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Amerika Musikindustrie stimmt Molltöne an

05.01.2006 ·  Die Musikindustrie hat auf dem amerikanischen Markt abermals ein schwieriges Jahr erlebt. Die Verkaufszahlen von Musikalben sind nach Angaben des Marktforschungsinstituts Nielsen Soundscan im vergangenen Jahr auf den tiefsten Stand seit 1996 gefallen.

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Die Musikindustrie hat auf dem amerikanischen Markt abermals ein schwieriges Jahr erlebt. Die Verkaufszahlen von Musikalben sind nach Angaben des Marktforschungsinstituts Nielsen Soundscan im vergangenen Jahr auf den tiefsten Stand seit 1996 gefallen.

Der Gesamtabsatz sank gegenüber 2004 um 7 Prozent auf 618,9 Millionen Einheiten. Damit setzt sich ein seit Jahren währender Abwärtstrend fort, der nur im vergangenen Jahr von einem leichten Aufschwung unterbrochen wurde. Die Musikindustrie macht abermals die ungebremste Popularität von Raubkopien für die schwache Entwicklung verantwortlich.

Lichtblick war das Geschäft mit Musik in digitaler Form, etwa im Online-Musikdienst iTunes gekaufte Stücke. Insgesamt wurden 353 Millionen digitale Musiktitel heruntergeladen, ein Plus von 150 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das meistverkaufte Album des vergangenen Jahres stammt von Mariah Carey, deren CD "Emancipation of Mimi" 4,9 Millionen mal verkauft wurde. Carey hat in der letzten Woche des Jahres noch den Rapper 50 Cent und sein Album "The Massacre" (4,8 Millionen) von der Spitze verdrängt. Beide Alben stammten von der Universal Music Group, die damit ihren Spitzenplatz im amerikanischen Musikgeschäft mit einem Anteil von knapp 32 Prozent festigte. Das meistverkaufte Album des Jahres 2004 des Sängers Usher schaffte einen Absatz fast acht Millionen.

Quelle: lid., F.A.Z., 06.01.2006, Nr. 5 / Seite 14
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