02.08.2012 · Die Europäische Zentralbank stellt in Aussicht, Staatsanleihen von Krisenstaaten zu kaufen. Das ist der falsche Weg. In den Krisenstaaten platzt gerade eine Blase. Das sollte die EZB nicht verhindern.
Von Patrick BernauRichtlinien für Lesermeinungen
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Was wir hier gerade bzgl. Rettungspaketen und -Schirmen für
Griechenland und weitere Länder erleben ist nichts anderes als
Insolvenzverschleppung.
Alle Beteiligten hätten gleich in den sauren Apfel beißen und
den griechischen Insolvenzfall akzeptieren sollen.
Je mehr und je länger wir "retten", desto mehr Geld
schmeissen wir in ein Fass ohne Boden,
und desto höher wird am Ende der finanzielle Verlust der
"Retter" sein.
Je eher wir damit aufhören, desto eher platzt die (kleinere) Blase
und desto überschaubarer werden die Verluste sein.
Die EZB macht sich jetzt endgültig zum Spielball der Finanzmärkte. Die Probleme der Währungsunion löst sie aber nicht, sondern beginnt ein gefährliches Spiel. Die Ungleichgewichte in den Zahlungsbilanzen der Euro-Länder lassen sich weder durch ESM, ESFM, noch durch die EZB als lender of last resort lösen. Wie bitte soll eine Umkehr aus Verschuldung, fehlender Konkurrenzfähigkeit auf Gütermärkten, zu hohen Löhnen und Preisen gelingen ohne Abwertung? Die Abwertung des Euro würde ja an der Verschuldung und den Zahlungsbilanz-Ungleichgewichten innerhalb der Währungsunion nichts ändern. Nein, die Krise ist inzwischen eine Solvenz-Krise, die ohne Einführung eigenständiger Währungen der Süd-Länder nicht lösbar ist. Alles andere schafft nur Stagflation, die, weitaus verheerender als Inflation, nur sehr schwer zu bekämpfen ist. Der EURO wird scheitern. Macht lieber rechtzeitig "Schichtende im Schacht"! Lieber einen GAU, der beherrschbar sein wird, als einen Super-Gau, der böse enden wird.
Kluge Einschätzung, hervorragend erläutert!
Dank für diesen in preiswürdiger Klarheit alle wichtigen
Einzelheiten betrachtenden Beitrag.
Die feine Ironie ist großartig. Zwischen den Zeilen steht absolut Richtiges.
haben wohl mit rosaroten Europa-Brillen nicht deutlich genug gesehen, dass überall der Spaß aufhört, wenn's ums Geld geht. Und dass es zu einer Schlacht kommt, wenn keines da ist. Und dass dann Dreistigkeit und Beschiss keine Grenzen mehr kennen. Mit dem Euro war Europa am Ende. Schon unter Kohl hat Deutschland immer blechen müssen. Und Merkel schafft es nicht mal nach dem Franzosen einen deutschen EZB-Chef durchzusetzen. Welcher Wahn diese Frau wohl geritten hat, Kanzlerin werden zu wollen? Welcher Wahn reitet Schäuble gegen spanische, italienische und griechische Windmühlen gewinnen zu wollen? Wo ist noch einmal die Mafia zuhause? Komm' ich grad nicht drauf.
Vielleicht Sie haben recht.
Aber es ist unmoeglich, fuer zwei mit 550 Spread differenzierentert
Zinsen Staaten in der selbst Europa zu leben.
So,auf wiedersehen Europa, auf wiedersehen Gemeinmarkt; jedermann fuer
sich und guten Glueck...
Sie diagnostizieren "eine Blase an Staatsanleihen, die
möglicherweise befördert war von einer großen
Geldschwemme", und dann ist Ihr Stück zu Ende.
Klug wäre gewesen, hier anzufangen: bei der Überakkumulation
von Kapital, das keines werden konnte und kann, weil keine Hände da
sind, sich dafür zu rühren in der realen Wirtschaft weltweit.
