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Arbeitsmarkt Mittelstand für längere Arbeitszeiten

06.07.2005 ·  Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft hat sich für längere Arbeitszeiten ausgesprochen, auch die Staatsquote solle schrittweise reduziert werden.

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Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft (BVMW) hat sich für längere Arbeitszeiten ausgesprochen.

„Wenn wir 20 Minuten pro Tag mehr arbeiten würden und einen Tag weniger Urlaub hätten, dann würde das unsere Wettbewerbsfähigkeit ganz klar steigern“, sagte Verbandspräsident Mario Ohoven am Mittwoch bei der Vorstellung des „Erfurter Manifests“ in Berlin. Dann wäre ein Wirtschaftswachstum von rund 4,0 Prozent erreichbar. In dem Manifest fordert der BMVW mit Blick auf die Bundestagswahl auch eine Lockerung des Kündigungsschutzes und eine Abkehr vom Flächentarifvertrag.

Staatsquote sollte zurückgeführt werden

Von der künftigen Bundesregierung forderte Ohoven eine Politik, die den staatlichen Einfluß auf die Wirtschaft verringere und die Eigenverantwortung stärke. Die Staatsquote - der Anteil der Staatsausgaben an der Wirtschaftsleistung - solle pro Jahr um wenigstens einen Prozentpunkt gesenkt werden. Vor allem die mittelständischen Unternehmen müßten von Bürokratie entlastet werden. Der Kündigungsschutz müsse in Unternehmen mit bis zu 20 Beschäftigten abgeschafft werden. Betriebe müßten die Freiheit haben, die Löhne mit ihren Belegschaften ohne Einschaltung der Gewerkschaft auszuhandeln. Löhne sollten stärker differenziert und an der Leistung orientiert werden.

Mittelstand würde vorgezogene Wahlen begrüßen

Ohoven begrüßte, daß der Bundestag am Freitag den Weg für Neuwahlen freigemacht habe. „Für die mittelständische Wirtschaft in Deutschland war das ein guter Tag“, sagte er. Der SPD warf er eine „politische Kehrtwende“ vor und sagte, ihr Wahlmanifest tauge „bestenfalls als Oppositionsprogramm“.

Er forderte von der Politik auch ein einfacheres Steuersystem und mehr Anstrengungen für ein leistungsfähiges Bildungswesen. Ideologische Vorbehalte gegen neue Technologien müßten abgebaut werden. Die Subventionen müßten schrittweise um 10 Prozent pro Jahr abgebaut werden. „Wir brauchen keine Subventionen, sondern mehr Freiheit für unternehmerisches Handeln“, befand der Verbandspräsident.

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