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Kommentar : iPhone, made in China

Apple beteuert, man werde weiterhin alles tun, um die Arbeiter zu schützen, die das neue iPhone produzieren. Die Nachrichten aus China zeigen, dass das bitter nötig ist.

          Es ist eine dieser Meldungen, die angesichts des für viele nicht mehr nachvollziehbaren Hypes um neue Mobiltelefone nicht ausbleiben. Zu groß ist vermutlich die Herausforderung, allein in einer einzigen Fabrik in kurzer Zeit die Beschäftigung von 100.000 auf 300.000 Mitarbeiter zu erhöhen. In einer Fabrik des Apple-Zulieferers Foxconn im chinesischen Zhengzhou, in der das iPhone X produziert wird, sind rund 3000 Schüler und Studenten im Alter von 17 bis 19 Jahren eingesetzt worden und mussten oder durften dabei täglich elf Stunden arbeiten.

          Es ist nicht das erste Mal, dass die Arbeitsbedingungen von Foxconn für negative Schlagzeilen sorgen – und für die betroffenen Mitarbeiter, aber auch für Apple, ist jede einzelne ein Problem. Deshalb muss man Apple zugutehalten, schon seit Jahren ernstzunehmende Anstrengungen zu unternehmen, um die Zulieferkette auf die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards zu verpflichten und dies auch zu kontrollieren.

          Das Erfreulichste an der jüngsten Foxconn-Geschichte ist deshalb auch, dass Apple in ihrem Zusammenhang einräumt, die Bemühungen reichten niemals aus, und man werde weiterhin alles tun, um die Arbeiter in der Lieferkette zu schützen. Daran muss und will sich Apple messen lassen, denn die Nachrichten aus China zeigen, dass genau das bitter nötig ist.

          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

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