Home
http://www.faz.net/-gqe-76sj9
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Amerika und EU Freihandelsvorstoß trifft auf Zustimmung

 ·  Direkt nach der Ankündigung der Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und der EU über ein Freihandelsabkommen hat der Streit über die Details begonnen. Die amerikanische Handelskammer will Agrarthemen ausklammern.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (27)
1 2  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Closed via SSO

"... Grundsätzlich findet das angestrebte Abkommen große Zustimmung ...

... der Wirtschaftsverbände beider Seiten des Atlantiks"

Bei diesem "Bündnis" wollen sich 2 Rettungsboote, ein großes mit vielen Leuten und einem großen Loch - und ein kleineres mit weniger Leuten und einem kleineren Loch, gegenseitig "stützen" ... .
Ob das gut geht ?
Und, was wird wohl passieren, wenn die aus dem großen Boot sich das kleinere greifen ... ... ??!

Empfehlen
Edda Wiegand

Bedingungen

Bevor Bedingungen gehandelt werden können tönt Herr Barroso über "das größte bilaterale Handelsabkommen das je geschlossen wurde".
Kann vielleicht jemand der Kommission mal einen Maulkorb verpassen?

Empfehlen
Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 14.02.2013 14:16 Uhr

Herr White, aus den 27 werden im Sommer, mit den Kroaten, schon einmal 28 .... die USA haetten

aus geopolitischen Gruenden ja auch gerne dieTuerken, Albaner, Ukrainer undundund dabei; die USA treten schmal in einen Vertrag ein ... und breiten sich dann aus; ob der Export-Weltmeister BRD GmbH mit all den Schwachstaaten als Transferempfaenger bestehen kann ... dass kann den US-Boys in Eurem BRD-Aufsichtsrat ziemlich egal sein - die ziehen erst einmal die Produktion der derzeitigen Exporteure, Automobilproduktion in primis,auf den eigenen kontinent - mit Mexiko als verlaengerter Werkbank - und Ihr ....

Empfehlen
Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 14.02.2013 14:09 Uhr

na klar, Herr Ruescher, ich versuche es: Der deutsche Michel ist/ war eine beruehmte Karikaturgestal

im Deutschen Bund, Kaiserreich, Weimarer Republik; der traegt immer eine Schlafmuetze, manchmal ein Nachthemd, oft einen Nachttopf oder eine Kerze in der Hand ... das ist das Sinnbild des ein wenig duemmlichen - und daher folgsamen - Untertanen; der Steuermichel ist fuer mich der Untertan gewordene Steuerbuerger ... der haeufig murrt und klagt aber am Ende immer folgsam zahlt; woher der Begriff kommt und wer ein eventuelles copyright besitzt, dass weiss ich nicht, aber treffender kann man die aktuelle Situation der Deutschlaender wohl nicht beschreiben.

Empfehlen
Karsten Schramm

Die Freihandelszone umschließt auch Kanada und Mexiko

In Nordamerika gibt es bereits eine Freihandelszone namens NAFTA (North American Free Trade Agreement), welches die USA, Kanada und Mexiko umfasst. Wenn jetzt die USA mit der EU ein Freihandelsabkommen schließt, schließt das automatisch die anderen beiden Länder ein.

Denn wenn sie ausgeschlossen würden, würden deren Waren einfach frei in die USA und dann frei nach Europa exportiert. Das gleiche gälte dann für die TPP und in die andere Richtung für Indien und Japan (siehe Artikel)

Empfehlen
Klaus Letis

Wenn die USA die CO2-Einsparungen nachholen und ihre Kernkraftwerke abschalten und

die Gewerkschaften in den Aufsichtsräten einen Anteil der Posten zuschanzen und einen 200 Eur teuren Staatsfunk installieren und die Bauernhöfe auf Bio umstellen und eine Frauenquote einführen und ..

