Home
http://www.faz.net/-gqe-o84w
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Arbeitsmarkt Fast zwei Drittel aller Deutschen leben nicht von eigener Arbeit

14.10.2003 ·  In Deutschland leben immer weniger Menschen von Einkünften aus ihrer eigenen Arbeit. Gründe seien unter anderem die Zunahme der Arbeitslosigkeit und die steigende Zahl der Ruheständler, berichtet das Statistische Bundesamt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Wegen der hohen Arbeitslosigkeit und der älter werdenden Bevölkerung verdienen immer weniger Menschen in Deutschland ihren Lebensunterhalt mit einer Arbeit.

Im vergangenen Jahr war ein Arbeitseinkommen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom Dienstag für 40 Prozent der Bürger die wichtigste Geldquelle. 1991 lag dieser Anteil noch bei 45 Prozent.

Zwei Drittel aller Frauen leben nicht vom eigenen Einkommen

Grundlage des Destatis-Berichts sind die Ergebnisse des Mikrozensus 2002, der europaweit größten jährlichen Haushaltsbefragung zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen in Deutschland.

Nach diesem Bericht leben zwei Drittel der Frauen in Deutschland nicht hauptsächlich von eigenen Arbeitseinkünften, bei den Männern ist es jeder Zweite.

Steigender Anteil von Rentnern und Arbeitslosen

Von einer Rente oder Pension lebten im vergangenen Jahr 23 Prozent der deutschen Bevölkerung, gut zehn Jahre zuvor waren es 19 Prozent. Von Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe lebten insgesamt vier Prozent (1991: zwei Prozent). Dabei war der Anteil im Osten mit neun Prozent wesentlich höher als im Westen mit drei Prozent.

Angehörige wie Eltern oder Ehepartner waren die wichtigste Unterhaltsquelle für 30 Prozent der Menschen - im Westen für 32 Prozent, im Osten für 19 Prozent. Hierbei ergab sich ein großer Unterschied zwischen den Geschlechtern: Während nur jeder fünfte Mann auf Angehörige angewiesen war, traf dies auf fast doppelt so viele Frauen zu.

Mieteinkünfte ernähren nur wenige

Nur wenige Menschen in Deutschland finanzieren ihren Lebensunterhalt aus eigenem Vermögen wie etwa Mieteinkünften oder Zinsen. „Diese Zahl ist verschwindend gering“, teilte Destatis mit.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Die Förderlücke

Von Heike Göbel

Der Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld ist ein Ausweis unbelehrbaren Glaubens an die unbegrenzte Leistungsfähigkeit des Sozialstaates. Dass Eltern ihre Kinder, wie seit Menschengedenken, unbezahlt hüten, ist in Deutschland offenbar nicht mehr denkbar. Mehr 8 7

29.05.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.396,84 +1,16%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.394,15 +1,26%
Dow Jones 12.580,70 +1,01%
EUR/USD 1,2481 −0,06%
Rohöl Brent Crude 106,85 $ −0,38%
Gold 1.579,50 $ +0,31%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.