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Angeblicher Lauschangriff Wurde Wiedeking per Babyphon bespitzelt?

26.04.2008 ·  Es klingt wie ein Lausbubenstreich: Bei einem Aufenthalt in einem Hotel auf dem VW-Gelände in Wolfsburg soll Porsche-Chef Wendelin Wiedeking mit einem Babyphon unter seinem Bett bespitzelt worden sein. VW streitet ab, mit der Sache etwas zu tun zu haben.

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Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ist Medienberichten zufolge möglicherweise in einem Hotel auf dem Werksgelände von Volkswagen belauscht worden. Porsche habe bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig eine entsprechende Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Dies berichtet das Magazin „Focus“ in seiner kommenden Ausgabe.

Es gehe um die Nacht vor einer Sitzung des Aufsichtsrats am 16. November 2007, heißt es. Wiedeking sei damals in einer Suite des Hotels Ritz-Carlton auf dem VW-Konzerngelände in Wolfsburg abgestiegen. Am nächsten Morgen habe der Porsche-Sicherheitsdienst das Zimmer überprüft und unter dem Sofa ein eingeschaltetes Babyfon entdeckt, das offenbar während des gesamten Aufenthalts von Wiedeking aktiviert gewesen sei. Porsche gehe von einem gezielt auf Wiedeking gerichteten Abhörversuch aus, heißt es.

VW schaltet LKA ein

Porsche habe VW erst vor wenigen Tagen über den Vorfall informiert, heißt es in den Berichten weiter. Volkswagen habe daher am vergangenen Mittwoch das Landeskriminalamt eingeschaltet. Das Magazin zitierte einen VW-Sprecher mit den Worten, VW habe mit der Sache nichts zu tun.

Hunderte VW-Arbeiter haben vor der Aktionärsversammlung des Volkswagenkonzerns gegen Hauptaktionär Porsche demonstriert. Sie fordern mehr Mitbestimmung. Seit Monaten kämpfen die beiden Hauptaktionäre Porsche und das Bundesland Niedersachsen um die Macht im Konzern.

Hintergrund des vermeintlichen Lauschangriffs könnte sein, dass der VW-Betriebsrat und das Land Niedersachsen als VW-Großaktionär seit Monaten mit Wiedeking und Porsche über die Machtausweitung des Sportwagenherstellers aus Stuttgart-Zuffenhausen streiten. Das schwäbische Erfolgsunternehmen will Volkswagen übernehmen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters
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Von Johannes Ritter

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