In anderen Worten: Sie hätten mit einer Krise des Kapitalismus
beginnen sollen, die der Dominanz des Finanzkapitals seit den 80er
Jahren geschuldet ist und der davon abgeleiteten Dominanz der Reichen
und Superreichen über eine nach Luft japsende Mittelklasse und eine
in beachtlichen Teilen prekär gewordene Arbeiterschaft. Und der
Staaten, die eine Rendite für das Geld garantieren sollen -
notfalls durch Staatsverschuldung bis zum Nanga Parbat.
Statt von den Ursachen zu reden und über Remedur radikal, wollen
Sie einfach die Blasen platzen lassen. Sehen Sie: Und an dieser Stelle
verstehe ich Mario Draghi. Der hält das für unprofessionell.
Ich auch.
Kontrollen? Auflagen? Wer's glaubt
Wie das aussieht, wenn "internationale Kontrolleure hochoffiziell
prüfen", kann man ja in regelmäßigen Abständen
in Griechenland beobachten. Pünktlich zum nächsten
Auszahlungstermin sind wie durch ein Wunder alle Auflagen erfüllt
und der Geldhahn kann wieder aufgedreht werden - oder wie der
Finanzminister das formuliert: "Griechenland (Spanien, Italien,
Portugal, was gerade anliegt) ist auf einem guten Weg".
Seit die Krise ausgebrochen ist - und wohl auch schon zu oft vorher -
gibt es keine Vereinbarung, die nicht gebrochen wurde, kein EU-Gesetz,
das nicht übertreten wurde, kein Versprechen, das gehalten wurde.
Wozu überhaupt noch Richtlinien, Gesetze, Kontrollen? Wenn
"systemische" Banken zu stürzen drohen, sind sie null und
nichtig. Die EU in der Krise wird zunehmend zu einem rechtsfreien Raum.
Mit Solidarität hat das schon lange nichts mehr zu tun. Es gilt das
Recht des Frecheren.
ist die Situation. Man wird wirklich sprachlos - verständnislos - ohnmächtig angesichts dieser fulminanten Entwicklung. Ich habe das sehr mulmige Gefühl, dass wir von ungeheuer großen Hohlköpfen oder tatsächlich im Kern Kriminellen ausgeraubt,zerschlagen,ruiniert,zermalmt werden. Wahrscheinlich ist die eigene Tasche wohl gefüllt und sicher verpackt.....Europa wird wissentlich,ungerührt,despotisch und wohlüberlegt der Todesstoss verabreicht
Die Verlierer sind die wenigen Investoren, die immer noch europäische Staatsanleihen halten
Was allerdings nicht mehr allzuviele Europäer sein dürften. Allerdings erstreckt sich die Blase auch auf deutsche Staatanleihen - und auch diese müssen und werden zusammenbrechen. Es geht einfach nicht auf Dauer, das Schuldner weniger als die Inflationsrate zahlen. Dabei muss auch nicht der Euro zerbrechen - aber er wird gegenüber vielen Währungen noch weiter abwerten (und er ist ja bereits in einem Jahr ca. 6 bis 12 % gegenüber den meisten wichtigeren Währungen gefallen, aber sowohl von der Kaufkraft als auch in Hinsicht auf die mittelfristigen Erwartungen überbewertet). Heute haben wir an den Börsen einen Vorgeschmack erhalten - nachdem tagelang zum Teil durch Kursstützungen (durch staatskontroliierte Institute) Euro und Aktienkurse "vertrauensbildend" nach oben getrieben wurden. Bei einem Zusammenbruch sehen aber auch nur wenige DAX-Aktien gut aus, da dann viele Firmen oder Aktionäre vom Staat unter Beifall der Medien ausgeplündert werden.
in was für einer Welt leben wir???
da werden bestehende Gesetze andauernd gebrochen, da wird geltendes
Recht mit Füßen getreten, da werden ganze Völker
für dumm verkauft, nur um der irren Idee einer gemeinsamen
Währung nachzuhängen, welche von den Südländischen
Pleitestaaten seit Jahren missbraucht wird!
Es reicht!!!
