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Arbeitgeber-Attraktivität : Wer kennt die Wünsche der Bewerber?

  • Aktualisiert am

Was Bewerber gut finden - und was weniger. Bild: Picture-Alliance

Ein Arbeitgeber-Bewertungsportal hat analysiert, was Stellensuchende über den Bewerbungsprozess denken. Geht es ihnen schnell genug? Sind die Gespräche professionell? In welchem Dax-Konzern funktioniert das Bewerben am besten?

          Die Gesellschaft altert und mit ihr die Arbeitnehmer. Weil in immer mehr Berufen die Arbeitskräfte knapper werden, können sich immer mehr Stellensuchende zwischen mehreren Arbeitgebern entscheiden. Auf wen die Wahl fällt, hängt auch damit zusammen, wer das effizienteste Bewerbungssystem hat. Das hat nun die Arbeitgeberbewertungsplattform Kununu untersucht. Gewonnen hat unter den Dax-30-Unternehmen die Commerzbank vor der Deutschen Telekom und Prosieben Sat.1. Dort sind die Bewerber mit dem Bewerbungsprozess insgesamt am zufriedensten. Die Schlusslichter im Ranking bilden Lufthansa, Adidas und Thyssenkrupp.

          Das Ranking basiert auf 1252 Berwertungen, die Internetnutzer auf der Plattform abgegeben haben. Deshalb ist die Untersuchung nicht repräsentativ - schließlich könnte es sein, dass nur diejenigen Bewerber ein Unternehmen im Internet bewerten, die besonders zufrieden oder besonders unzufrieden mit dem Bewerbungsprozess waren. Hinweise auf die Stimmungslage der Stellensuchenden gibt die Analyse gleichwohl: Schließlich treffen diese Einschränkungen für alle Dax-Unternehmen gleichermaßen zu. Konzerne, die insgesamt weniger als 10 Bewertungen im Netz für ihren Bewerbungsprozess erhalten hatten, gingen in das Ranking gar nicht erst ein.

          Herauslesen lässt sich aus der Untersuchung noch mehr: Nämlich welche Dinge im Bewerbungsverfahren die Stellensuchenden besonders unzufrieden machen - und wo die Unternehmen den Nerv der Bewerber schon recht gut treffen. Eine schnelle erste Antwort geben demnach sehr viele Arbeitgeber ihren Bewerbern. Doch schnell allein genügt den Stellensuchenden nicht: Weniger gut bewerten sie etwa Kategorien wie „Professionalität des Gesprächs“ oder „Vollständigkeit der Infos“. Am meisten zu Meckern haben die Bewerber über die Schnelligkeit der Zu- oder Absagen.

          In die Analyse der Bewerbungsprozesse sind insgesamt mehr als 75.000 Internet-Bewertungen eingegangen - nicht nur die der Dax-30-Konzerne, sondern auch aus vielen anderen Unternehmen unterschiedlichster Branchen.

          Quelle: nab.

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