06.09.2005 · Die Bundesagentur für Arbeit ist ein klassisches Beispiel für Behördenversagen. Die Unternehmen haben auf die Ineffizienz reagiert und melden nur noch jede dritte offene Stelle. Die Agentur gibt viel Geld aus - mit zweifelhaften Erfolg.
Von Inge KloepferTeuer und ineffizient ist die Bundesagentur für Arbeit. Sie ist ein klassisches Beispiel für weitgehendes Behördenversagen.
Den rund 90.000 Mitarbeitern, von denen 12.500 mit der eigentlichen Arbeitsvermittlung befaßt sind, gelingt es immer weniger, Arbeitslose in neue Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln. Die Vermittlungsquote betrug 2004 gut 18 Prozent. Auch die Unternehmen haben auf die Ineffizienz reagiert und melden nur mehr durchschnittlich jeden dritten freien Arbeitsplatz der Bundesagentur.
Mehrere Millarden Euro wären zu sparen
Die Behörde hat einen Etat von fast 58 Milliarden Euro. Davon gibt die Agentur einen zweistelligen Milliardenbetrag für die „aktive Arbeitsmarktpolitik“ (von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen bis hin zu Ich-AGs oder Ein-Euro-Jobs) aus Steuermitteln aus - mit zweifelhaftem Erfolg. Experten meinen, daß allein mit der Abschaffung erfolgloser Arbeitsmarktmaßnahmen mehrere Milliarden Euro zu sparen wären. Und die FDP schlägt vor, die Agentur als Ganzes aufzulösen.
Nürnberg
Karin Brunner (vijnana)
- 06.09.2005, 20:20 Uhr
Abschaffung der BA
Karl Fuchs Karl (fuka60)
- 07.09.2005, 01:51 Uhr
Inge Kloepfer Jahrgang 1964, Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
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