11.05.2012 · Einige europäische Länder haben die Währungsunion als Paradies für Wohlstand ohne Anstrengung missverstanden. Doch ohne solide Staatsfinanzen und Strukturreformen geht es nicht. Die EZB kann die Probleme nicht lösen. Sie muss aufpassen, dass sie nicht den Boden der nächsten Krise bereitet.
Von Holger SteltznerRichtlinien für Lesermeinungen
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Werte, Selbstbestimmungsrecht und Kultur sind die höchsten Güter die ein Volk haben kann - alles deutet darauf hin, zumindest Teile davon wegen einer nicht passenden gemeinsamen Währung zu opfern. Wären diese soziologischen Folgen die einzigen, wäre das traurig genug - die wirtschaftlichen Folgen kommen bedauerlicherweise noch oben drauf. ... noch sitzen wir auf dem Förderband (man beachte die Totzeit bei solchen Systemen).
warum um Gottes Willen nehmen sich unsere Vollpfosten von Politikern so
wichtig.
Sich gegenseitig zu überbieten, dank der Abzocke Ihres, des
Deutschen Volkes, den Vorreiter für ein vereintes Europa zu spielen.
Sie wurden gewählt und haben geschworen dem Deutschen Volk zu dienen.........basta
Merkel Schäuble Gabriel Trettin und all die Dummdreisten Nicker in
der 2. Reihe müssten sich vor dem Bundesverfassungsgericht
Verantworten wegen Veruntreuung des Volksvermögens.
Die Euro-Banken-Rettung ist Aufbauhilfe für China – und sie ist eine Abrwackprämie für Deutschland
Die Euro-Banken-Rettung bedeutet ein Über-Wasser-Halten der USA und
Englands und des Finanzsystems, von dem diese beiden Staaten zu einem
guten Teil leben.
Über deren Handelsdefizite und die Frankreichs und der
Euro-Südstaaten sammeln sich die Rettungsbillionen anschliessend in China.
Die Euro-Rettung ist also Aufbauhilfe für China.
Und gleichzeitig eine Art Abwrackprämie für Europa und
besonders Deutschland.
.. sondern einige Eliten in den Ländern und nicht zuletzt solche, die sich dort so gerne als "Leistungsträger" bezeichnen. Leistungslosen Wohlstand haben dort und hierzulande nicht die einfachen Menschen sondern jene erreicht, die das System bis zum heutigen Tage an den Rand des Abgrunds führen.. (..kam nicht garde eine Randnotiz aus Übersee zu JP Morgan?) Aber es "macht" sich natürlich besser, populistische Thesen zu vertreten, als über das eigentliche Problem zu sinnieren). Und wer solide Staatsfinanzen will, sollte und darf die Einnahmenseite nicht so vernachlässigen, wie wir das seit dem Jahre 2000 getan haben (Danke Herr Schröder!). Denkt man eigentlich an die eventuelle Rücknahme der - auch von der Wirtschaft kopfschüttelnd belächelten - kompletten Steuer-Befreiung der Gewinne aus Unternehmensveräusserungen? Nein??.. ahhhja..Stimmt, wir leben alle über unsere Verhältnisse..
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.05.2012 10:45 UhrZahlen genau betrachten
@ Hr Seidl
50 % der Wirtschaftsleistsung wird über Steuern und
"Sozialsysteme" abgeschöpft? Wie berechnen Sie das?
Sind etwa die gesetzliche Rentenversicherung oder die gesetzliche
Kranken- und die Pflegeversicherung soziale Wohltaten? Wäre der
Betrag etwa niedriger, wenn die Alterversorgung, die Kosten für
Krankheit und Pflege privat (und womöglich mit gesetzlichem Zwang)
aufgebracht würden? Ich verstehe Ihre Argumentation nicht wirklich.
vgl. Gerd Bosbachs Buch:
„Lügen mit Zahlen. Wie wir mit Statistiken manipuliert werden“
Heyne Verlag, 2011).
Der Anteil der Sozialausgaben an der Wirtschaftsleistung lag 2008 bei
etwa 28 Prozent und damit so hoch wie 1992. „Wenn die sozialen
Probleme größer werden, wir für ihre Bewältigung
aber einen stagnierenden Anteil des BIP ausgeben, müsste man eher
von einem Abbau des Sozialstaats sprechen als von Wildwuchs." so
Bosbach.
