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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt „Das Streikrecht zu ändern ist realitätsfern“

 ·  Die Arbeitgeber verlangen von der Politik ein Gesetz zur Tarifeinheit. Gelten soll nur noch der Vertrag der größten Gewerkschaft. Der Flughafenstreik verleiht dieser Forderung neuen Schwung.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (25)

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bernd ullrich

Hundt schreit auf, weil er merkt, dass .....

.... er und die Arbeitgeber sich verzockt haben. Jahrzehntelang versuchten Hundt und Co. den Einfluß der großen Gewerkschaften zurückzudrängen. Jetzt hat es mit kleinen schlagkräftigen Gewerkschaften zu tun, die ganze Betriebe lahm legen können wie er selbst feststellt. Hundt verlangt nun vom Gesetzgeber, dass der das bestandene Übergwicht der Unternehmen wieder herstellen soll. Er möchte nicht erpresst werden, sagt er. Er will weiterhin die Arbeitnehmer vor vollendete Tatsachen stellen. Die Arbeitgeber sollten mal von ihrem hohen Ross runterkommen. Es gab Zeiten, da wollten die Arbeitgeber nicht mal die Inflationsrate ausgleichen, soviel Macht hatten sie. Heute beschweren sie sich über die Macht der Splittergewerkschaften. Und noch ein Wort an die Neider: Löhne und Gehälter sind nicht allein von der Ausbildung der Arbeitnehmer abhängig, sondern auch von Angebot und Nachfrage.

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Hansjörg Dohm
Hansjörg Dohm (MCfive) - 01.03.2012 18:20 Uhr

Das Foto von Hundt ist sinnbildlich

und steht in seiner Ausdruckskraft für den gierigen deutschen Arbeitgeber, der typisch geworden ist für unser Land.
Sich solchen Menschen als Arbeitskraft anzuverantworten zu müsen, grenzt an Masochismus.

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Heider Heydrich

Der Weg in den Untertanen Staat

So wie Frau Merkel ohne uns Bürger wahrzunehmen unser eigenes Geld unter Missachtung ihres Eides unser Volksvermögen verzockt, so flankier Herr Hundt mit seinen Forderungen den Ausverkauf durch Forderungen, nach denen die Arbeitnehmer nur noch Knechte sind. Dieser Mann hat jede Scham vor der Würde des Menschen verloren. Es soll doch keinen sich mehr wundern, dass bei einer weitergehenden Versklavung am Ende der friedlichste Bürger auf die Straße geht. Wo bleibt da nur die so hoch gepriesenen Werte einer Demokratie!

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Reinhard Wolf

Böse Böse Minderheiten! Canis Crassus! Was will dieser Hundt dnn noch?

„Wer nur eine Minderheit vertritt, darf nicht jederzeit den ganzen Betrieb lahmlegen können“, sagt Hundt.
Ich als Hartz-IV-Empfänger darf noch nicht einmal einen Lohnwunsch zum Ausdruck bringen und werde als "verbalaggressiv" eingestuft, wenn ich zu generösen Arbeitsangeboten von 7,38 Euro/Stunde (Im Dreischichtbetrieb 7,5-Tonner (Lkw) fahren) lediglich meine Arbeitsbereitschaft signalisiere aber nicht mit einem lautstarken Juchu und Hurra (wie z.B. nach einer gewonnenen Fußballweltmeisterschaft) reagiere. Ich habe als Schwacher und Minderheit (keine Ausbildung und keine Berufserfahrung) noch nicht einmal die Freiheit "Nein!" zu sagen, ohne dass ich mit Sanktionen zu rechnen habe. Ich werde sogar genötigt mit Sätzen wie: „Herr Wolf wird die Vorstellungsgespräche gewissenhaft wahrnehmen und sich bei einem potentiellen Arbeitgeber so verhalten, wie es von einem an Arbeitsaufnahme interessierten Arbeitnehmer üblicherweise erwartet werden kann“ nicht vorhandenes Interesse zu heucheln!

