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Altersvorsorge Musik in der Rente

11.11.2009 ·  20 Millionen Rentner bekommen jährlich acht Milliarden Euro mehr Geld, als ihnen im Interesse einer gleichmäßigen Lastenteilung mit den Jüngeren und der langfristigen Finanzierbarkeit des Systems zusteht. In der Rentenfrage ist damit bald wieder Musik drin.

Von Heike Göbel
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In der Rentenpolitik hat sich die schwarz-gelbe Bundesregierung nicht viel vorgenommen. Das entsprechende Kapitel im Koalitionsvertrag ist knapp gehalten. Nachdem die Vorgängerin mit der Anhebung des Rentenalters die letzte große Reformlücke im Rentensystem geschlossen hat, glaubt man sich auf der sicheren Seite. Die Musik soll auf den anderen Baustellen spielen, vor allem Kranken- und Pflegeversicherung sollen „demographiefest“ gemacht werden. Doch so dringlich diese Aufgaben sind, so fahrlässig wäre es, die neuen Warnzeichen für die Rentenkasse zu ignorieren.

In den Zahlen der Rentenversicherer zeigt sich, dass die Politik die Rentenfinanzen nicht so befestigt hat, wie sie glauben machen möchte. Denn die zum Schutz der Beitragszahler in den vergangenen Jahren eingebauten Rentenbremsen greifen kaum, weil Regierungen im entscheidenden Moment der Mut verließ, die Gesetze auch tatsächlich anzuwenden. So bekommen 20 Millionen Rentner jährlich acht Milliarden Euro mehr Geld, als ihnen im Interesse einer gleichmäßigen Lastenteilung mit den Jüngeren und der langfristigen Finanzierbarkeit des Systems zusteht. Auch in der Rentenfrage ist damit bald wieder Musik drin.

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Jahrgang 1959, verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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