Richtig ist allerdings Ihr letzter Satz hinsichtlich einer Umschichtung
der Steuerlast.
Zahlen genau betrachten
50 % der Wirtschaftsleistsung wird über Steuern und
"Sozialsysteme" abgeschöpft? wie berechnen Sie das?
Sind etwa die gesetzliche Rentenversicherung oder die gesetzliche
Kranken- und die Pflegeversicherung soziale Wohltaten? Wäre der
Betrag etwa niedriger, wenn die Alterversorgung, die Kosten für
Krankheit und Pflege privat (und womöglich mit gesetzlichem Zwang)
aufgebracht würden? Ich verstehe Ihre Argumentation nicht wirklich.
Interessant ist Gerd Bosbachs (Professor an der Fachhochschule Koblenz -
früher beim Stat. Bundesamt) Buch:
Buch „Lügen mit Zahlen. Wie wir mit Statistiken manipuliert
werden“
Heyne Verlag, München 2011. 320 Seiten).
Anteil der Sozialausgaben an der Wirtschaftsleistung lag 2008 bei etwa
28 Prozent und damit so hoch wie 1992. „Wenn die sozialen Probleme
größer werden, wir für ihre Bewältigung aber einen
stagnierenden Anteil des BIP ausgeben, müsste man eher von einem
Abbau des Sozialstaats sprechen als von Wildwuchs." so Bosbach.
@Hr. Beck
Und wenn sie es noch so oft wiederholen wird es auch nicht richtiger. Tatsächlich schöpft der Staat über Steuern und Sozialsystem heute schn ca. 50 % der Wirtschaftsleistung ab. Dieses Geld steht den Menschen und Unternehmen nicht mehr für Investitionen und Konsum zur Verfügung und bring ganze Branchen zur Steuervermeidung hervor, die aber keine Werte schaffen. Wenn sie das ncoh weiter treiben kann es nicht besser werden, denn die Menschen begreifen, daß sich Leistung nicht loht und erbringen auch keine. Daß einige Sektoren wie nichtselbständige Arbeit überbelastet sind und andere verhältnismäßig zu wenig steht ausser Frage, hier müßte aber im Sinne der Gerechtigkeit auf der einen Seite entlastet und auf der anderen belastet werden.
Auflistung aller Kosten für den deutschen Steuerzahler
- Rettungspakete für Griechenland, Portugal, Irland
- EFSF
- ESM
- aufgekaufte Staatsanleihen
- Target 2 Forderungen (Feb. 2012 bei -550 Mrd., Geld das nicht in
Deutschland arbeitet, aber uns sehr wohl zusteht. Target 2 war nie
für solche Summen gedacht!)
- exzessive Geldschöpfung über die EZB
- ELA-Mechanismus Emergency Liquidity Assistance (für besondere
Notfälle bei Banken: Irland 70 Mrd., so erklärt wohl sich die
schnelle irische Erholung)
- LTRO-Liquiditätstender
Summa Sumarum weit über eine Billion, von wegen 211 Mrd. schön
wär's. Die SPD möchte dieses Paket mindestens um Eurobonds
ergänzen. Oder wie wäre ein wenig Hyperinflation zum
Schuldenabbau?
Um zu sehen, wie sehr wir desinformiert werden, einfach einmal nach
"ELA" im Internet suchen, die EZB hält das alles geheim.
Nicht ganz d'accord, bzw. Ergänzungen
Für die Schuldenkrisen sind Politik und Bürokratie voll mit verantwortlich, auch in Deutschland. Es gibt keinesfalls ein Einnahme-, sondern ein massives Ausgabenproblem. Die Politiker und Bürokraten fühlen sich nicht als Treuhänder von Staatseinnahmen, sondern bauschen den unnötig großen Apparat immer weiter auf, verteilen Wahlgeschenke und agieren nach Gutsherrenart. Die Schere zwischen arm und reich muss wieder enger geschlossen werden. Nicht durch Sozialgeschenke, sondern durch einfaches und gerechtes Steuerrecht und Sozialabgaben a la Schweiz. Großkapital, Banken und Konzerne müssen - wenn erforderlich - auf ein nicht systemrelevantes Level zurückgebaut werden. Der Markt regelt mitnichten alles. Die Politik muss die richtigen Rahmenbedingungen setzen, vor allem unabhängig von Lobbyismus und sonstiger Einflussnahme.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.05.2012 15:05 Uhrda war doch was...
