13.02.2013 · Direkt nach der Ankündigung der Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und der EU über ein Freihandelsabkommen hat der Streit über die Details begonnen. Die amerikanische Handelskammer will Agrarthemen ausklammern.
Von Hendrik Kafsack, Philipp Krohn, Patrick WelterRichtlinien für Lesermeinungen
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"... Grundsätzlich findet das angestrebte Abkommen große Zustimmung ...
... der Wirtschaftsverbände beider Seiten des Atlantiks"
Bei diesem "Bündnis" wollen sich 2 Rettungsboote, ein
großes mit vielen Leuten und einem großen Loch - und ein
kleineres mit weniger Leuten und einem kleineren Loch, gegenseitig
"stützen" ... .
Ob das gut geht ?
Und, was wird wohl passieren, wenn die aus dem großen Boot sich
das kleinere greifen ... ... ??!
Bevor Bedingungen gehandelt werden können tönt Herr Barroso
über "das größte bilaterale Handelsabkommen das je
geschlossen wurde".
Kann vielleicht jemand der Kommission mal einen Maulkorb verpassen?
Herr White, aus den 27 werden im Sommer, mit den Kroaten, schon einmal 28 .... die USA haetten
aus geopolitischen Gruenden ja auch gerne dieTuerken, Albaner, Ukrainer undundund dabei; die USA treten schmal in einen Vertrag ein ... und breiten sich dann aus; ob der Export-Weltmeister BRD GmbH mit all den Schwachstaaten als Transferempfaenger bestehen kann ... dass kann den US-Boys in Eurem BRD-Aufsichtsrat ziemlich egal sein - die ziehen erst einmal die Produktion der derzeitigen Exporteure, Automobilproduktion in primis,auf den eigenen kontinent - mit Mexiko als verlaengerter Werkbank - und Ihr ....
na klar, Herr Ruescher, ich versuche es: Der deutsche Michel ist/ war eine beruehmte Karikaturgestal
im Deutschen Bund, Kaiserreich, Weimarer Republik; der traegt immer eine Schlafmuetze, manchmal ein Nachthemd, oft einen Nachttopf oder eine Kerze in der Hand ... das ist das Sinnbild des ein wenig duemmlichen - und daher folgsamen - Untertanen; der Steuermichel ist fuer mich der Untertan gewordene Steuerbuerger ... der haeufig murrt und klagt aber am Ende immer folgsam zahlt; woher der Begriff kommt und wer ein eventuelles copyright besitzt, dass weiss ich nicht, aber treffender kann man die aktuelle Situation der Deutschlaender wohl nicht beschreiben.
Die Freihandelszone umschließt auch Kanada und Mexiko
In Nordamerika gibt es bereits eine Freihandelszone namens NAFTA (North
American Free Trade Agreement), welches die USA, Kanada und Mexiko
umfasst. Wenn jetzt die USA mit der EU ein Freihandelsabkommen
schließt, schließt das automatisch die anderen beiden
Länder ein.
Denn wenn sie ausgeschlossen würden, würden deren Waren
einfach frei in die USA und dann frei nach Europa exportiert. Das
gleiche gälte dann für die TPP und in die andere Richtung
für Indien und Japan (siehe Artikel)
Wenn die USA die CO2-Einsparungen nachholen und ihre Kernkraftwerke abschalten und
die Gewerkschaften in den Aufsichtsräten einen Anteil der Posten zuschanzen und einen 200 Eur teuren Staatsfunk installieren und die Bauernhöfe auf Bio umstellen und eine Frauenquote einführen und ..
Ein Freihandelsabkommen mit den USA
ist grossartig! Deutschland wird davon profitieren und der Rest der EU
wird mit amerikanischen Produkten überschwemmt werden. Viele
deutsche Produkte haben zumindest noch einen kleinen technologischen und
qualitativen Vorteil gegenüber amerikanische aber was hat der Rest
der EU? Nicht viel und das wird mit dem Freihandelsabkommen noch weniger
werden.
Wer hat die Irren in Brüssel aus der Anstalt gelassen?
Ich hoffe auf eine faire freie Handelszone, in der jeglicher legaler
Handel auch frei ist. Doch da hier die Europäer die
größten NUtznießer sind, werden die Amerikaner schon
wissen wie man 27 ungleiche oft in sich selbst zerstrittene Partner
(oder wie viele sind wir jetzt in der EU? Eben.) gegeneinander
aufspielt, um für sich selber den größten Nutzen
herauszuholen.
