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Weitere Nachrichten : Gedämpfte Wachstumsprognose für Lateinamerika

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Kaffeefarm „Don Eduardo“ in Salento, Kolumbien Bild: Thomas Wagner

Tokios Börse schließt nahe einem 15-Jahreshoch. Japans Zentralbank belässt die Geldpolitik unverändert. Das Volumen der Verbraucherkredite in Amerika steigt stärker als erwartet.

          Lateinamerika wird laut Prognose der regionalen UN-Wirtschaftskommission Cepal 2015 durchschnittlich nur um ein Prozent wachsen. Die wirtschaftliche Dynamik sei - mit Ausnahme der Vereinigten Staaten - sowohl in Industriestaaten als auch in Schwellenländern schwächer geworden, hieß es in dem am Dienstag (Ortszeit) in Santiago de Chile veröffentlichten Cepal-Bericht.

          In Südamerika wird demnach ein Nullwachstum erwartet. Brasilien (-0,9 Prozent) und Venezuela (-3,5 Prozent) werden laut Cepal schrumpfen. Für Bolivien (5 Prozent), Peru und Paraguay (jeweils 4,2 Prozent) sowie Kolumbien (3,6 Prozent) gelten demnach die höchsten Wachstumsprognosen. Mexiko und Zentralamerika werden 3,2 Prozent sowie der Karibik 1,9 Prozent Wachstum im laufenden Jahr vorausgesagt.

          Noch vor vier Monaten hatte die Cepal in Lateinamerika ein Wirtschaftswachstum für 2015 von 2,2 Prozent vorausgesagt. Nach erster Schätzung erreichte die Region 2014 ein Durchschnittswachstum von 1,1 Prozent. (dpa-AFX)

          Tokioter Börse nahe 15-Jahreshoch

          Die Erwartung anhaltender Niedrigzinsen in den Vereinigten Staaten und die Hoffnung auf eine Fortsetzung der Fonds-Aufkaufprogramme der japanischen Notenbank hat den japanischen Aktienmarkt am Mittwoch beflügelt. Die Tokioter Börse notierte im Vormittagshandel nahe eines 15-Monatshochs. „Japanische Aktien sind immer noch recht günstig bewertet“, sagte Tetsuro Li, Präsident von Commons Asset Management.

          Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legte im Vormittagshandel um 0,4 Prozent zu und notierte bei 19.723 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte ebenfalls um 0,4 Prozent auf 1584 Zähler zu. Zu den Gewinnern zählten Finanztitel und Papiere von Einzelhändlern, die bis zu 1,2 Prozent zulegten.

          Am Devisenmarkt notierte der Euro in Fernost zum Dollar wenig verändert bei 1,0820 Dollar. Zum Yen notierte die amerikanische Währung bei 120,32 Yen behauptet. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9643 Franken je Dollar und 1,0447 Franken je Euro gehandelt. (Reuters)

          Japans Zentralbank belässt Geldpolitik unverändert

          Die japanische Zentralbank lässt die Geldschleusen weit geöffnet und setzt den massiven Ankauf von Staatsanleihen unverändert fort. Das beschloss die Bank von Japan (BoJ) am Mittwoch nach Abschluss zweitägiger Beratungen. Auch blieben die Währungshüter bei ihrer Einschätzung der Wirtschaftslage. Demnach hat die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ihre moderate Erholung fortgesetzt. (dpa-AFX)

          Amerikanische Verbraucherkredite legen im Februar stärker zu als erwartet

          In den Vereinigten Staaten ist das Volumen der Verbraucherkredite im Februar stärker gestiegen als Experten erwartet hatten. Im Vergleich zum Vormonat habe die Kreditvergabe um 15,5 Milliarden Dollar zugelegt, teilte die amerikanischen Notenbank am Dienstag in Washington mit. Volkswirte hatten im Schnitt nur mit plus 12,5 Milliarden Dollar gerechnet. Im Vormonat war das Kreditvolumen um revidierte 10,80 (zunächst 11,56) Milliarden Dollar gestiegen. (dpa-AFX)

          Weltbank will mit Chinas Entwicklungsbank AIIB kooperieren

          Die Weltbank will mit der von China initiierten neuen Entwicklungsbank für Asien (AIIB) zusammenarbeiten. Alle würden von einer Allianz profitieren, „besonders die Armen und am stärksten Verwundbaren“, sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim am Dienstag. Er plane, auf der Frühjahrskonferenz von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in der kommenden Woche Vertreter der chinesischen Regierung zu treffen, um über Kooperationen zu sprechen. In diesem Zusammenhang stellte Kim die gemeinsame Finanzierung von Infrastruktur-Projekten in Aussicht. (Reuters)

          Vivendi erwägt angeblich Gebot für Sky

          Der französische Medienkonzern Vivendi hat Insidern zufolge ein Auge auf den Bezahlsender Sky geworfen. Man prüfe eine Übernahme, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Dies sei allerdings nur eine von mehreren Optionen, um die Reichweite der eigenen Fernsehgruppe Canal Plus zu erhöhen. Vivendi, Sky wie auch Vivendis Großaktionär Vincent Bollore waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

          Derzeit hat der britische Sky-Konzern, zu dem auch Sky Deutschland gehört, einen Marktwert von 17,6 Milliarden Pfund. Den Kreisen zufolge könnte Vivendi allerdings bis zu 28 Milliarden Pfund inklusive Schulden für eine Übernahme aufwenden. (Reuters)

          Shell und BG Group in Gesprächen über Großfusion

          Die britische Gasfirma BG Group hat am späten Dienstagabend mitgeteilt, sie stehe in „fortgeschrittenen Gesprächen“ mit dem Ölriesen Royal Dutch Shell. Darin gehe es um ein mögliches Kaufangebot der britisch-niederländischen Firma an BG. Das Unternehmen bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des „Wall Street Journal“ (WSJ).

          Ob es tatsächlich zu einer Offerte kommt, sei aber noch unklar, schränkte BG ein. Shell habe mit einer Entscheidung darüber bis zum 5. Mai Zeit. Die BG Group kündigte eine weitere Mitteilung in Kürze an. Laut „WSJ“ hat die Firma einen Marktwert von 31 Milliarden britischen Pfund (rund 42 Milliarden Euro). (dpa)

          Umweltbundesamt will 20 Prozent Ökolandbau in Deutschland

          Das Umweltbundesamt (UBA) fordert eine deutliche Ausweitung der ökologisch bewirtschafteten Flächen in Deutschland. „Ein Anteil von 20 Prozent Öko-Landbau ist dringend notwendig“, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger der Tageszeitung „Die Welt“. So könnten schädliche Umweltauswirkungen der konventionellen Landwirtschaft verringert werden. Um das 20-Prozent-Ziel in absehbarer Zeit zu erreichen, sei eine stärkere finanzielle Förderung des Öko-Landbaus erforderlich. Derzeit liegt der Anteil bei sechs Prozent.

          In einer der Zeitung vorliegenden Studie habe das UBA die Umweltbelastung durch konventionelle Landwirtschaft untersucht. Krautzberger nannte es ungerecht, dass hohe Umweltkosten - etwa durch überhöhte Nitratwerte im Grundwasser - nicht in den Marktpreisen berücksichtigt würden: „Die Preise konventioneller Lebensmittel sagen nicht die Wahrheit.“ (dpa-AFX)

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