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.03.2012 17:55 Uhr
Hansjörg Dohm
Hansjörg Dohm (MCfive) - 02.03.2012 17:55 Uhr

Frau M-Schmidt

Nein, Sie liegen komplett falsch. Ein Überangebot von Arbeitskräften wird auch durch die falsche Art der Einwanderung geschaffen. Die deutsche Wirtschaft setzt sich genau dafür ein.
Vor etwa einem Jahr liessen ihre Vertreter verlauten, man benötige gerade aus den sich damals im Umbruch befindenden arabischen Ländern jährlich 500.000 Menschen. Der Ausbildungestand der menschen aus diesen Ländern ist aber nicht so hoch, als dass man NICHT auf die Idee käme, die BRD-Wirtschaft wolle ein Arbeitskräfteüberangebot schaffen, dass die Löhne senkt.
Hier haben wir auch schon das wirkliche Schmarotzertum in der Bundesrepublik:
Die deutsche Wirtschaft hat den grössten Niedrigstlohnsektor in der westlichen Welt geschaffen.
Sie bereichert sich gewissermassen an der Ausbeutung und Entrechtung von immer mehr Arbeitnehmern und deren Familien. Menschen trauen sich zuhauf nicht mehr, Nachwuchs zu zeugen.

Dass Sie dieses Unternehmertum indirekt verteidigen, zeugt m.A.n. nicht von Weitsicht.

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Walpurga Müller-Schmidt

@Herr Dohm

Das Lohnniveau würde nur dort sinken, wo es mehr Angebot für Arbeitskraft gibt als Nachfrage. Generell gesehen ist ihre Aussage damit schon mal falsch. Ihre "viele zehntausend Arbeitgeber" könnten die Löhne nämlich nur dort senken, wo sie danach auch noch Leute finden, die dafür die Arbeit machen. Das nennt sich Marktwirtschaft.

Gestalten ohne Ausbildung und Berufserfahrung sollten eigentlich jeden Tag dankbar sein, dass es a.) Leute wie Herrn Hundt gibt, die sich ein Bein für Flächentarifverträge ausreissen (auch wenn das andere Gründe hat) und b.) Leute, die ihnen ihre soziale Hängematte finanzieren. Ohne beides würden sie schlicht und einfach verhungern. Durch die Tarifverträge werden auch schlecht ausgebildete Personen "mitgezogen", denn wenn nur diese streiken, dann ersetzt man sie einfach (siehe Fraport). Und selbst die schlecht Ausgebildeten arbeiten dann noch für das genannte Schmarotzertum mit. Diese Leute sind die wahren Ausbeuter.

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Hansjörg Dohm
Hansjörg Dohm (MCfive) - 01.03.2012 18:32 Uhr

Frau Müller-Schmidt...aber aber

Ihre Wut auf den Herrn Wolf ist reichlich deplatziert.
Wenn die Leute so...ich dsags mal so... dumm wären, und jedes Angebot eines Arbeitgeber s annähmen, hätten wir noch ein weitaus niedrigeres Lohnniveau wie heutzutage. Viele zehntausend Arbeitgeber würden diesen "Arbeit über alles"-Unfug nur dazu nutzen, die Löhne zu senken.
Die deutsche Wirtschaft fährt uns Deutsche voll gegen die Wand... wer da so etwas wie Sie schreibt, hat nicht begriffen, dass die deutsche Wirtschaft in einem streng gegen das eigene Volk gerichteten Kontext agiert.

Ich unterstütze dahier Herrn Wulff in seibnem jurs und hoffe, dass ihn nicht das Unglück ereilt, für deutsche Ausbeuter arbeiten zu müssen.
Das kjommt übrigens, ob Sie es glauben oder nicht, der Gesellschaft wesentlich günstiger als das, was Sie den Arbeitslosen angedeien Lassen wollen.

Sie würden sich wundern, wie sich bei Umsetzung Ihrer Ideen Ihr eigener Arbeitsplatz im Laufe der jahre zu etwas entwickeln würden, wo Sie nur raus wollen.

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Walpurga Müller-Schmidt

Sie sollten sich schämen

Ich weiss nicht auf welchen Planeten sie leben, aber jemand der offensichtlich auf Kosten der Gesellschaft ein auskommen bekommt sollte einen deutlich anderen Ton anschlagen:

1. Einen Lohnwunsch können Sie äussern solange sie wollen. Das heisst aber nicht, dass sie das dann auch bekommen. Ohne Ausbildung/Erfahrung schon dreimal nicht.