Empfehlen
Manfred Nerlinger
Manfred Nerlinger (Kah7) - 14.02.2013 02:45 Uhr

Ein Freihandelsabkommen mit den USA

ist grossartig! Deutschland wird davon profitieren und der Rest der EU wird mit amerikanischen Produkten überschwemmt werden. Viele deutsche Produkte haben zumindest noch einen kleinen technologischen und qualitativen Vorteil gegenüber amerikanische aber was hat der Rest der EU? Nicht viel und das wird mit dem Freihandelsabkommen noch weniger werden.
Wer hat die Irren in Brüssel aus der Anstalt gelassen?

Empfehlen
Jacob White

Teile und Herrsche?

Ich hoffe auf eine faire freie Handelszone, in der jeglicher legaler Handel auch frei ist. Doch da hier die Europäer die größten NUtznießer sind, werden die Amerikaner schon wissen wie man 27 ungleiche oft in sich selbst zerstrittene Partner (oder wie viele sind wir jetzt in der EU? Eben.) gegeneinander aufspielt, um für sich selber den größten Nutzen herauszuholen.

Ich bin gespannt und hoffe auf fairen Freihandel. Da ich aber nicht glaube, dass das jemals fair sein wird, bin ich einfach skeptisch. Ich bin somit dagegen, aber ich werde ja nicht gefragt - wie bei der EU entscheiden da immer die Herren oder Damen da oben.

Empfehlen
Patrick Verhoeven

Freihandelsabkommen finde Ich prima aber kein Verlust von Souveränität !

Freihandelsabkommen finde Ich prima aber kein Verlust von Souveränität !

Wenn wir in Europa der Meinung sind dass der angelsaksische wild-west Kapitalismus uns in Gefahr bringt (zum Beispeil wie bei den Banken) dan muss Europa zu jeder Zeit in de Lage sein seine Bürger maximal dagegen zu schützen ! Dazu gehören auch protekzionistische Massnahmen !

Empfehlen
Martin Schwutke

Mal eine Frage:

hieße das, dass ich in den USA Waren bestellen kann, die ich hier nicht mehr (wie zur Zeit) verzollen lassen muss?

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.02.2013 10:29 Uhr
Karsten Schramm

Theoretisch ja

Aber das teure ist bei Importen meistens nicht der Zoll (z.B. 3,5% bei DVDs), sondern die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt), die mit 19% der MwSt entspricht - und die bleibt.

Empfehlen
Horst Ziegler

Das wird nicht kommen.

Der Knackpunkt ist die EU-Landwirtschaft.

Politiker beider Parteien im Kongress machten deutlich, dass sie an ein solches Abkommen Bedingungen knüpfen, wie etwa einen erleichterten Zugang für Agrarexporte nach Europa und einen stärkeren Schutz von geistigen Eigentumsrechten in der EU.

Beide Bedingungen sind so nicht zu erfüllen.

Die EU-Landwirtschaft ist kleinteilig angelegt und verlöre allein in Deutschland 200 bis 300 Tsd Existenzen. Was das geistige Eigentum anbelangt, gehen die USA ziemlich hemdsärmelig mit diesem Thema um.

Der BGA setzt mehr auf weltweiten freien Handel und könnte stark durch das Freihandelsabkommen gegängelt werden.

Wenn Obama mehr als 1 Mio Jobs in der Industrie zusätzlich schaffen will, dann will er der EU entsprechende Arbeitsplätze wegnehmen.

Keiner dürfte so naiv sein zu glauben, das Wachstum würde die Nachteile für uns mehr als kompensieren. So ist eine Menge Taktik im Spiel, wenn die Deutsche Industrie den Vorstoß von Obama begrüßt.

Empfehlen
Thomas Müller
Thomas Müller (tholer) - 13.02.2013 22:12 Uhr

Zusammenarbeit beim Schutz geistiger Eigentumsrechte

Gott steh' uns bei. Wer sieht, mit welchen absurden Patenten sich in den USA die Unternehmen gegenseitig lahmlegen, kann nur mit Grausen daran denken, wenn diese, juristisch bis an die Zähne bewaffneten Patentjäger in das bis dato von diesem Schwachsinn relativ unberührte Europa einfallen.

