06.08.2010 · 40 amerikanische Milliardäre haben sich entschlossen, mindestens die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. Warum?
Von Patrick WelterDie großherzige Bereitschaft vierzig amerikanischer „Superreicher“, die Hälfte ihres Vermögens zu spenden, belegt aufs Neue die eindrucksvolle Spendenfreude in den Vereinigten Staaten. Sie wird oft mit den großen steuerlichen Vorteilen begründet, die Amerika Stiftern und Wohltätern gewährt. Diese Erklärung greift aber zu kurz.
Die wichtigere Frage ist, warum der Kongress, der wie jedes Parlament stets unter Geldknappheit leidet, solche Steuervorteile gewährt und niemand dies in Frage stellt. Dafür muss der Blick über das Steuerrecht hinausgehen.
Einen Teil einer Erklärung gibt der transatlantische Vergleich. Das niedrige europäische Spendenaufkommen wird üblicherweise mit dem gut ausgebauten Wohlfahrtsstaat begründet, der den individuellen Willen zum Helfen zerstöre. Kümmert sich der Staat um die Bedürftigen, kann der Einzelne sich zurücklehnen.
Auch diese Erklärung greift zu kurz. Die Frage, warum der durchschnittliche Europäer im Gegensatz zum durchschnittlichen Amerikaner die Wohltätigkeit lieber dem Staat überlässt, anstatt selbst tätig zu werden, ist auch am Tag dieser spektakulären Aktion noch ohne befriedigende Antwort.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.533,10 | +0,63% |
| EUR/USD | 1,2485 | −0,45% |
| Rohöl Brent Crude | 106,75 $ | −0,48% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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