Altria Group Inc., New York. In einer wichtigen Rechtsauseinandersetzung in Amerika hat sich das Blatt für den Tabak- und Nahrungsmittelkonzern wieder zum Guten gewendet. Altria muß einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofes des Bundesstaates Illinois zufolge nun doch keine Kaution von 12 Milliarden Dollar zahlen, um Berufung gegen ein im März gesprochenes Urteil einzulegen. Die amerikanische Tabak-Tochtergesellschaft Philip Morris USA wurde damals wegen Täuschung von Verbrauchern bei der Vermarktung von "Lights-"-Zigaretten zu einer Strafe von 10,1 Milliarden Dollar verurteilt. Nach Ansicht des Gerichts hat das Unternehmen Verbrauchern eingeredet, "Lights-"Zigaretten seien weniger gesundheitsschädlich als andere Marken. Nachdem der Richter die ursprüngliche Kaution festgelegt hatte, drohte Altria mit der Insolvenz seiner Tochtergesellschaft. Daraufhin reduzierte der Richter in Illinois zunächst die Kaution auf rund 7 Milliarden Dollar. Diese Entscheidung wurde aber im Juli von einem Berufungsgericht wiederaufgehoben. (lid.)