Dass derr Anstieg der Staatsschulden vor allem durch die Zocker in den
Banktürmen massiv beschleunigt wirde, ist unbestritten. Wir sollten
also nicht von "Staatsschuldenkrise" sprechen. Japan und die
USA sind trotz ihrer sehr viel ungünstigeren Finanzlage nicht im
Focus der Diskussion.
Fakt ist, dass viele Staaten nicht zu viel ausgeben, sondern zu wenig
einnehmen. In Deutschland wie auch in anderen Ländern ist der
Anteil der staatlichen Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt in den
vergangenen zehn bis 15 Jahren sogar gesunken. Was aber noch
stärker gesunken ist, sind die Steuereinnahmen – vor allem
aus der Wirtschaft. Deutschland hat beispielsweise durch mehrere
„Steuerreformen“ erhebliche Haushaltsmittel aus der Hand
gegeben. Allein durch die Unternehmenssteuerreform aus dem Jahr 2000
gehen dem Staat von der Wirtschaft über 20 Milliarden Euro Steuern
verloren – pro Jahr. Selbst die OECD kritisiert Deutschland wegen
der schwächelnden Einnahmeseite der öffentlichen Haushalte.
und solange die Regierungen in Summe Jahr für Jahr mehr und mehr neue Schulden drauf packen gibt es keine Chance ihn da rauszubekommen, da über Zins und Zinseszins die Schulden die wir heute machen Morgen und übermorgen auch Geld kosten, das uns dann fehlt. Also raus gehts nur über Neuverschuldung umgehend auf 0 überall und ohne Kopromiss. Nur das geht auch nicht, da die Staatsquote, also der Anteil des Staates an der Wirtschaft bereits ca. 50 % ausmacht. Da kann man leicht ausrechnen, daß geringste Konsolodierungen gleich große Wirtschaftskrisen auslösen, die über sinkende Steuereinnahmen die fiskalpolitische Situation verschlimmern. Bleibt die Inflationierung, die jetzt versucht wird. Nur das wird auch nicht gehen, da die damit einhergehende Teuerung ebenfalls die Staatsausgaben nach oben treibt. Am Ende wird der Euro untergehen und damit hoffentlich die Einsicht wachsen, daß ein alles regulierender Wohlfahrsstaat keine tragfähige Lösung ist.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.05.2012 17:04 Uhr@Hr. Beck
Ich denke der Staat verteilt schon viel zu viel um. Das noch durch zusätzliche Steuern zu mehren bringt auch ncihts, denn wenn sie die Steuern erhöhen, steht den Menschen das Geld nicht mehr für Konsum und Investitionen zur Verfügung, was wieder mindernd auf die Steuereinnahmen wirkt. Es läßt sich mathematisch berechnen, daß wenn sei ein gewisses Maß an staatlicher Umverteilung erreicht haben Steuererhöhungen nicht mehr die vorausgesagten Mehreinnahmen bringen können. Wir reden in Europa von einer Statsquote von ungefähr 50 %. (Die staatl. Sozialversicheerung müßen Sie da mit einrechnen). Der Staat sollte sich auf die Grundaufgaben zurückziehen wie Rechtssicherheit, Sicherheit- und Verteidigung, Grundsicherung und Bildung. Er sollte aber die Finger davon lassen die Bepflanzung von priv. Gärten zu regulieren, Arbeitsvermittlung zu betreiben u.s.w Was treibt eigentlich das ehemalige Postminiserium umbenannt in Netzagentur? Was ist mit den Bürokratiewucherungen?
..ist die Einnahmenseite tabu?
Meinen Sie, wir leben einem einem "alles regulierenden Wohlfahrtsstaat"? Ist es nicht vielmehr so, dass man mal definieren sollte, was man als wünschenswert betrachtet? Ein funktionierendes Justizsystem? Sozialer Friede? Eine "menschliche" Gesellschaft? Bildung für alle? Kulturelle Vielfalt? Möchten wir, dass sich Städte auch nachts noch eine Straßenbeleuchtung leisten können oder ein Schwimmbad? Stellen Sie einmal eine Liste zusammen und dann unterhalten wir uns darüber, was all das kostet. Ja wir können das nicht alles über Schulden finanzieren. Aber könnte es nicht sein, dass wir auch einmal die Einnahmeneseite betrachten sollten? Fakt ist, dass viele Staaten nicht zu viel ausgeben, sondern zu wenig einnehmen. In Deutschland wie auch in anderen Ländern ist der Anteil der staatlichen Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt – in den vergangenen zehn bis 15 Jahren sogar gesunken. Deutschland hat durch mehrere „Steuerreformen“ erhebliche Haushaltsmittel aus der Hand gegeben. Oder nicht?
