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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Amerika Obamas Agenda

 ·  Barack Obama hat in seiner Inaugurationsrede eine radikal sozialdemokratische Politik in Aussicht gestellt. Sein Misstrauen gegen den Markt geht mit einer Umdeutung des Freiheitsbegriffes einher.

Artikel Lesermeinungen (49)

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Rolf Joachim Siegen

Vom feinen Georgetown (Stadtteil in Washington/D.C.) aus

laesst sich bequem ueber die Freiheit der Maerkte in den USA philosophieren. Aber so ist nun mal das Weltbild von faznet.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.01.2013 20:23 Uhr
Helga Zießler

Da sind Sie ja wieder, Herr Siegen - ich hatte Sie schon (fast) vermisst...

Zu Ihrer Kritik am "Weltbild" der FAZ faellt mir nur eine billige Retourkutsche ein: Vom schoenen sonnigen Sueden Kaliforniens aus laesst es sich gut ueber die wunderbaren Vorzuege der Europaeischen Union philosophieren... ;-)

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Thorsten Gerber

Blender!

Was hat uns (der Welt) Obama schon Alles versprochen? Schließung von Guantanamo, Beendigung on Kriegen,... Was hat er geliefert? Genau nichts! So wird es weiter gehen! Was er konkret vorbereitet ist ein Bürgerkrieg gegen das eigene Volk, nach der Staatspleite und dem Fall des Dollar! Wie sonst lässt sich erklären, dass er an die Homeland Security (Heimatschutz!) 1,2 Mrd Schuss Munition allein letztes Jahr bestellte? Gleichzeitig tausende von schusssicheren Strassensperren? Seit dem Patriot Act gibt es die USA als Rechtsstaat nicht mehr und Obama hat ihn nicht aufgehoben, sondern durch weitere Gesetze verschlimmert! Die Rechte der Bürger werden immer mehr beschränkt. Gleichzeitig nimmt die Überwachung immer mehr zu. Warum dieser Kontrollwahn, wenn man die eigenen Bürger nicht als Feind ansieht? Wir bekommen das gleiche übrigends in der EU nur etwas versetzt! Wo soll das hinführen?

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Michael Peters

"Money makes the world go aroud?!"

Obama nicht gerade ein ausgewiesener Kenner ökonomischer Zusammenhänge will es noch einmal wissen. Nachdem seine Versprechungen an das amerikanische Wahlvolk in der ersten Amtszeit nicht annähernd eingelöst worden sind, setzt Obama jetzt zum großen Finale an. Er bringt den Begriff "Freiheit" ins Spiel. Freiheit und Unabhängigkeit gehören in den USA zu den Grundwerten, die es zu verteidigen gilt. Nun ist es mit der amerikanischen Unabhängigkeit als dominierendes Land schon seit längerer ZEIT nicht gut bestellt. Der US$ als Leitwährung hat längst Konkurrenz bekommen. Die amerikanische Wirtschaft ist in einem katastrophalen Zustand, die Staatsschulden zu hoch und neue Verschuldung von willigen ausländischen Geldgebern abhängig. Bei China stehen die USA mit über 2000 Milliarden Dollar in der Kreide. Und die FED flutet die Märkte mit immer mehr frischen Dollars. Denn die USA sind das einzige Land, dass sich über Inflation entschulden kann. Das wissen aber auch die Chinesen.

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Horst Ziegler

Zu oberflächlich:

Die Marktliberale Ideologie wurzelt in dem Glauben, es gäbe freie Märkte. Allein schon die Wechselkurse sind ein Markteintrittshemmnis. Daneben gibt es die Terms of Trade, die vor allem den USA gewaltig zu schaffen machen.

Im Prinzip wird bei dieser Weltsicht der Glaube verbreitet, dass die Menschen nichts "Gutes" tun, wenn sie dafür nicht bezahlt oder bei Unterlassung bestaft werden. Es wird auch angenommen, das Erfolgreiche durch das Versprechen größerer Reichtümer zur Arbeit motiviert werden müssen, während arme Leute nur durch die Angst vor größerer Armut zu motivieren sind. Aber so ist die Welt nicht aufgebaut. Der Kommentar ist zu theoretisch, flößt Angst ein und soll die Menschen davon abhalten, sich ihres Verstandes zu bedienen.

