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Arbeitsmarkt Der Schmerz der Krise

15.07.2009 ·  Einerseits wird in der Wirtschaft zunehmend vom Erreichen der Talsohle gesprochen und von der Bodenbildung. Gleichzeitig kündigen aber immer mehr Unternehmen an, Stellen streichen zu müssen. Das ist aber nur auf den ersten Blick ein Widerspruch.

Von Georg Giersberg
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Einerseits wird in der Wirtschaft zunehmend vom Erreichen der Talsohle gesprochen und von der Bodenbildung. Gleichzeitig kündigen aber immer mehr Unternehmen an, Stellen streichen zu müssen. Das ist aber nur auf den ersten Blick ein Widerspruch.

Viele Unternehmen haben zunächst kurzgearbeitet. Das war einerseits der Hoffnung geschuldet, bald wieder auf alte Umsatzhöhen zurückkehren zu können. Es gab andererseits den Unternehmen Zeit, sich ein realistisches Bild vom Umsatzeinbruch und seinen Folgen zu machen. Jetzt ist diese Zeit zu Ende. Mit der Bodenbildung ist das Ausmaß der Krise deutlich zu erkennen.

Vorbereiten auf den Aufschwung

Nun sieht man, dass überall dort, wo der Umsatz zweistellig zurückgefallen ist, eine Rückkehr zu alten Umsatzhöhen längere Zeit brauchen wird. Wer 40 Prozent seiner Aufträge verliert, muss hernach um knapp 67 Prozent wachsen, um das alte Niveau wieder zu erreichen. Das wird länger dauern, als man unausgelastete Kapazitäten vorhalten kann.

So tragisch im Einzelfall jeder Arbeitsplatzverlust ist, nur wenn die Unternehmen heute auf ihre Effizienz achten, können sie morgen am Aufschwung teilnehmen und wieder neue Arbeitsplätze schaffen.

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Jahrgang 1955, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

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