Ich bin gespannt und hoffe auf fairen Freihandel. Da ich aber nicht
glaube, dass das jemals fair sein wird, bin ich einfach skeptisch. Ich
bin somit dagegen, aber ich werde ja nicht gefragt - wie bei der EU
entscheiden da immer die Herren oder Damen da oben.
Freihandelsabkommen finde Ich prima aber kein Verlust von Souveränität !
Freihandelsabkommen finde Ich prima aber kein Verlust von
Souveränität !
Wenn wir in Europa der Meinung sind dass der angelsaksische wild-west
Kapitalismus uns in Gefahr bringt (zum Beispeil wie bei den Banken) dan
muss Europa zu jeder Zeit in de Lage sein seine Bürger maximal
dagegen zu schützen ! Dazu gehören auch protekzionistische
Massnahmen !
hieße das, dass ich in den USA Waren bestellen kann, die ich hier nicht mehr (wie zur Zeit) verzollen lassen muss?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.02.2013 10:29 UhrTheoretisch ja
Aber das teure ist bei Importen meistens nicht der Zoll (z.B. 3,5% bei DVDs), sondern die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt), die mit 19% der MwSt entspricht - und die bleibt.
Der Knackpunkt ist die EU-Landwirtschaft.
Politiker beider Parteien im Kongress machten deutlich, dass sie an ein
solches Abkommen Bedingungen knüpfen, wie etwa einen erleichterten
Zugang für Agrarexporte nach Europa und einen stärkeren Schutz
von geistigen Eigentumsrechten in der EU.
Beide Bedingungen sind so nicht zu erfüllen.
Die EU-Landwirtschaft ist kleinteilig angelegt und verlöre allein
in Deutschland 200 bis 300 Tsd Existenzen. Was das geistige Eigentum
anbelangt, gehen die USA ziemlich hemdsärmelig mit diesem Thema um.
Der BGA setzt mehr auf weltweiten freien Handel und könnte stark
durch das Freihandelsabkommen gegängelt werden.
Wenn Obama mehr als 1 Mio Jobs in der Industrie zusätzlich schaffen
will, dann will er der EU entsprechende Arbeitsplätze wegnehmen.
Keiner dürfte so naiv sein zu glauben, das Wachstum würde die
Nachteile für uns mehr als kompensieren. So ist eine Menge Taktik
im Spiel, wenn die Deutsche Industrie den Vorstoß von Obama begrüßt.
Zusammenarbeit beim Schutz geistiger Eigentumsrechte
Gott steh' uns bei. Wer sieht, mit welchen absurden Patenten sich in den
USA die Unternehmen gegenseitig lahmlegen, kann nur mit Grausen daran
denken, wenn diese, juristisch bis an die Zähne bewaffneten
Patentjäger in das bis dato von diesem Schwachsinn relativ
unberührte Europa einfallen.
Was immer wir dabei glauben gewinnen zu können, es kann es nicht
wert sein.
Heissa, wie ich mich schon freue. Noch mehr Dumpinglöhne, noch mehr Privatisierungsmurks, noch weniger Bürgerrechte und vor allem auf den Rettungschirm für die USA, da freue ich mich schon besonders drauf
in dieser Situation sehr gerne über große Firmen, die auf der anderen Seite des Atlantiks schneller eine Fabrik usw. bauen können. Man vergisst sehr schnell die kleineren Betriebe mit 50-100 Mitarbeitern, die von den neuen Regelungen eher weniger profitieren. Z.B kauft sich Barclays plc. diese Firmen momentan auf (letztens noch mit einem Metallarbeiter aus Sueddeutschland geredet). Das ist eben einer dieser Nebeneffekte, wenn man "Investitionen" erleichtert. Übrigens sind die USA schon der größte Empfänger von Direktinvestitionen. Ich sehe für Deutschland ehrlich gesagt keinen Bedarf für so ein Abkommen.
Ich meine, nur Narren können das glauben - Politiker-Gerede eben.
Müssten doch die wohl zehntausende der EU-Marktordnungen
"abgeglichen" werden. Oder glauben die EU-Bürokraten
womöglich, die USA würden sie einfach übernehmen und umsetzen?