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Alex Widmer
Alex Widmer (SEAP) - 24.01.2013 06:01 Uhr

Bei allem Respekt - Sozialismus pur!

Lieber Herr Theobald, Gabriel & Komplizen - wie Sie das so nett sagen - kommen mit manchen Aussagen dem Sozialismus recht nahe. Angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl kann einem da ganz schön mulmig werden.
Ich stelle mir ein sozialistisch regiertes Frankreich zusammen mit einem sozialistisch regierten Deutschland vor. Europa würde sich ein haarsträubendes Kopf-an-Kopf-Rennen um die höchste Staatsverschuldung mit Obamas USA liefern. Wer, bitte schön, soll dann die (wirtschaftlichen wie auch sozialen) Scherbenhaufen beiderseits des Atlantik wieder aufkehren?

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Michael Thomas

Amerika 'good bye'

Obama hat mit seiner 'community organizer' Mentalitaet die Wahl gewonnen. Nun denkt er dass das Land Ihm ein Mandat zur voelligen Veraenderung Amerkas gegeben hat. Seine Rede zeigt, dass er in Wirklichkeit ein total liberaler Linker ist, der falls erfolgreich das ganze Land in ein paar Jahren umkrempeln wird.
Was in Deutschland nicht erwaehnt wird ist die mangelnde Erfahrung nicht nur von Obama sondern auch von seiner Administration. Der Aufstieg von Obama haette in Deutschland nie standfinden koennen; leider aber in den USA, wo Oberflaechlichkeit und "Show" zum Leben dazugehoeren wie Fussball in Deutschland.
Ich bin vor 20 Jahren nach USA ausgewandert und frage mich nun ob ich mich fuer eine 'reverse immigration' entscheiden soll.

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Helga Zießler

Es muss ein Virus sein -

das Virus eines radikalen Sozialismus, wie Herr Welter es korrekt nennt, das nun von Europa auch nach Amerika gelangt ist. Zum zweiten Mal gewählt wurde dieser frühzeitig mit dem Nobel-Lorbeer zum Friedensfürsten gekrönte Präsident von all den Minderheiten, die er auch schon vor seiner zweiten Inaugurationsrede mit Versprechungen und Verlockungen umschmeichelte.
Die von der Verfassung garantierte Freiheit des Individuums, das freie Wirken des Marktes sollen eingeschränkt werden, der Mensch wird vom Staat zu seinem Glück gezwungen, ob er will oder nicht. Ganz nach europäischem Beispiel.
Man kann nur noch hoffen, dass die Amerikaner sehr schnell merken werden, was man ihnen damit antut. Sonst werden sie enden wie wir.
Und wi haben dann nicht mehr die Möglichkeit, dem wohlfahrtsbesessenen Zwangsstaat Groß-Europa in Richtung Westen zu entfliehen. Noch bleiben uns nur Australien oder Neuseeland. Aber wohin fliehen die vielen Amerikaner, die diesen Obama-Staat nicht wollen?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.01.2013 17:27 Uhr
Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 24.01.2013 17:27 Uhr

"Aber wohin fliehen die vielen Amerikaner, die diesen Obama-Staat nicht wollen?"

Die US-Bundesstaaten, in denen diese in der Mehrheit sind, werden sich von den USA abspalten, diverse Initiativen gibt es dazu bereits.

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alois schneider
alois schneider (formal) - 23.01.2013 23:53 Uhr

wenn er genau so viel tut

wie in seiner ersten Amtszeit, nämlich fast gar nichts, dann ist seine Rede belanglos.
Es reicht nicht, viel zu wollen. Man muß es auch zustande bekommen.
Bis jetzt bleibt er wohl der am meisten überschätzte Präsident der Geschichte.
Spricht doch aus seinen hilflosen populistischen Showeinlagen wie "ich liebe meine Frau" (davon gehen wir aus, aber deshalb wurde er nicht gewählt) Unsicherheit.
Billige Sympathiebuhlerei wie Gerd Schröder, als ihm im Fernsehduell nichts mehr einfiel.
Ich hoffe, Obama muß keine echte Krise bestehen, wie Kennedy.
Es deutet nichts darauf hin, das er dem gewachsen wäre.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.01.2013 20:34 Uhr
Helga Zießler

Es ist sehr zu wünschen, Herr Schneider,

... dass Obama, wie mancher Präsident vor ihm, sich durch die zweite Amtsperiode als "lame duck" hindurchwurschtelt. Dann könnte er wenigstens nicht allzu großen Schaden mehr anrichten.
Allerdings, da haben Sie sehr recht, möge bloß keine Krise, gar ein Krieg dazwischenkommen.