Der Satz "Achillesverse des Kapitalismus" ist ursprünglich von Lenin und bezog sich auf die Schwachstelle "Weltwährungssystem." Aber die Verschuldung, die Tobin meint ist natürlich ebenfalls eine Schwachstelle. Andererseits entsteht Geld erst über Verschuldung, genauer über Gläubiger/Schuldner-Beziehungen. Über das Vertrauen der Gläubiger darauf, dass der Schuldner seine Schulden plus Zinsen auch zurückzahlt. Und dieses Vertrauen (im Sinne von Keynes) ist im Falle Griechenlands empfindlich verloren gegangen. Denn Griechenland ist faktisch pleite. Nun bewirken die von Merkel und Co. eingeleiteten Maßnahmen eine drastische innere Abwertung in Griechenland (Kürzung von Löhnen, Renten, Kürzung der Staatsausgaben). Denn eine äußere Abwertung der eigenen Währung, die notwendig wäre, ist nicht möglich. "Was tun, sprach Zeus..."
Zur Finanzierung braucht Euroland den Markt ???
Das wundert mich immer wieder. Wieso leiht die EZB den Banken das Geld fast zum Nulltarif und die Banken verleihen dieses Geld dann mit 5-6% Zinsen an die Länder. Was ist das für ein komischer Markt? Die Rolle der Banken würde ich in diesem Falle auch übernehmen. Wer also eine Mio zuviel hat kann sich gerne an mich wenden / sie mir geben. Ich leihe sie ihm dann für 6% zurück. Mit Markt hat das nicht viel zu tun, eher mit unverständlicher, hochgradiger Banken Subventionierung.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.05.2012 15:11 Uhrwie bitte?
Muss ich das so verstehen, dass diese staatlich garantierte
Subventionierung der Bankengewinne ein marktwirtschaftliches
Grundprinzip ist und dass beim Wegfall dieser Prämisse sich gleich
die Frage der Systemüberwindung stellt?
(Delegitimiert sich denn das System nicht durch solche Systemwidrigkeit
ohnehin schon selbst?)
Absahner Modell
zu deutsch, die Bürger zahlen (Staatsverschuldung) die Zinsen der Banken über die Steuern, damit auf dem Finanzmarkt für die, die Kredite in Anspruch nehmen, die Zinsen nicht zu hoch ausfallen. Für mich ist das Ganze immer noch ein Absahner Modell auf dem Rücken der Bürger. Ich finde es auch schade, dass der Begriff des Marktwirtschaftlers der für die Realwirtschaft wunderbar funktioniert für den Finanz......(was auch immer nur nicht Markt), so missbraucht wird.
Vermeidung von Fehlallokation
Angebot und Nachfrage wird über die Finanzmärkte ausgeglichen. Dabei ist der Zinsfuss als Preis für das Kapital der Allokator. Die Alternative ist die Vergabe von Geld ausschließlich nach politischen Kriterien. Das würde bedeuten, dass sich zwei Finanzmärkttypen etablieren. 1. den für die Erwerbswirtschaft und 2. den für die Staatswirtschaft. Fällen die Staaten für die Privatbanken als Kunden aber aus, dann sind die Ausfälle durch höhere Zinsen im erwerbswirtschaftlichen Sektor auszugleichen. Das kann aber auch kein Marktwirtschaftlicher wollen - aber Systemüberwinder!
Und hat auch Deutschland mit dem Euro nicht was gewonnen?
