http://www.faz.net/-gqe-74v08

Altersvorsorge : Millionen Sparer verschenken staatliche Zulage bei Riester-Rente

  • Aktualisiert am

Bild: DPA

Viele Bürger haben zwar einen Riester-Vertrag abgeschlossen, beantragen aber offenbar die staatliche Zulage nicht. Verbraucherschützer mahnen: Die Bürger seien mit der Komplexität überfordert.

          Millionen von Riester-Sparern verschenken die staatliche Zulage: Bei 13,25 Millionen Riester-Verträgen im Jahr 2009 wurden 9,6 Millionen Sparer mit einer Grundzulage gezählt - knapp drei Millionen Sparer beantragten die Zulage also gar nicht, wie aus einer Antwort der Bundesregierung an die Linken-Bundestagsfraktion hervorgeht, aus der die „Süddeutsche Zeitung“ am Donnerstag zitierte. Von den 9,6 Millionen Riester-Sparern mit Grundzulage erhielten demnach nur 5,4 Millionen auch die volle Zulage.

          Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg sagte der Zeitung, die Verbraucher seien mit der Komplexität der Riester-Rente überfordert. Die meisten hätten zudem kein Interesse daran, sich immer wieder mit der Altersvorsorge zu beschäftigen.

          Riester-Sparer können sich zwei Jahre Zeit lassen, die Zulagen zu beantragen. Bis Ende Dezember dieses Jahres müssen also die Zulagen für 2010 beantragt werden. Ein Dauerzulagenantrag macht jährliche Anträge aber überflüssig.

          Die vor zehn Jahren eingeführte Riester-Rente soll die Bürger zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung motivieren, um das sinkenden Anspruchsniveau der gesetzlichen Altersvorsorge besser ausgleichen zu können. Wer vier Prozent seines rentenversicherungspflichtigen Einkommens in Bank- und Fondssparpläne oder eine Rentenversicherung steckt, erhält eine Grundzulage von 154 Euro pro Jahr vom Staat. Die Zulagen können für Eltern mit Kindern deutlich ansteigen. Mit staatlichen Zuschüssen gefördert werden über das sogenannte „Wohn-Riester“ seit einiger Zeit auch spezielle Sparverträge für Hausbauer und Wohnungskäufer.

          Quelle: AFP

          Weitere Themen

          Der Supermarkt für gerettete Lebensmittel Video-Seite öffnen

          Berliner Start-up : Der Supermarkt für gerettete Lebensmittel

          20 Millionen Tonnen Lebensmitteln landen in Deutschland jährlich in der Mülltonne. Sie entsprechen nicht der Handelsnorm oder dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Umweltaktivist Raphael Fellmer hat einen Supermarkt für abgelaufene Lebensmittel eröffnet.

          Mexiko-Stadt in Trümmern Video-Seite öffnen

          Nach Erdbeben : Mexiko-Stadt in Trümmern

          Ein Erdbeben der Stärke 7,1 hat Mexiko erschüttert. Es starben mindestens 220 Menschen. Millionen Haushalte waren ohne Strom, dutzende Gebäude wurden beschädigt oder zerstört.

          Topmeldungen

          Da weiß man, was man hat: Der russischen Präsident Putin wird von Kanzlerin Merkel beim G20-Gipfel in Hamburg begrüßt.

          Bundestagswahl : Russland setzt auf Merkel

          In Moskau wird über die Bundestagswahl in viel milderem Ton gesprochen, als über die Präsidentenwahlen in Amerika und Frankreich. Man will Berlin schließlich wieder als Partner gewinnen.

          Streit ums Atomprogramm : Kim: Trump ist ein geistesgestörter Greis

          Kaum droht Donald Trump Nordkorea mit Zerstörung, zeigt Machthaber Kim Jong-un, dass er auch kräftig austeilen kann. Amerika werde „teuer bezahlen“. Sein Außenminister spricht vom Test einer Wasserstoffbombe auf dem Ozean.

          TV-Kritik: Schlussrunde : „Bleiben wir uns selbst treu“

          In der „Schlussrunde“ von ARD und ZDF fehlten die Kanzlerin und ihr Herausforderer. Sie verpassten damit eine gute Gelegenheit zum harten Schlagabtausch mit Alexander Gauland von der AfD.
          Wer ist der bessere Redner und wer hat mehr Führungsqualitäten? In fast allen Kategorien der Umfragen liegt die Kanzlerin vor ihrem Herausforderer.

          F.A.Z. Woche exklusiv : Die Wähler haben sich festgelegt

          Drei Viertel aller Wahlberechtigten haben sich laut einer Forsa-Studie entschieden, welche Partei sie am Sonntag wählen werden. Mit großen Überraschungen rechnen die Demoskopen nicht mehr.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.