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Agrarsubventionen Geld für den Hof

17.06.2009 ·  Warum haben die Bauern so eine Angst davor, dass von nun an jeder mit zwei Mausklicks im Internet nachschauen kann, wie viel EU-Subventionen jeder von ihnen erhält? Sie können doch angeblich rechtfertigen, warum sie die Milliardenhilfen brauchen.

Von Hendrik Kafsack
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Warum haben die Bauern so eine Angst davor, dass von nun an jeder mit zwei Mausklicks im Internet nachschauen kann, wie viel EU-Subventionen jeder von ihnen erhält?(siehe www.agrar-fischerei-zahlungen.de)

Sie können doch rechtfertigen, warum sie die Milliardenhilfen brauchen, sagen sie. Sind doch die 300 Euro je Hektar angeblich nur eine Ausgleichszahlung dafür, dass sie höhere Umwelt- und Tierschutzstandards erfüllen müssen als der Rest der Welt. Stellen doch nur die Subventionen sicher, dass in der Eifel noch Kühe auf der Weide stehen und es keine Masseninsolvenz kleiner Höfe gibt.

Angesichts so gewichtiger Argumente sollten sie stolz vor den „Neidhammel“ von nebenan treten können, um die 10.000 oder 100.000 oder 1 Million Euro zu verteidigen, die sie alljährlich bekommen. Oder fürchten sie etwa, dass die Internetrecherche jedem klarmacht, was die Fachleute ohnehin wissen: dass ein Großteil der Hilfen eben nicht an Kleinbauern fließt, sondern an industriell wirtschaftende Großbetriebe.

Sicher, es gibt die ökologisch wirtschaftenden Kleinbauern, die vielleicht auch zu Recht vom Steuerzahler bezahlt werden. Darüber kann man streiten – aber nur, wenn man weiß, wohin das Geld aus Brüssel fließt.

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