Es ist sehr leicht die Schuldenländer so zu benennen, aber man darf nicht vergessen dass sie an das EU Wirtschaftsdurschnittsniveau anstreben. Das konnten sie nur mit staatlichen Programmen, staatliche und private Verschuldung. Ich könnte diese Analyse zusprechen, würde sie nicht komplett vergessen, wie immer in Deutschland, dass auch Deutschland mit der der Verschuldung von anderen Euro-Länder viel Geld gewonnen hat: würden den soviele Mercedes, BMWs, Audis, VWs, Opels (unter anderen) ohne Währungsrisiko verkauft werden? Wie wäre der deutsche Wohlstand heute, wenn nicht? In Portugal hat sich der Neuwagenverkauf auf 50% gegenüber vorigen Jahr gesunken. Haben sich schon die Deutschen mal gedacht was passiert wenn sie 50% prozent der Neuwagenproduktion senken müssten? Ich kann ganz gut damit leben wenn ich nur jede 8-10 Jahre das Auto wechsle... Im Moment fahre auch eine französische Marke...
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.05.2012 18:05 Uhrja Herr Carvalho - viele Schulden
wenn das nichts positisves ist.
Irgendwie haben Sie da was missverstanden
Mir ist neu, dass man Geschäfte machen kann, wenn man die Kosten für das Produkt, dass man verkauft, selbst auch gleich bezahlt. Meines Wissens war der letzte, der das schaffte ein gewisser Münchhausen. Er zog sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf. Inwieweit als D davon profitiert, wenn es für den Kauf seiner Produkte das dafür erforderliche Geld den anderen gleich mitliefert, entzieht sich meinem Verständnis.
Wenn Geld aus Krediten in die Hand genommen wird, um Gebrauchs- und
Verbrauchsgüter aus Deutschland zu kaufen, dann geht das nur
solange gut, wie Kredite von den Finanzmärkten vergeben werden.
Kommen die Bänker und Anleger aber zu der Überzeugung, dass
Länder / Regionen nicht auf die Beine kommen, dann bleiben die
Kredite aus und dann auch die Importe. Soweit kann man den Aspekt der
"Kommunizierenden Röhren" noch einsehen, wie er gestern
bei Maybrit Illner von Gustav Horn erläutert wurde.
Nicht einsehbar ist allerdings die Idee von Horn, dass man nur Geld
irgendwo hinlenken müsse, dann würde die EU-Welt bald wieder
in Ordnung sein. So ist es eben nicht. Hier zu bedarf es des Aufbaus und
der Modernisierung der Branchenstruktur in Griechenland, Spanien und
Portugal, aber auch in Frankreich, um wieder aus eigener Kraft die
Wertschöpfung zu betreiben. Dazu benötigt man gute Unternehmer
und preiswerte und gute Arbeitskräfte. Geld allein? Nein.
Alte Zöpfe und Katzenschwänze abschneiden
Man kann es drehen und wenden wie man will, irgendwie werden sich die Katzen auch weiterhin in den Schwanz beissen, wenn immer alles nur auf Wachstum sowie Sparsamkeit ausgerichtet bleibt. Also sollte man doch wohl eher die alten Zöpfe abschneiden, denen zufolge Mehrarbeit dazu führt, eine Krise zu überwinden. Es mag ja sein, dass Deutschland seiner Strukturreformen wegen jetzt so gut dasteht. Doch gesamteuropäisch betrachtet hat dies eher zu Verlusten an Lebensqualität geführt. Wenn nämlich "Workoholics" die weniger Fleissigen immer mehr in die Bredouille bringen und sich niemand mehr findet, der noch den Zusammenhang erklären kann, dann ist Uneinigkeit vorprogrammiert und dann kann es auch keine Arbeitsteilung mehr geben. Die Geschichte hatte die Deutschen gelehrt, dass sich das Streben nach Dominanz nicht auszahlt. Die Herausforderung der Wiedervereinigung hat jetzt nebenbei aber wieder einmal zu einer Überforderung der europäischen Nachbarn geführt.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.05.2012 12:32 Uhrkomisch Konstantin, die Schweizer arbeiten noch mehr als die Deutschen
aber die Schweizer wurden nicht durch den Fleiss der Deutschen in die
Bredoullie gebracht, sondern von den schuldenfreudigen
Südeuropäer, die am EUR-Verfall schuld sind.
Die Wirklichkeit sieht leider genau andersrum aus, als von ihnen gewünscht.
Mehrarbeit bringt es nicht.