Noch etwas: Ich nehme an, die Liebeserklärung an seine Frau dürfte einen ernsthaften Hintergund haben. Wahrscheinlich ist sie der eigentliche Präsident, und er führt nur aus, was sie ihm vorher schmackhaft gemacht hat.

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alois schneider
alois schneider (formal) - 23.01.2013 23:50 Uhr

wenn er genau so viel tut

wie in seiner ersten Amtszeit, nämlich fast gar nichts, dann ist seine Rede belanglos.
Es reicht nicht, viel zu wollen. Man muß es auch zustande bekommen.
Bis jetzt bleibt er wohl der am meisten überschätzte Präsident der Geschichte.
Spricht doch aus seinen hilflosen populistischen Showeinlagen wie "ich liebe meine Frau" (davon gehen wir aus, aber deshalb wurde er nicht gewählt) Unsicherheit.
Billige Sympathiebuhlerei wie Gerd Schröder, als ihm im Fernsehduell nichts mehr einfiel.
Ich hoffe, Obama muß keine echte Krise bestehen, wie Kennedy.
Es deutet nichts darauf hin, das er dem gewachsen wäre.

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Wolfgang Richter

Amerika tickt anders

Dort spielen individuelle Freiheit und Selbstverantwortung eine ganz andere Rolle. Sozialpolitische Bevormundung kommt dort schlecht an.
Mit seiner für deutsche Verhältnisse gemäßigt sozialdemokratischen Politik droht Obama, die Hälfte der amerikanischen Gesellschaft massiv gegen sich aufzubringen - inclusive der Wirtschaft, die sich schon die ganze Zeit von ihm ungeliebt und unverstanden fühlt.
Auf diese Weise wird Obama niemals eine einvernehmliche Lösung mit gemäßigten Republikanern zur Vermeidung des "Fiscal Cliffs" erreichen.

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gisbert heimes

"Im Zusammenspiel vieler am Markt...

aber steckt gerade ohne Staatseingriffe mehr Innovations- und Wachstumskraft...".

Der ist gut ;-).

Wenn dann die Innovations- und Wachstumskräfte so richtig zugeschlagen haben, kann der Staat ja immer noch sein Mütchen an City, AIG und GM kühlen.

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Lukas Branach

Amerika ist immer noch führend

Sei es wirtschaftlich oder geistig (hier nicht nur Hollywood). Um diese beiden Punkte würde ich mir als US-Bürger keine Sorgen machen. Bedrohlich sind die Schulden bzw. die Rückzahlung. Die Rechnungen wachsen schneller als die Einnahmen.

Einzige Lösung: Militärausgaben radikal senken (mindestens um 90 %!!!), Sozialausgaben steigern, Finanzmärkte regulieren

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Stefan Werner

Ungeregelt und super gebrummt ....

Gerade durfte der Staat die entfesselten Banken noch mit Milliarden stützen ... und schon ist sie wieder da, die Idee, das der Markt doch alles am besten regelt. Es reicht ein blick ins 19. Jahrhundert, um zu wissen das dem nicht so ist. Selbst Marx und
Engels wären Kapitalismusfans gewesen, wenn dem so gewesen wäre. Stattdessen hat, wie u.a. im kommunistischen Manifest nachzulesen, die ungeregelte Wirtschaft eine zeitlang super gebrummt, und dann ist alles in sich zusammengefallen. Das die Wirtschaft in Zyklen verläuft, dürfte eigentlich zum Allgemeinwissen gehören. Das Sozialleistungen antizyklisch wirken und damit die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnissee stabilisieren auch.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.01.2013 17:31 Uhr
Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 24.01.2013 17:31 Uhr