Was immer wir dabei glauben gewinnen zu können, es kann es nicht wert sein.

Empfehlen
Lee Brilleaux
Lee Brilleaux (Nomodo) - 13.02.2013 22:10 Uhr

Ich freue mich

Heissa, wie ich mich schon freue. Noch mehr Dumpinglöhne, noch mehr Privatisierungsmurks, noch weniger Bürgerrechte und vor allem auf den Rettungschirm für die USA, da freue ich mich schon besonders drauf

Empfehlen
Christoph Kuehnen

Man spricht

in dieser Situation sehr gerne über große Firmen, die auf der anderen Seite des Atlantiks schneller eine Fabrik usw. bauen können. Man vergisst sehr schnell die kleineren Betriebe mit 50-100 Mitarbeitern, die von den neuen Regelungen eher weniger profitieren. Z.B kauft sich Barclays plc. diese Firmen momentan auf (letztens noch mit einem Metallarbeiter aus Sueddeutschland geredet). Das ist eben einer dieser Nebeneffekte, wenn man "Investitionen" erleichtert. Übrigens sind die USA schon der größte Empfänger von Direktinvestitionen. Ich sehe für Deutschland ehrlich gesagt keinen Bedarf für so ein Abkommen.

Empfehlen
Closed via SSO

In zwei Jahren ???

Ich meine, nur Narren können das glauben - Politiker-Gerede eben.
Müssten doch die wohl zehntausende der EU-Marktordnungen "abgeglichen" werden. Oder glauben die EU-Bürokraten womöglich, die USA würden sie einfach übernehmen und umsetzen?
Ein ganz schwieriges Problem sehe ich darin, dass das in der gesamten EU (und beinahe in der ganzen Welt) geltende (metrische) Internationale System der Maßeinheiten (SI) in den USA bis heute kaum verwendet wird - von Ausnahmen abgesehen. Das heißt, die US-Unternehmen müssten ihre gesamte Produktion auf SI-Einheiten umstellen - vor allem die Packungsgrößen usw.
Vielleicht kann man innerhalb von zwei Jahren einen Rahmenvertrag schließen - dessen Umsetzung aber wird Jahrzehnte dauern.
Zu befürchten allerdings ist, dass die Europäer einen wesentlichen Teil ihrer in Jahrhunderten gewonnenen Errungenschaften "auf sanften Druck" aufgeben werden - die Briten werden gern dabei mit wirken ...

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.02.2013 10:15 Uhr
Michael Kratel

Hallo Herr Fischer..

.... sie haben das ganz richtig erkannt: Es müssen nur "zehntausende der EU-Marktordnungen" abgeglichen werden. Stellen sie sich mal vor, man müsste die "Marktordnungen von 27 Staaten abgleichen. Da muss gar nicht lange rechnen, um die Vorteile zu sehen, oder?

Empfehlen
wolf haupricht

Wollte man nicht schon früher von deutscher.....

Seite und EU ein solches Abkommen? Woher der Sinneswandel bei den US-Boys? Daher Vorsicht, die Amis machen nichts zum Nulltarif. Am Ende sind sie die großen Gewinner, wenn diese die Ausnahmen bestimmen.

Empfehlen
Ulrich Dissars
Ulrich Dissars (Dissars) - 13.02.2013 20:01 Uhr

Gleich kommt die Katze aus dem Sack

"...große Zustimmung der Wirtschaftsverbände beider Seiten des Atlantiks. „Präsident Obama gibt damit zugleich eine Einladung für Investitionen in Amerika und ein starkes Bekenntnis zur Reindustrialisierung“, sagte Ulrich Grillo, der Präsident des BDI....."
Gewinne, Gewinne......

Den Agrarbereich wollen die Amerikaner ausklammern, was auch sinnvoll bei den unglaublich hohen Subventionen der EU und der maßlosen Marktmacht eines Unternehmens in der Gentechnik in USA sinnvoll ist.
Allein die sehr unterschiedliche Rechtsordnung lässt keine gemeinsame Zone zu - Streit wäre vorprogrammiert, es sei, wir lassen uns auf den sehr, sehr niedrigen sozialen Standard und einer privatisierten, schlechten Infrastruktur der USA ein - aber dieses wollen ja die neoliberalen Kreise in Berlin und London.