Nur in den Hände zu spucken reicht in Strukturkrisen nicht aus. Die Standorte müssen weltmarktfähige bzw. euromarktfähige Produkte anbieten, dann geht es bergbauf. Übrigens: Mehrarbeit führt nur dann zu höheren Umsätzen, wenn die Güter auch abgesetzt werden können. Man denke an Opel: Die haben gute Autos, aber eine miese Nachfrage. Was hätte da die Forderung nach Mehrarbeit für einen Sinn?
ist doch toll, ich gebe Kindergeld in Unsummen aus und die Kinder sind die Konsumenten, ohne dass die eltern dafür was getan haben. so ein System in der form und in den Unsummen gibt es erst seit 1992 und noch schlimmer wurde alles nach der euro- Einführung. Deutschland sollte sparen, also, hartz Iv und Geld für Kinder und für Erwachsene Arbeitlsoe, und auch da sollte schon gespart werden und die zeiten nicht mehr so wie früher reingerechnet werden und weiter vom Staat eingezahlt werden. und was machen sie, sie verteilen Geldgeschenke damit Ihre Kinder in Unsummen konsumieren können. Und davon werden dann auich noch die Häuser abbezahlt, alle wissen es und die Leute gucken zu. Kinderwunsch Deutschalnd, aber nicht mal angemessene Renten für alle die vorher teilweise sogar unter Zwang und mit chronischen Schmerzen weiter gearbeitet haben, Deutschland ist weder zu beneiden noch Wohlstand sondern DDR und Kommunismus. Wer aus diese Ideen gekommen ist das einzuführen? Schröder!!
Bravo, Herr Steltzner! Und zu den Kommentaren: Parteipolitiker können Fehlentwicklungen erst anprangern, wenn die Erkenntnis reif für die Mehrheit ist. Sonst wird es schnell eine Art Suizid. Schulden für überschießenden Konsum und für "Investitionen", die sich niemals rechnen werden, waren und sind daher programmiert. Solange verlogene Komplimente den Politopportunisten entscheidende Vorteile bringen, hat die Wahrheit keine Chance. Und doch gewinnt am Ende immer die Realität. Haut den Berufslügnern die Wahrheit immer wieder um die Ohren! Mehr Offenheit und Transparenz! Klarmachen zum Ändern!
Gute Analyse – im Großen und Ganzen!
Das „Geschenk der Währungsunion“, nämlich tiefe
Zinsen, bekamen, anders als Steltzner glauben machen will, in
Wirklichkeit alle Euro-Länder, auch Deutschland. Und es wurde von
den deutschen Politikern sofort ausgenutzt: Sie verdoppelten zwischen
1995 und 2011 die Staatsverschuldung ohne daß die Zinsbelastung
dadurch anstieg. Zugegeben: im Vergleich zu den Exzessen der PFIIGS
mutet dieses Verhalten geradezu hochseriös an. Trotzdem
unterstreicht es die durchgängige Haltung der Politiker aller
Euro-Länder, mehr auszugeben als man einnimmt. Wer glaubt, die
Quittung für dieses Verhalten werde ausbleiben, kann gleich mit den
Bürgern von Schilda darangehen, das Licht in Kartoffelsäcken
und Waschkörben ins Rathaus zu tragen.
Der Kontrapunkt macht auch in Debatten die Musik
Und obwohl der harte Tadel gegenüber den PFIIGS fraglos berechtigt ist, fehlt mir hier der selbstkritische Blick in den Spiegel. Anders als Herr Menzel sehe ich keine deutsche Austeritätspolitik, die man in Kontrast zur Schlaraffenland-Mentalität anderer setzen könnte. Die deutsche Staatsverschuldung ist bereits jetzt exorbitant hoch, und die Verbindlichkeiten der öffentlichen Hand werden in absehbarer Zukunft auch ohne die Bailout-Belastungen zugunsten von Banken und notleidenden Euro-Bruderländern untragbar werden. Fazit: auch deutsche Politiker brauchen dringend Geldentwertung, genauso dringend brauchen sie aber auch ein Alibi. Das wird ihnen gerade von den PFIIGS geliefert, leider nicht frei Haus. Der Rest ist Sache der Medien.
Steltzner will garnichts "glauben machen".
Ihr Einwand geht ins Leere. Natürlich haben alle Länder und
natürlich auch Deutschland die niedrigen Zinsen
"bekommen". Nur ist es so, daß wie in dem Artikel
erwähnt, "Einige(!) europäische Länder die
Währungsunion als Paradies für Wohlstand ohne Anstrengung
missverstanden haben".