Die Überschuldungskrise ist von Politikern verursacht worden

Diese haben den Banken den Bilanzbetrug straffrei gestellt. Diese haben den Banken das Gelddrucken erlaubt. Die Politiker haben die privaten Verluste der Banken rechtswidrig auf die Steuerzahler übertragen. usw. usw.
Mit "Kapitalismus" hat das nicht das Geringste zu tun, sondern mit Funktionärskriminalität der herrschenden Funktionärsfeudalistischen Herrscherkaste (siehe zum Thema auch "Wer ist Schuld an der Überschuldungskrise?").

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Closed via SSO

Bei allem Respekt ...

Auf welchem Sender haben Sie, Herr Welter, der Rede gelauscht? Möglicherweise auf einem, bei dem die Kommentare die Inhalte der Rede überdeckt und/oder etwas verfälscht haben? (Später Tipp: Auf CNN Europe gab es die gesamte Zeremonie ohne jeden störenden Kommentar; ein Genuss.)

Der Platz reicht nicht, um auf jeden Punkt Ihres Kommentars einzugehen. Deshalb nur das:

1. Die Gay-rights-Sache ist zu 99,9% symbolisch und hat nichts mit Verschuldung und/oder Steuererhöhungen zu tun.
2. Bei den Sozialsystemen (Medicare, Medicaid, Social Security) ging es nicht um einen Ausbau derselben, sondern um die Erhaltung. Das Niveau wurde offen gelassen. Die Republikaner würden alles am liebsten abschaffen.
3. Die von Ihnen genannten privaten Schulen und Unis kann sich nur eine privilegierte Minderheit leisten, i. e. kein Massstab.

Wenn das alles "radikal sozialdemokratische Politik" sein soll, was ist denn bitte das, was Gabriel & Komplizen vorhaben? Sozialismus pur?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.01.2013 01:36 Uhr
Helga Zießler

Es ist zu vermuten, Herr Theobald,

...dass Herr Welter die Rede sehr genau angehört und durchaus richtig verstanden hat.

Und dass er eben deshalb das menschelnde Gesäusel, die Beschwörung von Solidaritä und Toleranz und von der Stärke der Gemeinschaft ganz anders interpretiert als Sie. Das war weder offen noch ehrlich, das war eine rhetorisch überaus geschickte Manipulation - ein Appell an die Emotionen, aber nicht an den Verstand und die Intelligenz.

Aber eine Menge Menschen dürften das genau so verstanden haben wie Herr Welter und sich der Gefahr bewusst sein, die in solch einer Rede eines Präsidenten liegt. Ich bin sicher, dass die Obama sehr genau auf die Finger schauen und ihm die Verwandlung der noch halbwegs freien USA in einen Obrigkeitsstaat à la Deutschland nicht gestatten werden.

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gisbert heimes

Nicht aufregen

Der Fisch 'Freimärkte' ist gegessen. Das sehen immer mehr Menschen und Milliardäre ein.

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Konstantin Schneider

Amerika muss sich neu erfinden, sonst ist es bald im Eimer

Und der Präsident erkennt dies rechtzeitig. Ohne kollektive Anstrengung, d.h. weniger Gier, wird sich das Land nicht mehr lange regieren lassen. Helfen könnten Obama sogar solch hellsichtige Denker wie Francis Fukuyama, der sich längst von seiner Hauptschrift "Das Ende der Geschichte" distanziert hat. Gerade Konservative hatte diese offenbar zu dem Leichtsinn geführt, die "nach mir die Sintflut Politik" zu begründen. Konservative suchen zwar immer nach einem Schuldigen, jedoch nie bei sich selbst. Dies ist das grosse Übel unserer Zeit.

Fukuyama aber hat längst erkannt, das es darum gehen muss, das soziale Kapital zu mehren und infolgedessen gerade nicht mehr nur auf die Leistungen derer zu schauen, die durch grosse Erfindungen Milliarden scheffelten, teilweise durch gute Beobachtung der Bedürfnisse der "Kleinen Leute".