2. Dass Sie "nicht vorhandenes Interesse heucheln" ist eine Dreistigkeit ohne Gleichen. Als jemand, der sich von der Allgemeinheit durchfüttern lässt haben sie keine Präferenzen zu haben. Sie haben das zu nehmen, was sie kriegen; alles andere ist assoziales Ausnutzen der arbeitenden Steuerzahler.

3. Seien Sie froh, dass sie in Mitteleuropa leben. Anderswo würden sich Leute ihres Kalibers (keine Ausbildung, keine Erfahrung) um 7,38 EUR/Std reissen.

Das was Herr Hundt sagt sollte ihnen eigentlich gut schmecken, denn Tarifverträge decken eigentlich nur Arbeitnehmer in der Masse, die auf eigene Faust weniger kriegen würden.

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Klaus Letis

Alles nicht so einfach, wie man sich das vorstellt

Art. 9 Abs 3 des Grundgesetz wiegt schwer.

Die vielen Schnellschüsse von medienaffinen Politikern entlarven sich als Rohrkrepierer.

Wer will denn den Menschen verbieten, sich in einem Bündnis zuzufinden um so die eigene Interessen zu vertreten?

Dennoch: Der Trend zu kleinen Spartengewerkschaften,
die eine komplette Unternehmenskultur stillegen, ist inakzeptabel.

Es ist gut, dass das Justizresor von einer elementar rechststaatlich orientierten Partei geführt wird. Wenn man an die vielen Gesetze von Rot/Grün denkt, welche auch jetzt noch vom Verfassungschutz einkassiert werden oder viel Ärger machen...

Ich denke, es wird sich eine Lösung finden. Das braucht leider Zeit.

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Arnim Zichner
Arnim Zichner (McYich) - 01.03.2012 10:47 Uhr

Schutzmechanismus für Grißverdiener unmoralisch

Das Streikrecht und die Gewerkschaften sind doch eine Einrichtung, um Geringverdiener und wirtschaftlich wehrlose Arbeitnehmer zu stärken. Natürlich soll dann mit Streiks großer Druck an Monopolstellen aufgebaut werden - so werden von der IG Metall doch auch immer Schlüsselwerke der Automobilindustrie bestreikt. Das Problem ist, das gerade die streiken, bei denen es richtig, richtig gut läuft - Großverdiener wie Vorfeldmitarbeiter, Piloten, Fluglotsen und Lokführer. Dass diese unter den Schirm von Gewerkschaften und Streikrecht kriechen ist rechtlich ok, moralisch aber unterste Kanone.

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Michael Schneider

Nicht das Kind mit dem Bade ausschütten

Sicherlich entsteht ein gewisser Handlungsbedarf, denn die Vorgänge in Frankfurt sind untragbar. Das erledigt sich aber eventuell schon durch massive Schadenersatzforderungen der Lufthansa oder Fraport.
Am Beispiel der Lufthansa lässt sich aber auch deutlich machen, dass der Grundsatz "Ein Betrieb, ein Tarifvertrag" nicht laufen wird.
Bei der DLH gibt es zunächst mal Bodenpersonal unterschiedlichster Prägung und fliegendes Personal. Die Tarifverträge dieser Gruppen haben nichts miteinander zu tun, somit sollten auch die Vergütungstarifverträge getrennt sein. Darüber hinaus gibt es noch signifkante Unterschiede in den Manteltarifverträgen zwischen Kabine und Cockpit. Cockpitmitarbeiter haben kürzere Ruhezeiten und längere Arbeitszeiten, auch hier scheint es wenig sinnvoll, ausgerechnet bei den Vergütungstarifverträgen wieder alles gleich machen zu wollen.
Gerade die Vereinigung Cockpit hat in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen, dass auch Spartengewerkschaften vernünftig handeln könne

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Peter Hoch
Peter Hoch (luxor) - 01.03.2012 10:08 Uhr

Die deutsche Bevölkerung wurde bewußt auseinanderdividiert

Wir sehen nun die ersten Folgen. Der Preis dieser Entwicklung wird hoch sein. Es wird demnächst zu Entsolidarisierungen im großen Stil kommen. Der ganze Umverteilungsmechanismus wird nicht mehr zu halten sein.

