22.07.2009 · In dem ansonsten glänzenden Quartalsbericht von Apple gab es einen Wermutstropfen: Das Geschäft mit dem digitalen Musikspieler iPod hat sich deutlich abgeschwächt. Bemerkenswert daran ist, dass es sich offenbar um keine vorübergehende rezessionsbedingte Entwicklung handelt.
Von Roland LindnerIn dem ansonsten glänzenden Quartalsbericht von Apple gab es einen Wermutstropfen: Das Geschäft mit dem digitalen Musikspieler iPod hat sich deutlich abgeschwächt. Bemerkenswert daran ist, dass es sich offenbar um keine vorübergehende rezessionsbedingte Entwicklung handelt.
Das Management von Apple sagt selbst in erstaunlicher Offenherzigkeit, dass sich das Geschäft mit dem iPod wohl nie wieder erholen wird. Denn das Multimedia-Handy iPhone, das einen integrierten Musikspieler hat, lässt für viele Verbraucher den Kauf eines spezialisierten iPod überflüssig erscheinen und sorgt für einen Kannibalisierungseffekt. Apple kann den Niedergang des iPod verschmerzen.
Das Unternehmen hat rechtzeitig den Trend zu integrierten Geräten erkannt und kann die wegfallenden iPod-Umsätze mit dem erfolgreichen iPhone auffangen.
Gleichwohl ist das Eingeständnis von Apple eine Zäsur: Der Erfolg des iPod markierte den entscheidenden Schritt für Apple von einem reinen Computerhersteller zu einem breiter aufgestellten Elektronikkonzern. Das Gerät war über weite Teile dieses Jahrzehnts der Wachstumsmotor für das Unternehmen. Nun geht für Apple eine Ära zu Ende.
Eigentlich schade
Arndt Pool (Ghr0nt)
- 22.07.2009, 22:25 Uhr
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