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Weitere Nachrichten : EU-Kommission kritisiert Reformmangel in Kroatien

  • Aktualisiert am

Die Touristenkulisse täuscht: Kroatien ist nicht so stark, wie es scheint. Bild: dpa

Die EU-Kommission kritisiert den Reformmangel in Kroatien, Brasilien zieht die Budgetbremse. Das japanische Handelsbilanzdefizit fällt im April deutlich kleiner aus als erwartet.

          Die EU-Kommission hält dem EU-Mitglied Kroatien nach Informationen der „Bild am Sonntag“ Reformmangel vor. Das Adria-Land verfehle fünf der acht Kernziele zur Sanierung der Staatsfinanzen und zur Schaffung eines verlässlichen Rechtssystems. Das gehe aus einem vertraulichen EU-Papier vom 19. Mai hervor, schreibt das Blatt. Ende Juni solle sich der EU-Gipfel mit der Situation in Kroatien befassen. Brüssel bemängelt dem Bericht zufolge unter anderem, dass Kroatien den Haushalt nicht wirksam kontrolliere. Massenhafte Frühverrentungen seien nicht gestoppt und Maßnahmen zur Überwindung der Wirtschaftskrise nicht ergriffen worden. Auch der für 2014 versprochene Wirtschaftsplan für das Staatsvermögen fehle weiterhin. (dpa-AFX)

          Brasilien zieht Budgetbremse

          Brasiliens Regierung hat für das laufende Jahr Etatkürzungen in Höhe von rund 70 Milliarden Reais (20,8 Milliarden Euro) angekündigt. Einschnitte gibt es vor allem beim Konjunkturprogramm PAC, durch das auch wichtige Infrastrukturprojekte finanziert und beschleunigt werden, wie Planungs- und Haushaltsminister Nelson Barbosa am Freitag in Brasília mitteilte. Aber auch die Ministerien für Bildung sowie Gesundheit müssen Milliarden-Beträge einsparen.

          Durch die Budgetbremse soll das Ziel eines Haushaltsüberschusses von 1,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) erreicht werden. Die siebtgrößte Volkswirtschaft steckt in der Wirtschaftskrise. Die Regierung erwartet laut Barbosa 2015 einen BIP-Rückgang von 1,2 Prozent und das bei einer Inflation von über 8 Prozent. Um die öffentlichen Kassen zu füllen, erwägt die Regierung auch Abgabenerhöhungen. Am Freitag wurden eine Anhebung der Steuern auf Gewinne von Banken von 15 auf 20 Prozent verkündet. (dpa-AFX)

          Japanisches Handelsbilanzdefizit im April deutlich kleiner als erwartet

          Die japanische Wirtschaft scheint langsam wieder in Schwung zu kommen. Zwar verzeichnete das Land im April wieder ein Defizit in der Handelsbilanz, wie das Finanzministerium am Montag in Tokio bekannt gab. Im März hatte die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt noch erstmals seit fast drei Jahren ein Plus erwirtschaftet. Das Minus fiel mit 53,4 Milliarden Japanische Yen (400 Millionen Euro) aber erheblich niedriger aus als ein Jahr zuvor (-828,5 Milliarden Yen) und als von Experten erwartet (-310 Milliarden Yen). Die Exporte legten dank einer stabilen Nachfrage aus Europa und den Vereinigten Staaten nach Fahrzeugen um 8,0 Prozent zu. Das war der achte Anstieg in Folge. Eine niedrigerer Bedarf für Öl, Erdgas und Eisenerz ließ die Importe um 4,2 Prozent absacken. (dpa-AFX)

          Börse in Tokio kaum verändert

          Nach den Gewinnen der vergangenen Tage hat die Börse in Tokio am Dienstag eine Verschnaufpause eingelegt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte zum Ende des Vormittagshandels bei geringen Umsätzen fast unverändert mit 20.416 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,03 Prozent nach auf 1658 Zähler. Händlern machten Gewinnmitnahmen verantwortlich. Getrieben von Optimismus über die wirtschaftliche Entwicklung Japans hatte der Nikkei in den sieben vorangegangenen Tagen mehr als vier Prozent zugelegt.

          Der Euro notierte leicht schwächer bei 1,0944 Dollar. Zum Yen notierte die amerikanischen Währung bei 121,71 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9462 Franken je Dollar und 1,0355 Franken je Euro gehandelt. (Reuters)

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