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F.A.Z. exklusiv : Ryanair greift Lufthansa & Co. von Frankfurt aus an

Zum kommenden Sommerflugplan ab März 2017 stationiert Ryanair zwei Flugzeuge an Deutschlands größten Flughafen. Bild: dpa

Bislang hat Ryanair stets den Frankfurter Flughafen verschmäht. Nun folgt die Wende: Ab März attackiert Ryanair deutsche Fluggesellschaften am größten Flughafen des Landes.

          Europas größte Billigfluggesellschaft Ryanair nimmt Kurs auf Frankfurt. Zum kommenden Sommerflugplan ab März 2017 stationiert Ryanair zwei Flugzeuge an Deutschlands größten Flughafen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung aus Branchenkreisen erfahren hat. Damit setzt die irische Gesellschaft zum Angriff auf einheimische Ferienfluganbieter – unter anderem die Lufthansa-Tochtergesellschaft Eurowings an.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Ryanair konzentriert sich zunächst auf bei Urlaubern beliebte Strecken. Als erste Ziele sind den Angaben zufolge der Flughafen von Palma auf Mallorca sowie Alicante auf dem spanischen Festland gesetzt. Dazu sollen weitere Ziele in Spanien oder Portugal kommen. Sollte sich das Geschäft mit den Frankfurt-Flügen gut entwickeln, sollen dort bis zu acht Flugzeuge stationiert werden.

          In der Vergangenheit hatte Ryanair den Frankfurter Flughafen gemieden. Als Gründe galten die hohen Flughafengebühren sowie die im Vergleich zu anderen Flughäfen lange Zeitspanne zwischen dem Aufsetzen und dem Starten eines Flugzeugs. Die vom Flughafenbetreiber Fraport angestrebte neue Gebührenordnung sieht nun aber grundsätzlich Nachlässe für Fluggesellschaften vor, die bislang nicht Frankfurt bedienen. Zudem soll für Ryanair ermöglicht werden, dass zwischen der Landung und dem Start maximal 35 Minuten vergehen.

          Fraport und Ryanair äußerten sich zunächst nicht dazu. Auf der Fraport-Hauptversammlung hatte der Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte bereits angedeutet, dass der Konzern nicht umhinkomme, sich stärker mit dem Billigflugsegment zu befassen. Für Mittwoch haben der Flughafenbetreiber und Ryanair zu einem gemeinsamen Pressetermin an den Flughafen geladen.

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