Verlassen wir diesen Laden, egal was es uns kostet, aber ich möchte
wissen, dass ich als Deutscher für mich und meine Kinder arbeite!!!
sind wie immer die Investoren! Ganz klar, dass der Bankenverband für den Anleihekauf ist! Das ist eine Unverschämtheit und einem kommt der saukomische Verdacht, dass Draghi hier denen gut ist, dessen Mitglied er auch ist. Was ich aber nicht wirklich glaube. Aber das dieser Typ die Bedenken der Bundesbank einfach weg wischt, die letzten Endes den größten Anteil zu übernehmen hat, dass nenne ich den deutschen Steuerzahler vor "vollendete" Tatsachen zu stellen. Warum stoppt diesen Irrsinnigen niemand???
Jede Blase ist in der Geschichte geplatzt!
Auch wenn Draghi und Konsorten noch so oft beschwören, dass ,der
€ ist nicht RÜCKGÄNGIG zu machen'. Das ist eine
Frechheit. Der € ist also ein Gefängnis für Steuerzahler?
Es gibt NICHTS im Leben was man nicht rückgängig machen
könnte, das wissen wir alle.
Die ,deutsche Zinsen' Profiteure sind zu junkies geworden:
,Hoch verschuldete Staaten mit defizitären Haushalten haben
annähernd so wenig Zinsen gezahlt wie Staaten, die solide dastehen'.
Ja, leider! Dieser nicht marktkonforme Irrsinn hätte NIE sein dürfen.
Ich frage mich jetzt nur noch warum Draghi sich letzte Woche in einer
Investorenkonferenz in London soweit aus dem Fenster gelehnt hat! DAS
sollte man untersuchen.
,Entzug', Herr Rabe,
wird niemals erfolgreich sein wenn er durch Rechtsbrüche,
gebrochene Versprechen, Korruption und mangelde Akzeptanz begleitet wird.
Auch sollten wir unseres eigenes Leben, unser Überleben, das
unserer Kinder und Kindeskinder vermehrt im Auge haben.
@Frau Nachtmann "Junkies" darf man nur langsam entwöhnen
Ja, die Südländer sind Junkies, abhängig vom billigen
Eurogeld. Aber wie auch sonst bei Junkies darf man die DRoge nicht zu
plötzlich absetzen, das kann für den Patienten
lebensgefährlich enden oder er wird die Entzugs-Therapie zu
früh abbrechen.
Entzug ist auf Dauer nur erfolgreich wenn er plan- und maßvoll passiert.
Ja, Herr Meyer
diese seltsame Geschichte geht mir seit vergangener Woch durch den Kopf.
Ist Draghi ein Risiko eingegangen? Falls ja, warum?
WIE steht er jetzt da? Ist sein Ruf jetzt völlig ramponiert? Falls
ja, was heißt das für uns?
Fragen über Fragen.
Ich möchte, dass dieser in meinen Augen mehr als dubiose ex-GS Mann
Draghi verschwindet und Herr Weidmann seinen Platz einnimmt.
nun ja ....
Zitat "Der € ist also ein Gefängnis für Steuerzahler?"
.... hängt ganz davon ab, wo in Europa Sie leben.
Warum wohl?
Genau, zuerst sich weit aus dem Fenster lehnen und dann zurückkrebsen. Wer hat denn daran verdient und sich das Geld in die eigene Tasche gesteckt. Müsste untersucht werden, sehr richtíg Frau Nachtmann.
Draghi veranstaltet Akrobatik Millimeter vorm Abgrund
Was sagte noch Mario Draghi heute? "Der Euro ist irreversibel", ja eben das ist ja die Causa im eigentlichen Sinne. Die Akrobaten der Eurozone nageln sich am Euro fest, statt ehrlich besser zuzugeben daß man haaresbreite am Abgrund steht und eben nicht mehr zurückrudern will. Kein Mensch blickt mehr durch das ganze Chaos, das den Menschen in Europa von eitlen, machtgeilen und verantwortungslosen Europapolitikern eingebrockt wurde. Alle wünschen sich Geldgeschenke von der EZB. "Allen Leuten recht getan ist eine Kunst die niemand kann", pflegte mir meine Mutter zu sagen, wenn Sie mal eben wieder im Fettnapf saß. Die EZB ist ein Laden von Gesetzesbrechern nicht mehr und nicht weniger. Der Laden müsste so lange belagert und ausgeräuchert werden bis er nicht mehr existiert. Kein Mensch in Europa würde dem eine Träne nachweinen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.08.2012 18:49 UhrWahr gesprochen Hr. Meyer!