Mit Obama sind die USA auf dem besten Wege, sich von Illusionen zu befreien. Diese Freiheit ist dann die wahre Freiheit, nicht die der Reichen.

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Torsten Klier

Mit 10,5 Billionen


Schulden hat Obama den Laden übernommen. Jetzt sind´s 16,5.
50% Steigerung innerhalb von 4 Jahren. Respekt.

Zur Zeit seiner ersten Wahl gab es 32 Millionen Empfänger von Essenmarken (das sind die tatsächlich Armen). Jetzt sind´s 48 Millionen.
Wieder 50% Steigerung innerhalb von 4 Jahren. Respekt hoch zwei.

Man sieht, die Sozialdemokratisierung ist erfolgreich.
Obama ist der Präsident der Armen. Deshalb sorgt er dafür, dass es immer mehr davon gibt.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.01.2013 04:48 Uhr
Holger Baade

Ich möchte Ihnen, Herr Schumacher, ja nicht die Tour vom Wohltäter Clinton vermasseln,

aber das Duo Clinton/ Greenspan (FED-Chef) hat die Tür zur amerikanischen Verschuldungsorgie erst weit aufgestoßen. Clinton mit seinem Versprechen und Wirken (neben anderen Maßnahmen), jedem Amerikaner sein Häuschen (Suprimekrise). und Greenspan als unerschütterlicher Verfechter des unbegrenzten Spiels entfesselter Marktkräfte.

Kriegspräsident George Doubleyou setzte als nützlicher Idiot des von seinem Vize Cheney gesteuerten militärisch-industriellen Komplexes dem ganzen Wahnsinn nur die Krone auf.

Obama, da stimme ich Ihnen zu, hat es nicht leicht, Aber der mit der Aura des Über-das-Wasser -wandelnden nebst den Vorschusslorbeeren des Friedensnobelpreises Versehenen ist dieser "Schein"-Heilige beileibe nicht.

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Torsten Klier

Herr Schumacher

haben Sie sich mal informiert, wie es zu der auf den ersten Blick positiven Bilanz der Clinton-Zeit kam?

Und vor allem
Was hat Clinton, der Präsident der 90er, mit Obama zu tun.
Kann ja sein, dass Obama ein paar Altlasten (z.B. die von seinen sozialdemokratischen Amtsvorgängern Carter und Clinton initiiert housing-bubble) übernehmen musste.
Aber wenn der nach 4 Jahren Verschuldungsorgien kein anderes Rezept hat als noch mehr Schulden machen, ist das ziemlich armselig. Finden Sie nicht?

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georg schumacher

Präsident der Armen

Unter Bill Clinton hatten die USA 4 Jahre lang Haushaltsüberschüsse. Danach kam kein
Sozialdemokrat. Sondern George W. Bush. Als er abtrat, hinterliess her seinem Nachfolger einen Scherbenhaufen. Niemand sagt, dass Obama alles richtig gemacht hat. Aber jetzt die Leistung des derzeitigen Präsidenten isoliert zu betrachten, ist pure Meinungsmache. Die letzten 4 Jahre waren für die Weltwirtschaft (Finanzkrise, Eurokrise) kein Zuckerschlecken. Mal sehen, wie die Bilanz nach weiteren 4 Jahren ausschaut.

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Edda Kuhlmann

Eigentverantwortung soll duch staatliche Abhaengigkeit ersetzt werden

Wir leben seit 12 Jahren in den USA und ich kann dem Autor nur zustimmen. Amerika ist anders als Deutschland, andere Strukturen und eine voellig andere Einstellung dem Staat und der Verantwortung des einzelnen gegenueber. Es gibt hier durchaus soziale Einrichtungen, mehr wahrscheinlich als in Deutschland, dazu unzaehlige private Organisationen und eine Armee Freiwilliger. Es fehlt der Platz, hier in die Tiefe zu gehen, aber aus eigener Erfahrung weiss ich, dass die Amerikaner Rueckwaertssaltos machen, um sich gegenseitig zu helfen. Was allerdings gegeben wird ist Hilfe zur Selbsthilfe, der Erfolg haengt immer noch davon ab, was der Empfaenger daraus macht. Diesem versucht Obama nun staatliche Bevormundung und Schaffung von staatlicher Abhaengigkeit nach westlicher Art ueberzustuelpen. Das mag aus eingeschraenkter deutscher Sicht wuenschenswert erscheinen weil man es nicht anders kennt, welche Auswirkungen dieses hat, ist aber gerade jetzt in Europa deutlich zu erkennen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.01.2013 20:51 Uhr
Helga Zießler