Ein ganz schwieriges Problem sehe ich darin, dass das in der gesamten EU
(und beinahe in der ganzen Welt) geltende (metrische) Internationale
System der Maßeinheiten (SI) in den USA bis heute kaum verwendet
wird - von Ausnahmen abgesehen. Das heißt, die US-Unternehmen
müssten ihre gesamte Produktion auf SI-Einheiten umstellen - vor
allem die Packungsgrößen usw.
Vielleicht kann man innerhalb von zwei Jahren einen Rahmenvertrag
schließen - dessen Umsetzung aber wird Jahrzehnte dauern.
Zu befürchten allerdings ist, dass die Europäer einen
wesentlichen Teil ihrer in Jahrhunderten gewonnenen Errungenschaften
"auf sanften Druck" aufgeben werden - die Briten werden gern
dabei mit wirken ...
Hallo Herr Fischer..
.... sie haben das ganz richtig erkannt: Es müssen nur "zehntausende der EU-Marktordnungen" abgeglichen werden. Stellen sie sich mal vor, man müsste die "Marktordnungen von 27 Staaten abgleichen. Da muss gar nicht lange rechnen, um die Vorteile zu sehen, oder?
Wollte man nicht schon früher von deutscher.....
Seite und EU ein solches Abkommen? Woher der Sinneswandel bei den US-Boys? Daher Vorsicht, die Amis machen nichts zum Nulltarif. Am Ende sind sie die großen Gewinner, wenn diese die Ausnahmen bestimmen.
Gleich kommt die Katze aus dem Sack
"...große Zustimmung der Wirtschaftsverbände beider
Seiten des Atlantiks. „Präsident Obama gibt damit zugleich
eine Einladung für Investitionen in Amerika und ein starkes
Bekenntnis zur Reindustrialisierung“, sagte Ulrich Grillo, der
Präsident des BDI....."
Gewinne, Gewinne......
Den Agrarbereich wollen die Amerikaner ausklammern, was auch sinnvoll
bei den unglaublich hohen Subventionen der EU und der maßlosen
Marktmacht eines Unternehmens in der Gentechnik in USA sinnvoll ist.
Allein die sehr unterschiedliche Rechtsordnung lässt keine
gemeinsame Zone zu - Streit wäre vorprogrammiert, es sei, wir
lassen uns auf den sehr, sehr niedrigen sozialen Standard und einer
privatisierten, schlechten Infrastruktur der USA ein - aber dieses
wollen ja die neoliberalen Kreise in Berlin und London.
Freihandel ist immer eine gute Idee - nur Dumping ueber Regellosigkeit vielleicht nicht so sehr...
Nachtigall?
Wenn das Agrarthema ausgeklammert wird, bleibt nicht mehr viel..... Und
was ich befuerchte, wenn die es zur gegenseitigen Anerkennung von
Standards kommt, dass dann das beruehmte "Rennen ins
Niveaulose" stattfinden wird. Die EU hat in vielem die hoechsten
Standards, und von denen sind viele noch schwach.
Wollen wir wirklich "wild west" Regeleungsfreiheit? Es wird
also sehr von den Details abhaengen, ob dieses Freihandelsabkommen eine
gute Idee ist.
Hallo Herr Hansen...
... jetzt wird's absurd. Einerseits werfen sie der EU vor, alles
reglementieren zu wollen, aber andererseits sind ihnen "viele
Standards (...) noch zu schwach? Sorry, aber irgendwie widerspricht sich das.
also Herr Schmid, ich will Ihre Euphorie nicht daempfen ... aber der Steuermichel wird sich nach
alternativlosen Steuererhoehungen und Vermoegensbereinigungen nur noch den VW Golf leisten koennen ... der dann allerdings aus El Paso kommen wird; no Problem, der UP kommt ja schon heute aus der Slowakei und der Polo aus Spanien ... und den Rest der Flotte wird es nur noch bei VW of America und VW China geben.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.02.2013 08:05 UhrWerter Herr Krause ...
... könnten Sie vielleicht einmal den Begriff
"Steuermichel" präzisieren?
Sie benutzen ihn doch so gerne.
werden es nicht gerne hören: Zusätzlich zu den
US-Verkaufspreisen noch 10% weniger Einfuhrzoll auf Audi, BMW und
Mercedes? Für den potenziellen deutschen SUV-Käufer ein neues
Schlaraffenland....
Gibt es sonst noch etwas, was für den Endverbraucher günstiger
werden könnte?
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
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