Besser kann man es nicht formulieren. Und die öffentlich rechtliche Rundfunkanstalt macht mit, wird wohl heute Abend diese Maßnahmen loben. Und der dumme Arbeitnehmer spart in Rieserrentenvertägen für seine Rente. Oh weh, da werden welche gefedert werden!
Offensichtlich dominiert das Kapital die Politik.
Daher wird die Blase erst platzen, wenn das Kapital sich abgesichert
hat. Am Ende wird der gemeine Bürger wieder bei Null beginnen
dürfen, während als Gläubiger und Investoren bezeichneten
Zocker reicher sein werden, als jemals zuvor.
Es hilft nichts, wir müssen uns eingestehen, daß unser
Gesellschaftsmodell den Ansprüchen an eine menschenwürdige
Gesellschaft nicht genügt. Und das liegt nicht nur an den
Unzulänglichkeiten des Systems, sondern vor allem an der
Unzulänglichkeit des Menschen selbst.
Da das Platzen der Blase zwangsläufig geschehen wird, stellt sich
heute vor allem eine Frage: Wie muß das Gesellschaftssystem der
Zukunft aussehen, um diesem ewig gleichen Kreislauf, diesem Teufelskreis
zu entkommen? Nun, es muß ein Verteilungssystem geben, welches dem
Zugriff aller Interessensgruppen entzogen ist. Nur wenn absolut gilt,
daß das Allgemeinwohl über allem steht und alle
existenziellen Bedürfnisse bedingungslos auf angemessenem Niveau
garantiert, kann es besser werden.
@ Otto Meier
,und alle existenziellen Bedürfnisse bedingungslos auf angemessenem
Niveau garantiert'...
.
Und wer zahlt? So war das in der DDR. Wir wissen wie das geendet und was
es gekostet hat. Bitte nicht nochmal.
Systemwechsel
Nur ein radikales Schrumpfen der Geldmenge, ein frei sich entwickelnder Zinssatz und eine wirklich freie Marktwirtschaft mit einem extrem schlanken Staat ohne Geldmonopol kann die Krise beenden. Kollektivismus (links wie rechts) muß zwangsläufig scheitern!
Das von Ihnen herbeigesehnte Modell gibt es doch schon!
Es heißt "Kommunismus".
Da stand doch das Allgemeinwohl, definiert von der Parteielite,
"über allem". Und "alle existenziellen
Bedürfnisse wurden bedingungslos auf angemessenem Niveau
garantiert", und zwar in allen 5-Jahresplänen.
Leider hat die Sache nicht so richtig hingehauen...
die nun doch keine Verluste einfahren werden. Wer letztendlich für die Ausgaben der EZB gerade stehen wird, seht aber auf einem anderen Blatt. Und dieses wurde bestimmt nicht vom Großkapital beschrieben...
...wer soll denn unter diesen Umständen noch Staatsanleihen kaufen ?...
...kein privater Investor der sein eigenes oder ihm anvertrautes Geld
verwaltet kann dieser Politik und ihren Akteuren vertrauen.
Also versuchen wir es wie Münchhausen und ziehen uns an unseren
eigenen Haaren aus dem Sumpf...
Das "Platzen" würde das deutsche BIP schwer beschädigen
Die Lehmann Pleite hat die Deutschen hunderte Milliarden gekostet, das
BIP ist deutlich gesunken. Würde ein europäischer Staat
"platzen" dann wäre der Schaden für die deutschen
Bürger noch wesentlich größer, weil dann eine
unkontrollierte Kettenraktion die Weltwirtschaft insgesamt herunter
ziehen würde.
Das kann nicht im deutschen Sinne sein, da ist es besser mittels
weiterer EZB Milliarden die Staaten zu stützen und die Luft langsam
und kontrolliert aus der Blase zu lassen.
Es gibt Reformen
tatsächlich und bei Portugal scheinen diese auch zu greifen. Dies
ist auch Spanien zuzutrauen. Ob derzeit die richtigen Maßnahmen
ergriffen werden, ist allerdings zu bezweifeln.