Es ist schoen, Frau Kuhlmann,

...dass Sie aus langjaehriger Erfahrung mal ein Licht werfen auf die Realitaet in Amerika. Es ist genau so, wie Sie es schildern. Das freiwillige (!) soziale Engagement der Amerikaner für ihre Mitbuerger ist fuer einen Deutschen unfassbar. Ich weiss das ebenfalls aus eigener Erfahrung, weil mein Sohn mit seiner Familie dort lebt und ich das mit eigenen Augen gesehen habe.

In Deutschland waere das moeglicherweise aehnlich. Aber da bei uns der Staat jeden sozialen Buergerwillen laehmt, weil er die Fuersorge fuer die Menschen an sich gerissen hat und dafuer natuerlich denen, die gut verdienen, einen groossen Teil ihres Einkommens abnimmt, um das Geld umzuverteilen.
Wen wundert es, wenn da einer, der am Monatsende sieht, was von seinem Brutto uebrig bleibt, sagt: Ich habe schon bezahlt! Und sich fragt: Warum soll ich mich da noch um meinen armen, kranken Nachbarn kuemmern? Das macht doch schon der Staat. Eine böse, aber einleuchtende Entwicklung.

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Ely Quas
Ely Quas (elyq1) - 23.01.2013 20:08 Uhr

1957 erschien Ayn Rands Roman Atlas Shrugged.

Ich fühle mich immer mehr an dieses Szenario erinnert ... sowohl bezüglich der "peoplestates" in Europa als auch der Entwicklung in USA.

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Lothar Troeller

Herzlichen Dank

fuer diesen Kommentar, der sich wohltuend von der ueblichen Propaganda abhebt. Vielen Europaeern ist nicht bewusst, dass Regierungen in Europa geschichtlich abgeschwaechte Formen von absoluter Herrschaft sind. Daher auch der "Glaube", dass das Volk vom Taschengeld der Herrschenden abhaengig sein darf, waehrend es sein Einkommen an diese abtritt. Die Amerikanische Verfassung laesst eine Regierung allenfalls zu, und beschraenkt diese zugleich. Die alte Diskussion zwischen Freiheit und Sicherheit. "Die groesste Sicherheit," sagte schon Praesident Eisenhower, "gibt es im Gefaengnis. Dort bekommst du Nahrung, Kleidung, Medizin usw. Was jedoch fehlt ist die Freiheit."

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.01.2013 21:25 Uhr
Harald Sulzmann

Danke Herr Troeller

Treffend formuliert.

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Harald Sulzmann

Obama und Wirtschaft

Obama und Wirtschaft passen nicht zusammen. Er hat seinen Wahlkampf gewonnen, weil er allen moeglichen angeblichen Randgruppen alles Moegliche versprochen hat. Aus seiner Missachtung der Wirtschaft hat er keinen Hehl gemacht, insbesondere der Missachtung der small business, die letztlich der Job-Motor sind. Er will Staatsausgaben steigern, mehr Verwaltung, mehr Staat, mehr Subventionen fuer "gewuenschte Investitionen" etc. Allein die Millionen die fuer eine Firma wie Fisker herausgeworfen wurden sind nur ein Beispiel. Seine in Deutschland so bewunderte Gesundheitsreform hat hier momentan ein Chaos und eine riesen Kostensteigerung im Gesundheitswesen hinterlassen (aus aktuellem Erleben weiss ich wovon ich rede). Die kleinen und mittleren Unternehmen zoegern mit Einstellungen und Investitionen weil keiner weiss was auf ihn zukommt. Die US-Wirtschaft hat alle Potenziale und Chancen einen deutlichen Aufschwung hinzulegen, Obama wird es zu verhindern wissen.

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Jahrgang 1965, Wirtschaftskorrespondent in Washington.

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