Übrigens, tolle Matte.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.03.2012 11:10 Uhr
Peter Hoch
Peter Hoch (luxor) - 01.03.2012 11:10 Uhr

Nachtrag: Deutschland war über Jahrzehnte eine Konsensrepublik

Des lieben Friedens willens hat der wertschöpfende Teil der Bevölkerung sich immer tiefer in die Tasche greifen lassen. Es hat sich so eine ganze Umverteilungsindustrie gebildet, bestehend aus Parteien, NGOs, Sozialindustrie, Bürokratie, aber auch aus Subventionsindustrie und Steuersparindustrie auf der anderen Seite.

Man hat es übertrieben. Das Pendel schlägt nun zurück.

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Michael Arndt

Langsam aber sicher wirds bitter für Arbeitnehmer...

Die Unternnehmen betreiben seit Jahren Tarifflucht, Mitarbeiter die nach Tarif bezahlt werden, sind inzwischen in der Minderheit. Unternehmensteile werden ausgegeliedert und in artfremde Tarife oder die Tariflosigkeit ausgegliedert. Das gilt als clever.
Die Politik betont die Zuständigkeit der Tarifparteien, bei denen keine Chancengleichheit mehr gegeben ist. Im Ergebnis sind die Lohnabschlüsse in Deutschland seit vielen Jahren ein übler Witz. In der Regel werden die Steigerungen über 3 Jahre addiert und als Erfolg ausgegeben, wobei nicht einmal die Inflationsrate ausgeglichen wurde. Das schafft maximal die IG Metall...
Warum wohl machen die Lohnstückkosten Deutschland zum Billiglohnland Europas?
Wenn sich aus diesem Frust dann spezialisierte Gewerkschaftenbilden und zur Attacke blasen, stehen alle Kopf.
Vielleicht sollten die Arbeitgeber eine Gewerkschaft gründen, in die alle Arbeitnehmer als Mitglieder zwangsverpflichtet werden. Versuche dazu gabs ja schon mal...

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.03.2012 11:52 Uhr
Andreas Neubert

@Johannes Böhnlein

"nichtakademische Arbeitskraefte mit zum Teil nur 6 Monaten Ausbildungszeit verdienen bereits zwischenn 44.000 bis ueber 60.000 Euros!!"
 
Löhne und Gehälter sind in einer freien Marktwirtschaft bekanntlich Verhandlungssache. Zudem dauert die Ausbildung zwei Jahre und nicht 6 Monate. Zudem wird hier auch die enorm hohe Verantwortung bezahlt. Verkehrspiloten sind auch keine Akademiker und verdienen dennoch gut aus ähnlichen Gründen.
 
"Freundliche Gruesze aus SARAJEVO, Durchschnittseinkommen hier monatlich 485KM (alte DM also246 Euro)"
 
Gibt es in Sarajevo denn auch deutsche Preise? Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. ;-)

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Johannes Böhnlein

Nicht Aepfel mit Birnen vergleichen bitte!

Guten Tag,
grundsaetzlich teile ich Ihre Beobachtung, welche wohl schon (leider) seit etwa 25 Jahren gelten! Jedoch kann es in einer freiheitlichen gesellschaft nicht angehen, zwangsweise irgendeiner Vereingung beitreten zu mueszen!
Des weiteren vergessen Sie in diesem konkreten Fall nicht wovon wir hier sprechen; nichtakademische Arbeitskraefte mit zum Teil nur 6 Monaten Ausbildungszeit verdienen bereits zwischenn 44.000 bis ueber 60.000 Euros!!
Freundliche Gruesze aus SARAJEVO, Durchschnittseinkommen hier monatlich 485KM (alte DM also246 Euro)
Martin Böhnlein

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Bernhard Kastner

Betrieb lahmlegen: Ja bitte!

Natürlich soll das funktionieren: Ein Betrieb ist nichts anderes als eine Ansammlung von Menschen, die in jeweiligen Gruppen ihrer Lieblingstätigkeit nachgehen. Wenn für eine Gruppe nun das Arbeiten unter den herrschenden oder zu befürchtenden Bedingungen nicht mehr möglich ist, dann soll sie auch das Recht haben, dagegen zu protestieren. Was denn sonst?

Soll "zum Wohle der Wirtschaft" über schlechte Arbeitsbedingungen hinweggesehen werden? Soll "im Namen des Profit" die Entlohnung gekürzt werden? Sollen Mitarbeiter "für die Firma" sich immer mehr aufopfern?