Empfehlen
Paul Hansen

Freihandel ist immer eine gute Idee - nur Dumping ueber Regellosigkeit vielleicht nicht so sehr...

Nachtigall?

Wenn das Agrarthema ausgeklammert wird, bleibt nicht mehr viel..... Und was ich befuerchte, wenn die es zur gegenseitigen Anerkennung von Standards kommt, dass dann das beruehmte "Rennen ins Niveaulose" stattfinden wird. Die EU hat in vielem die hoechsten Standards, und von denen sind viele noch schwach.

Wollen wir wirklich "wild west" Regeleungsfreiheit? Es wird also sehr von den Details abhaengen, ob dieses Freihandelsabkommen eine gute Idee ist.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.02.2013 10:13 Uhr
Michael Kratel

Hallo Herr Hansen...

... jetzt wird's absurd. Einerseits werfen sie der EU vor, alles reglementieren zu wollen, aber andererseits sind ihnen "viele Standards (...) noch zu schwach? Sorry, aber irgendwie widerspricht sich das.

Empfehlen
Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 13.02.2013 19:50 Uhr

also Herr Schmid, ich will Ihre Euphorie nicht daempfen ... aber der Steuermichel wird sich nach

alternativlosen Steuererhoehungen und Vermoegensbereinigungen nur noch den VW Golf leisten koennen ... der dann allerdings aus El Paso kommen wird; no Problem, der UP kommt ja schon heute aus der Slowakei und der Polo aus Spanien ... und den Rest der Flotte wird es nur noch bei VW of America und VW China geben.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.02.2013 08:05 Uhr
G. Rüscher
G. Rüscher (jerry67) - 14.02.2013 08:05 Uhr

Werter Herr Krause ...

... könnten Sie vielleicht einmal den Begriff "Steuermichel" präzisieren?
Sie benutzen ihn doch so gerne.

Empfehlen
Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 13.02.2013 19:31 Uhr

der Vorschlag trifft auf Zustimmung, weil er von seiner Heiligkeit Obama kommt - bei einem Vorschlag

von Bush haette das anders ausgesehen ... und da liegt der Kern des Problems. Da wird also der Import-Weltmeister USA, die Super-Hegemonial-Macht, verhandeln ... deren groesstes Problem die Handelsbilanzdefizite sind, mit der daraus folgenden Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung etc. Der Verhandlungspartner ist das gemeinsame Politbuero der 28 politischen Zwerge aus Europa; einer der politisch kleinsten Zwerge ist gleichzeitig auch Export-Weltmeister ... und da soll es noch Menschen in D geben, die von den Verhandlungen etwas Positives fuer D erwarten ?? Am gleichen Tag veroeffentlicht die EU ihre "made in"-Idee, die vorrangig dazu dient das Made-in-Germany auszuhoehlen, weil es an mehr als 50 % erbrachter Leistungsanteile im Inland festmacht; der Audi Q 7 wird damit made in Tschechien ... etc. USA und Rest-Europa wollen Euer Bestes - und das sind keine Transferzahlungen, sondern das sind Eure industriellen Arbeitsplaetze. Merkel oder Steini ... das macht keinen Unterschied mehr.

Empfehlen

13.02.2013, 18:18 Uhr

Weitersagen
 

Jetzt müssen alle ran

Von Georg Giersberg

Wenn Deutschland seinen Wohlstand halten will, muss es alle Reserven mobilisieren: Schüler, Auszubildende, Studenten, Rentner - jeder ist gefragt. Mehr 33 13


Die Börse
Name Kurs Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Schokolade Osterhase schlägt Weihnachtsmann

Der Appetit auf Schoko-Osterhasen ist in diesem Jahr besonders groß. In Deutschland werden sogar mehr von ihnen produziert als süße Weihnachtsmänner. Mehr 1 2