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Anzeigenkampagne : Guter Rat

Die Anzeige erscheint in deutschen und französischen Zeitungen - auch in der F.A.Z. Bild: F.A.Z.

Fünfzig Konzernchefs werben in einer Anzeigenkampagne für die Rettung der Währungsunion. Der Euro sei den Einsatz allemal wert, schreiben die Manager. Sie verschweigen die Wurzel der Staatsschuldenkrise: Leben auf Pump ohne Wettbewerbsfähigkeit. Die Konzerne könnten doch Staatsanleihen der Krisenländer kaufen.

          Sie waren auf Tauchstation, jetzt melden sie sich in einer Anzeigenkampagne. Fünfzig Konzernchefs aus Frankreich und Deutschland werben für die Rettung der Währungsunion. Den von der Schuldenkrise getroffenen Ländern müsse geholfen werden. Die Rückkehr zu finanziell stabilen Verhältnissen werde viele Milliarden kosten, aber der Euro sei den Einsatz allemal wert, schreiben die Manager.

          Sie sind damit zumindest ehrlicher als die EU-Politiker, die stets behaupten, die Rettung koste kein Geld. Aber sie verschweigen die strukturelle Wurzel der Staatsschuldenkrise, die wie die hohen Schulden nicht eine Folge der Bankenkrise ist, sondern auf fehlende Wettbewerbsfähigkeit und ein langes Leben auf Pump zurückzuführen ist.

          Deshalb führt der EU-Rettungsversuch, noch mehr neue Schulden auf zu hohe alte Schulden draufzupacken, noch tiefer in den Schuldensumpf, wie man in Hellas sieht. Das haben die Familienunternehmer erkannt, die gewohnt sind, für ihr Risiko auch persönlich zu haften. Sie wollen nicht, dass Angestellte das Geld der Steuerzahler ausgeben. Die Unternehmer geben den Managern einen praktischen Rat: Deren Konzerne könnten doch Staatsanleihen der Krisenländer kaufen.

          Quelle: F.A.Z.

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