„Dürr soll Dürr bleiben“, hat der Stuttgarter Firmenpatriarch Heinz Dürr stets gesagt. Lange sah es nicht danach aus: Seine drei Töchter wandelten als Ärztin, Künstlerin und Journalistin durchs Leben. Voriges Jahr überraschte Dürr die Aktionäre des Weltmarktführers von Lackieranlagen damit, dass er Tochter Alexandra in den Aufsichtsrat holte. Die promovierte Ärztin, Mutter zweier Kinder, arbeitet als Neurologin in Paris.
Vorige Woche hat Dürr erneut klargestellt, wer das Sagen haben soll im Unternehmen, das gerade eine heftige Krise bewältigt hat: Die Familie hat ihren Anteil auf 45 Prozent aufgestockt. Vielleicht findet auch Tochter Nicole noch den Weg zurück.
Unter dem Künstlernamen „ND“ startete sie 1984 mit einer Mode-Kollektion in New York. Von dem angeblichen „Riesenerfolg“ hörte man nie wieder. Vom Zwischenspiel als Pop-Produzentin ist ihr ein Rechtsstreit mit Xavier Naidoo geblieben. Und ihre „Havanna Night Show“ mit Musikern und Tänzern aus Kuba geriet zum Debakel: Die Deutschland-Tour floppte, ein Las-Vegas-Engagement machte sie in Kuba zur „persona non grata“, das 44-köpfige Ensemble hat in Amerika Asyl beantragt. Neue Termine für Konzerte liegen nicht vor.