Deutschland hat sich eben nicht in ein Schlaraffenland gewandelt. Im
Gegenteil, je reicher der Fiskus und die mit ihm verschworenen Banken
wurden, desto schlechter ging es den Bundesbürgern und unter
rot-grün Schröder kam der verheerende Sozialleistungs-Abbau
mit den Gulag verdächtigen Hartz-"Reformen".
Deutschland war also bei der Einführung des Euro trotz der
Vereinigungslasten reich und die Menschen konnten gut leben, aber sie
wurden von den aufeinander folgenden Regierungen immer tiefer in
künstliche Armut getrieben. Die Sozialisten haben in Kumpanei mit
den Banken den Begriff Austerität schon am Volk ausgelebt, als ihn
noch kein Mensch außerhalb von Wirtschaftswissenschaft kannte.
Was Erhard schreibt nicht nur zur "Ordnungspoltik" im allgemeinen, sondern zur Fiskalpolitik,
sprich zum EURO-Schuldenmachen zwecks Wachstum. Herr Steltzner, Sie werden zwar für's Schreiben bezahlt; aber wer lesen kann ist ganz klar im Vorteil. Denn hinter der FAZ steckt immer ein kluger Kopf. Erhards Maxime war: "Die soziale Marktwirtschaft ist ohne eine konsequente Politik der Preisstabilität nicht denkbar." Unter der Überschrift "Preisstabilität oberstes Gebot." Die Inflation kommt nicht über uns als ein Fluch oder als ein tragisches Geschick; sie wird immer durch eine leichtfertige oder sogar v_e_r_b_r_e_c_h_e_r_i_s_c_h_e__ P_o_l_i_t_i_k__ h_e_r_v_o_r_g_e_r_u_f_e_n." (Hervorhebung im Original) Noch Fragen? Anstatt wie die Bundesregierung und die EZB die Notenpresse anzuwerfen, damit wir "Wachstum" sprich Hyperinflation bekommen, hat Ludwig Erhard in so einer Situation die die Inflation "neutralisierende Wirkung der G_e_l_d_s_t_i_l_l_e_g_u_n_g durch die Kassenüberschüsse der öffentlichen Hand" praktiziert. das ist das genaue Gegenteil der EZB-Geldruckerei.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.05.2012 12:35 UhrDa haben sie Recht Herr Schwabe - nur kann ich bei H. Steltzner gar nicht lesen, was sie ihm vorwerf
en.
Er verurteilt die Politik der EZB. Oder wo haben sie eine
Unterstüztung gelesen?
Weg mit dem €, zurück zu den nationalen Währungen
Jedem sollte doch mittlerweile bewusst sein, solange die einzelnen
Volkswirtschaften der €uroländer nicht zu einer großen
einheitlichen Volkswirtschaft verschmolzen sind, kann eine gemeinsame
Währung wie der € nicht funktionieren. Dazu gehören z.B.
einheitliches Steuer-, Renten-, Sozialversicherungs-,
Wirtschaftsföderungsystem u.s.w..
Früher hatte die einzelnen Länder ihre nationalen
Währungen. Über das Instrument des Auf- und Abwertens der
jeweiligen Währung, konnten die einzelnen Volkswirtschaften sich
aneinander angleichen (Wechselkurse, Heute noch z.B. EUR<>YEN,
EUR<>Franken). Mit Einführung des € in den
entsprechenden Ländern, ist diese Instrument weg gefallen.
Wenn man vor ca. 2 Jahren gesagt hat, das es besser für Griechland
ist, aus der Währungsunion auszutreten, wurde man mit Hemme und
Spot verachtet, heute sagen es EZB Banker.
Herr Steltzner hat voll ins schwarze getroffen. Danke!
hoffen wir, dass ihn die Merkel liest und versteht. Dass der Hollande
dies genau weiss, ist uns allen auch klar. Nur will er seinen
Wählern jetzt natürlich nicht sagen: alles was ich vor der
Wahl äusserte war gelogen.
Und der Siggi-Pop? Na ja, bei dem ist wohl keine Hoffnung mehr auf
Besserung zu erwarten.
War das nicht der Gedanke des EURO?
Wurde uns nicht versichert, dass die Staaten ihre Finanzen ordentlich regeln?
Und viele haben es sogar noch geglaubt.
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
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| Bund Future | -- | -- | |
Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?