Das geforderte Mehrheitsprinzip für Gewerkschaften ist eine konsequente Fortsetzung der modernen korrumpierten und wirtschaftsverrückten Demokratievorstellung und basiert auf nichts anderem als dem jahrtausende alten Prinzip von divide et impera.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.03.2012 10:37 Uhr
Bernhard Kastner

Thema nicht verfehlt

Es ist irrelevant, um welches Detailthema es hier geht. Entscheidend ist der grundsätzliche Systemmechanismus, der den Arbeitnehmer kontinuierlicher entmachtet und ihm Einspruch- und Veränderungsmöglichkeiten zunehmend entzieht oder erschwert.

Dass die Wirtschaft nicht demokratisch funktioniert, ist, denke (und hoffe) ich, als allgemein bekannt anzusehen. Dass sie nun allerdings in die durch den demokratischen Staat vorgegebenen Rahmenbedingungen eingreift, geht schlicht und einfach zu weit. Tatsache: Es geht schon seit Jahren zu weit!

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Georg Haslwimmer

Lieber Herr Hundt,

es ist schon lange bekannt das Sie den Arbeitnehmer nicht einmal das schwarze unter den Nägeln gönnen.
Ihnen wäre es doch am liebsten wenn ihre Arbeitnehmer noch Geld mitbringen um arbeiten zu dürfen. Sie sehen ja die Arbeitgeber sowieso als die neuen Heilsbringer denen man sich doch gefälligst zu Füßen werfen sollten.
Leider sieht die Realität vollkommen anders aus. Auch durch Ihr zutun gibt es immer mehr Arbeitnehmer die trotz Vollzeitstelle nicht von ihrer Hände Arbeit leben können und von der Allgemeinheit mitfinanziert werden müssen.
Und nun wollen Sie auch noch in die Tarifautonomie der ARBEITNEHMER eingreifen.
Dies ist ganz allein die angelegenheit derjenigen die sich organisieren wollen. Wie sie dies tun geht Sie gar nichts an.
Mit Ihren Neoliberalen Ansichten werden Sie in nicht all zu ferner Zukunft an Grenzen stoßen die für uns alle mit Sicherheit keine Freude sein werden.

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lothar kempf
lothar kempf (wilkem) - 01.03.2012 09:41 Uhr

Verstaubte Strukturen

Einzelgewerkschaften werden nicht gegründet, weil der Streik das Ziel ist, sondern weil die Interessen und Spezifika einzelner Industrie- bzw. Dienstleistungssparten im "Einheitsbrei" großer Gewerkschaften nicht ausreichend Berücksichtigung finden. Hinzu kommt, dass der Mittelstand mit seinen Betriebsräten unter dem Dach lobbyistisch agierender Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften wenig Beachtung verspürt.
Wichtige Entscheidungen zu Arbeitsbedingungen und Entgelt werden regelmäßig unter den Großen der Verbände getroffen. Die Kommunikation mit dem Mittelstand ist dabei dürftig und die finanzielle Auswirkung auf ihn interessiert den großen Tisch nicht; die Hauptsache auf der großen Bühne hat man Einigkeit zu verkünden und bei bei den 30 DAX-Unternehmen stimmt's.
Der Mittelstand stellt fast 80% der Arbeitsplätze in D und seine Verschiedenartigkeit unterstützt die Forderung nach Tarifverhandlungen zwischen Betriebsräte und Unternehmen zum Wohle des einzelnen Unternehmens.

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Closed via SSO

Klasse! Da erinnern sich Menschen, dass sie Individuen sind, die Arbeitgeber nutzen...

dies auch weitestgehend weidlich aus, indem sie diese hochqualifizierten Leute zu Überstunden, Wochenendeinsätzen und Auslandsaufenthalten (365 Tage im Hotel wurden schon festgestellt für Ingenieure) verwenden, und wenn die dann auch individuelle Lohnforderungen erheben, dann soll das große Kollektiv wieder "Trumpf" sein, wo der schlecht qualifizierte AN den Takt angibt. So kommen wir nie aus dieser antiquiert marxistischen Arbeitswelt heraus. Herr Hundt muß sich klar werden: Nicht nur die Unternehmen ändern sich, die Menschen ändern sich mit und entwickeln Partikularinteressen.
UND DAS IST GUT SO!
Denn nur ein frei denkender Mensch kann auch clevere Lösungen finden und ausgetretene Bahnen verlassen. Das will aber auch individuell entlohnt werden. Besonders im Bereich "Technik" ist die Entlohnung gemessen am Effekt der Leistung lächerlich gering. Aber Jammern wg. "Fachkräftemangel"

