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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Arbeitsmarkt Schwerer Schlag für das Verbrauchervertrauen

 ·  Die schlechten Arbeitsmarktdaten könnten die letze Stütze der amerikanischen Konjunktur zum Wanken bringen: das Verbrauchervertrauen.

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Noch sind die Amerikaner einigermaßen zuversichtlich. Und je zuversichtlicher die Verbraucher sind, desto bereitwilliger konsumieren sie. Das ist wichtig für die amerikanische Konjunktur, gilt doch der Konsum als der Hauptpfeiler der Wirtschaft.

Doch die aktuellen Arbeitsmarktdaten, die für den August einen überraschenden Anstieg der Arbeitslosenquote auf 4,9 Prozent ermittelten (siehe Link: „Deutlicher Anstieg der US-Arbeitslosigkeit“), könnten das Verbrauchervertrauen an seiner empfindlichsten Stelle treffen - der Jobsicherheit. Nach den Massenentlassungen in der Industrie dreht sich das Jobkarussell immer langsamer. Ungewohnte Zeiten für die zuletzt an Vollbeschäftigung gewohnten Amerikaner brechen an.

Hire and fire

Die Kehrseite des amerikanischen „Jobwunders“ wird allmählich sichtbar. So wie die Unternehmen in Wachstumszeiten neue Jobs schufen, zögern Arbeitgeber in schlechten Zeiten nicht, ihre Kostenstruktur anzupassen. Innerhalb von Wochen kann ein Unternehmen um Tausende Mitarbeiter „schlanker“ werden. Allein aus den in den vergangenen Monaten angekündigten Entlassungen der fusionierenden PC-Giganten Hewlett-Packard und Compaq könnte ein neues Unternehmen entstehen, das nach der Mitarbeiterzahl fast an SAP, Europas größten Software-Konzern, heranreichen würde.

Das amerikanische Arbeitsrecht erleichtert den Unternehmen solche Schritte. Entlassungen von einem auf den anderen Tag sind keine Seltenheit. Der Pink-Slip, das amerikanische Kündigungsschreiben, ist mittlerweile zum geflügelten Wort in der New Economy geworden.

Andererseits entscheiden sich Unternehmen auch schneller als in Deutschland, neue Mitarbeiter einzustellen. Selbst in wirtschaftlich schwierigen Phasen kommt es in den USA daher noch zu Neueinstellungen, die Arbeitslosenquote steigt langsamer. Doch wenn die Konjunktur immer weiter lahmt, kommt auch das Jobkarussell nicht mehr in Schwung. Umgekehrt bedeutet weniger Jobsicherheit eine sinkende Konsumbereitschaft. Und damit könnte die wichtigste Stütze der amerikanischen Wirtschaft wegbrechen.

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