BA mit. Rechnet man die jahreszeitlich üblichen Schwankungen heraus, ging die Erwerbslosenzahl um 8000 auf 2,97 Millionen zurück.

Beschäftigung entstehe derzeit in fast allen Branchen, sagte Weise. Gesucht werden Mitarbeiter insbesondere in der Zeitarbeit, den anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen sowie im Gesundheits- und Sozialwesen, aber auch wieder im verarbeitenden Gewerbe. Jobs abgebaut werden dagegen weiterhin in den sonstigen Dienstleistungen.

© reuters Vergrößern Zahl der Arbeitslosen wieder unter drei Millionen

Die BA sieht für 2011 durchschnittlich 2,9 Millionen Arbeitslose Mit Blick auf das Gesamtjahr ist der BA-Vorstand zuversichtlich, die Drei-Millionen-Marke - wenn überhaupt - erst wieder im Dezember zu überschreiten. Zwar dürfte die Arbeitslosigkeit mit Beginn der Sommerferien schon im Juli und August wieder steigen. Das sollte aber nicht ausreichen, um über drei Millionen zu kommen, sagte Weise. Für das Gesamtjahr sei mit „aller Wahrscheinlichkeit“ eine durchschnittliche Arbeitslosigkeit von 2,9 Millionen drin.

Risiken durch die seit 1. Mai bestehende Arbeitnehmerfreizügigkeit sieht die BA nicht: Bisher sei noch kein großer Zustrom von Arbeitskräften aus Osteuropa aufgetreten, sagte Becker. Wie sich die Öffnung des Arbeitsmarktes tatsächlich auswirke, könne erst in ein paar Monaten gesagt werden.

Eher Chancen als Risiken für den Arbeitsmarkt sieht die Bundesagentur auch durch die Energiewende. „Wir sind hier sicherlich leicht optimistisch, wir bewerten das aber nicht über“, sagte Alt. Schließlich sei noch fraglich, wie die anstehenden Investitionen zu finanzieren seien. Andererseits bestehe die Chance, die Wettbewerbsposition bei regenerativen Energien international zu verbessern.

Die offiziell gemeldete Arbeitslosenzahl spiegelt die Geschehnisse auf dem Arbeitsmarkt allerdings nicht umfassend wider (siehe ausführlich Die Arbeitslosenstatistik zeigt nicht die ganze Wahrheit). Tatsächlich waren im Mai knapp 4,2 Millionen Menschen ohne festen Job, wie BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker sagte. Zu dieser sogenannten Unterbeschäftigung zählen neben den als arbeitslos ausgewiesenen Menschen auch solche, die in Arbeitsmaßnahmen wie Ein-Euro-Jobs und Weiterbildungsprogrammen untergebracht sind. Hinzu kommt zudem eine sogenannte „Stille Reserve“. Zu dieser Gruppe gehören Personen, die zwar bereit wären zu arbeiten, sich aber aus verschiedenen Gründen nicht bei einer Arbeitsagentur melden, etwa weil sie entmutigt sind.

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