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Richard Hauswald

Arbeitgeberpräsident müsste man sein

am besten noch Gewerkschaften generell verbieten, das fördert noch mehr den Wirtschaftsstandort. man man man. Wer hat damit angefangen alles auszugliedern um damit nicht nur Kosten zu senken sondern vorallem um die Gewerkschaften klein zuhalten??? Das waren solche wie Herr Hundt. Endlich schlagen die Gewerkschaften zurück. Was wäre ohne den Streik, die "Großen" würden noch mehr in Ihre eigene Tasche stecken, oder? So haben wenigstens ein paar ARBEITER mehr davon. Denn Sie sind es die all dies schönen großen Summen auch ERARBEITEN!!! Das selbe gilt nach wie vor für die Zeitarbeit. Siehe BMW und Co. da arbeiten SEHR Viele seit Jahren im Werk, aber was hört man jedesmal von den AG wenns um Zeitarbeit geht? Genau, Produktionsspitzen abfangen... haha, seit wann dauern Produktionsspitzen mehr als 3 oder gar 6 Monate??? Naja, hauptsache Leute wie Hundt und Co werden noch reicher... ähh ich meinte Wirtschaftsstandort nicht gefährden ;-)

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Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 01.03.2012 09:22 Uhr

Schmarren hoch Zehn

Jede Gewerkschaft ist letztendlich gesetzlich zugelassen und kann und darf für ihre Mitglieder neue Tarifverträge aushandeln, bei Nichtgefallen der Arbeitgeber streiken sie eben um ihre Forderungen durchzusetzen.
Wie Hundt selber sagt → das Streikrecht zu ändern ist realitätsfern. Aber immer wenn den Arbeitgebern unter den Füßen zu heiß wird, weil die Beschäftigten ihre Forderungen stellen und streiken, ruft der starke Arbeitgeberpräsident nach Verstärkung aus der Politik.
Auf der anderen Seite gibt es auch Gewerkschaftsschreiorgane, die nur auf Ärger machen spezialisiert sind und alle Arbeitgeber als Feinde betrachten. Die Mitglieder der einzelnen Gewerkschaften sollten sich gut überlegen, welchem Schreihals sie folgen wollen. Es ist gut, daß es viele Gewerkschaften gibt, sonst wäre ja immer Generalstreik! Zudem ist so schwieriger für die Arbeitgeberseite da zu unterwandern und die Gewerkschaft/en selber zu steuern.

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Wolfgang Schmid

Arbeitsfront

Die Arbeitgeberverbände wie auch die DGB-Gewerkschaften kämpfen um ihr Überleben, ihnen laufen die Mitglieder scharenweise davon. Und um ihre überkommene Machtposition zu retten, opfern sie gemeinsam den Artikel 9 des Grundgesetzes.

Die Gewerkschaftspluralität ist u.a. entstanden, weil sich viele Arbeitnehmer nicht durch die DGB-Gewerkschaften vertreten fühlten - so wie z.B. die Zeitungsredakteure sich nicht durch die Drucker majorisieren lassen wollten. Dass die DGB-Gewerkschaften planmäßig nur die unteren und mittleren Gehaltsstufen bedienten und die Leistungsträger in den Betrieben jahrelang schlechter stellten, provozierte die Gründung von Spezialistengewerkschaften geradezu.

Und: Mit einer Handvoll Müllarbeiter und Straßenbahnschaffner legten ÖTV / Verdi in ihren Hoch-Zeiten auch ganze Städte lahm... Jetzt, wo die Straßenbahner eine eigene Gewerkschaft haben, soll das Unrecht sein?

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Kay Schmelzer

Nach Politikkaufen

kommen nun die anderen Bürgerrechtler dran.
Deutschland schafft seine Bürger ab und wandelt diese in Arbeitseinheiten ohne Wert und Rechte..
Schöne Rettungszeiten

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Mütter der (Solar-)Subvention

Von Lisa Nienhaus

Wieso regen wir uns auf über billige chinesische Solarmodule? Eigentlich sollten wir uns einfach bedanken und freuen, dass die Energiewende so etwas günstiger vonstatten geht. Mehr 9 15

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