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Arbeitsmarkt : Die Kluft zum Osten

Malerische Landschaft in Dömitz im Südwesten Mecklenburgs - Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist weniger idyllisch - Viele Fachkräfte zieht es in den Westen Bild: ZB

Der Weg zur flächendeckenden Annährung Ostdeutschlands an die westlichen Bundesländer ist noch weit. Die Löhne sind häufig nicht konkurrenzfähig, weshalb es viele Fachkräfte nach der Ausbildung oder dem Studium gen Westen zieht.

          Mehr als zwei Jahrzehnte deutscher Einheit scheinen die Teilung am Arbeitsmarkt nicht beseitigt zu haben. Schließlich lebt jeder dritte Arbeitslose im Osten, obwohl die Bewohner der neuen Bundesländer samt Berlin nur ein Fünftel der Bevölkerung stellen. Ganz so holzschnittartig ist die Lage zwar nicht, denn während die industriellen Kerne vor allem im Südwesten der Republik nach dem tiefen Tal der Kurzarbeit schon wieder vor Kraft strotzen, ist die Kluft zwischen dem Norden und dem Ostprimus Thüringen nicht mehr groß. Dennoch ist der Weg zu einer flächendeckenden Annäherung noch weit.

          Vielerorts droht das Personal auszugehen

          Die Wirtschaft von Rostock bis Gera ist abgesehen von ein paar Ausnahmen geprägt von Klein- und Kleinstbetrieben. Die Löhne sind häufig nicht konkurrenzfähig, weshalb es viele Fachkräfte nach der Ausbildung oder dem Studium gen Westen zieht. Zudem mag zwar der Geburtenknick kurzfristig die Lage am Ausbildungsmarkt zu Gunsten der Bewerber verbessern. Auf mittlere Sicht droht jedoch vielerorts das Personal auszugehen. Der Aufholprozess dürfte deshalb höchstens in einigen Regionen weitergehen. Andernorts könnte es schon ein Erfolg sein, wenn die Kluft nicht größer wird.

          Sven Astheimer

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

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          Quelle: F.A.Z.

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