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Arbeitsmarkt Das neue Berufsbild

13.04.2008 ·  Not macht erfinderisch. In Deutschland grassiert nicht nur grundsätzlich der Mangel an Ingenieuren. Es droht auch ein Defizit an Fachkräften in der Produktion. Zu schlecht scheint das Image zu sein, weshalb die meisten die Entwicklung, die Konstruktion, den Vertrieb oder den Service bevorzugen.

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Not macht erfinderisch. In Deutschland grassiert nicht nur grundsätzlich der Mangel an Ingenieuren. Es droht auch ein Defizit an Fachkräften in der Produktion. Zu schlecht scheint das Image zu sein, weshalb die meisten die Entwicklung, die Konstruktion, den Vertrieb oder den Service bevorzugen. Um nicht langfristig die Basis der Produktion vor allem in den mittelständischen Betrieben zu verlieren, hat der VDMA mit anderen Institutionen und auch mit Unterstützung des Kultusministeriums ein neues Berufsbild entwickelt: Der Produktionstechnologe soll unterschiedliche Disziplinen miteinander verbinden. Am 1. August wird dieser neue staatlich anerkannte Beruf gestartet. Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Das Profil geht weit über das eines Mechatronikers hinaus, der anspruchsvolle Mechanik und Elektronik gleichermaßen beherrschen muss. Denn viele Arbeitsbereiche werden miteinander verbunden. Die Breite ist bislang einmalig. Sie reicht von der Pilot- über die Serienproduktion und Produkt- beziehungsweise Prozessentwicklung bis hin zu den Anwendungen (Applikation) sowie der Unterstützung (Service). Dementsprechend komplex ist die Ausbildung, die sich mit Maschinen und Werkzeugen ebenso befasst wie mit deren Entwicklung, der Organisation, der Logistik oder dem Vertrieb. Angesiedelt ist die neue Tätigkeit zwischen der Produktentwicklung und der Fertigung. Dem Produktionstechnologen wird nicht nur eine hohe Flexibilität, sondern auch enormer Pragmatismus abverlangt. Er muss am Ende die digitale Vernetzung der Prozesse im gesamten Management eines Produktzyklus beherrschen können.

Diese breite Aufstellung erhöht die Karrierechancen. Denn die dreijährigen Ausbildung wird nur der Anfang sein. Danach sollen Berufserfahrung und weiterbildende Maßnahmen den Weg zur Hochschule bereiten. In der mittelfristigen Perspektive soll das Profil durch alle Ausbildungsinstanzen gehen, von der Fachhochschule bis hin zu den Universitäten, vom Facharbeiter über den Bachelor bis hin zum Doktor. kön.

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