Man braucht nicht nur "schmerzhafte Einschnitte", sondern es
sind Strukturreformen nötig, die teilweise noch nicht einmal was
kosten. Dann fehlt in Griechenland ein fähiges Finanzamt, welches
in der Lage wäre Steuern einzutreiben. Ich befürchte
Griechenland ist nicht zu retten.
Höhere Zinsen würden m. E. den Ländern helfen, denn dies
hätte zur Folge mehr Reformdruck zu bekommen und gleichzeitig
führt ja ein höherer Zins dazu, dass die Blase nicht platzt
sondern der Überdruck zunehmend entzogen wird.
@Herr Martin Hofmann-Apitius
Ich glaube man tut den Südeuropäern Unrecht, wenn man sagt es
gäbe gar keine Reformen. In Griechenland oder Spanien gibt es grade
sehr schmerzhafte Reformen, welche ja auch hunderttausende zu Protesten
auf die Straßen treiben.
Aber man wird realistisch bleiben müssen, mann kann nicht in
wenigen Jahren ändern was in vielen Jahrzehnten in die falsche
Richtung gelaufen ist.
@Frau Dreier ja, das Kapital fließt nach Deutschland und schafft hier(!) Arbeitsplätze
Frau Dreier, sie haben es ja selber gesagt, die Milliarden fließen
zu großen Teilen nach Deutschland, denn im Moment exportieren die
Südländer massenhaft Kapital.Das mag ein Problem für
Spanien oder Griechenland sein, aber ist natürlich gut für
Deutsche und deren Arbeitsplätze.
Wenn ein Grieche in Deutschland investiert, dann entsteht hier Arbeit
und Wohlstand, warum sollte man das als Deutscher unterbinden wollen ?
Lieber Herr Rabe ...
... im Grunde gebe ich Ihnen Recht: ein langsames und kontrolliertes
"ablassen" des Drucks aus der Blase wäre sicherlich einem
Platzen und den damit verbundenen, heftigen Ausschlägen im
Finanzsystem vorzuziehen .... aber wo bitte findet momentan das
"langsame und kontrollierte Ablassen der Luft" statt?
Wo ist der von allen Politikern beschworene "Systemwechsel",
wo ist der "Strukturelle Wandel" in Ländern wie
Griechenland oder Spanien? Es wird häufig angeführt, die
Deutschen dürften nichts sagen, weil sie ja selbst schon die
Maastricht-Kriterien gerissen hätten. Dieses Argument greift aber
zu kurz, denn es hat in Deutschland eine Reihe schmerzhafter Reformen
(Stichwort Hartz - Gesetze) gegeben. Wir haben also reagiert ... wo sind
die Reformen unserer südeuropäischen Partner?
Mal ganz abgesehen von schneller oder langsamer entweichender Luft: ein
System, welches sich ordnungspolitisch so dermaßen desavouiert hat
wie der Euro, wird niemals funktionieren.
Was schadet mehr weniger Wachstum oder kein Volksvermögen mehr?
Jetzt werden Euros nach Südeuropa transferiert, sei es über
die Target II Salden oder über Kredite, Bürgschaften bzw.
Anleihekäufe. Und was machen die Südeuropäer damit. Die
legen es in Deutschen,... Werten an, d. h. Immobilien, Firmen, fetten
Autos... Und was bleibt uns am Ende, Euros die nichts mehr wert sind und
Forderungen die nicht mehr bedient werden.
Unter diesen Bedingungen verzichte ich gern auf Wachstum des
Bruttoinlandproduktes. Und mit Sicherheit auch die Daimlermitarbeiter,
denn deren Rieserrentenverträge sind später auch nix mehr
wert. Der Euro wird entweder durch dauerhafte Inflation und Transaktion
am Leben gehalten oder zerfallen. Letzteres wäre mir lieber, da hat
das Spiel endlich ein Ende.
