17.03.2009 · In der Diskussion um die Verwendung staatlicher Rettungsgelder in Amerika wird der Versicherungsgigant AIG zur Zielscheibe öffentlichen Zorns. Nach den Bonuszahlungen an jene Manager, die für gigantische Verluste verantwortlich sind, sorgen nun Milliardenüberweisungen an Handelspartner für Zündstoff.
Von Norbert KulsIn der Diskussion um die Verwendung staatlicher Rettungsgelder für die amerikanische Finanzbranche wird der Versicherungsgigant AIG zur Zielscheibe öffentlichen Zorns. Nach den zu Recht kritisierten Bonuszahlungen an jene Manager, die für gigantische Verluste verantwortlich sind, sorgen nun Milliardenüberweisungen an Handelspartner für Zündstoff. Auf dieser Liste stehen Geschäftspartner wie Goldman Sachs und die Deutsche Bank.
Brisant ist das, weil Goldman Sachs als das politisch am stärksten vernetzte Finanzinstitut gilt. Der ehemalige Finanzminister Henry Paulson hatte Goldman lange geleitet. Auch die Zahlungen an ausländische Banken bergen die Gefahr einer populistischen Gegenreaktion. Für die amerikanischen Steuerzahler könnte das so wirken, als ob sie mit ihrem Geld ausländische Banken retten.
Das amerikanische Finanzministerium hatte im vergangenen Jahr wohl auch aus diesem Grund die Teilnahme von Auslandsbanken am Rettungspaket abgewiesen. Die Politiker im Kongress sollten sich aber klarmachen, dass große Auslandsbanken, allen voran die Deutsche Bank, in den Vereinigten Staaten wie amerikanische Banken agieren. Nationalismus ist also fehl am Platz.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.543,20 | +0,71% |
| EUR/USD | 1,2482 | −0,47% |
| Rohöl Brent Crude | 106,83 $ | −0,40% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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