Ob der Euro weg muss oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen - das sollen Fachleute tun, dafür sind sie da (Politiker meine ich damit nicht..). Aber ich bin auch der Meinung, dass die Blase platzen muss, damit der Ursache die spürbare Wirkung folgt. Ständig neue Regeln, gegen jede Vernunft sind Augenwischerei, helfen nicht und bestätigen lediglich die Klientel, die für die Krise verantwortlich ist, so weiter zu machen wie bisher.
Nein, die Politik hat bisher an keiner Stelle geholfen, sondern die Situation nur verschlimmert
Der Fall Griechenlands kann als Paradebeispiel genommen werden: Daß die Schuldenlast dieses Landes mittlerweile eine Größenordnung erreicht hat, die andere mit in den Abgrund reißen kann, ist darauf zurückzuführen, daß immer neue Kredite gewährt worden sind, denn auch Hilfsmaßnahmen können kaum als Geschenk gewährt werden, obwohl sie es faktisch sind. Und auch die Kontrollen der Troika haben trotz der Feststellung, daß man weit hinter den Zusagen geblieben ist, bisher keine Konsequenzen gehabt. Und auch in Spanien sind alle zugesagten Sparmaßnahmen kaum ausreichend. Und nur bei den Ärmsten zu sparen dürfte kaum zu den gewünschten Resultaten führen, weil die absoluten Beträge zu gering sind. Die Krisengewinnler sind immer noch außen vor. Wer z.b. die Löhne der Müllwerker um 25% kürzen will, aber bei Regierung und Administration nur von 7-10% spricht und evtl das 14. Gehalt streichen will, lässt Gerechtigkeit vermissen. Und auch der Königshaushalt steuert bestenfalls ein Trinkgeld bei.
Die Schuldenblase muss platzen. Genauso ist es, der Euro muss weg.
Die Steuereinnahmen und die Wachstumseinschätzungen der
Südeuropäer sind unrealistisch. Aber es werden weiter Schulden
gemacht, mehr denn je um brennende Probleme xyz zu lösen. Mit den
Target II Salden werden unter der Hand Werte aus den starken
Volkswirtschaften abgezogen. Jetzt wo die Kreditvergabe klemmt, beginnt
das Hauen und Stechen um das Vermögen gewichtiger
Gläubigerländer, wie Deutschland und Niederlande. Das wird
weiter ausufern, warten wir ab, ob Griechenland neue Kredite
erhält, dann dreht sich der Kreisel noch schneller.
Aber was wird übrig bleiben, Misstrauen in die Demokratie und Hass
unter den Ländern der EU. Danke im Voraus Fr. Merkel und Hr.
Schäuble. Für was war dies nötig?
Das ist nicht das Problem Hr. Uhlig!
Wenn der Händler nicht zahlen kann, so verliert die Firma die
Forderung, also wird sie z. B. Griechen kaum etwas ohne Vorkasse verkaufen.
Die negativen Target II Salden basieren darauf das Südeuropäer
mehr Geld abheben(teils auf Kredit) als einzahlen, damit also die Banken
Geld von ihrer Zentralbank abziehen bzw. anfordern als Kredit. Dieses
abgehobene Geld wird weitertransferiert nach Deutschland um zu
investieren in feste Werte, d. h. in Immobilien, Aktien, auch Autos und
anderes. Es sind ja auch Euros, kommen aber von Südeuropa. Damit
hat Deutschland Geldzufluss und Südeuropa Geldabfluss. Für
Spanien wachsen die negativen Target Salden um täglich 1 Milliarde
Euro. Das wird toleriert, in den USA werden negative Target II Salden
nicht toleriert. Wahnsinn. Ich stimme Ihnen zu, wer so etwas toleriert
ist selbst schuld.
Kehrseite von Target II nicht übersehen !
"Mit den Target II Salden werden unter der Hand Werte aus den starken Volkswirtschaften abgezogen." Wer Ware exportiert, die der andere gar nicht zahlen kann, ist selber Schuld. Die hohen Target II Salden von D sind unsere eigene Schuld, denn es ist lange bekannt, dass z.B. der griechische Usu-Händler den 7er BMW gar nicht zahlen kann, den er allen Ernstes geliefert bekommt, weil die Bundesbank das "Geschäft" (!!!) garantiert.
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
| Name | Wert | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |
Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?