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Streit um iPhone-Reparaturen : Australien vs. Apple

Günstig reparieren? Nicht, wenn Apple es verhindern kann. Bild: Picture-Alliance

Verbraucherschützer „down-under“ nehmen Apple an die Kandare: Denn der Hersteller blockiert Handys, die von Drittanbietern repariert wurden.

          Apple steht einmal mehr in der Kritik. Die australische Verbraucherschutzbehörde hat den amerikanischen Hersteller von Computern und Mobilfunkgeräten nun vor Gericht gebracht, weil er die Reparatur durch Dritte blockiere.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Es geht um geplatzte Glasschirme auf Handys. Den Verbraucherschützern zufolge weigern die Amerikaner sich, Geräte noch anzunehmen, die zuvor von Nicht-Apple-Händlern repariert worden waren. Ein Update der Apple-Software führe dazu, dass diejenigen Handys blockiert würden, bei denen der Glasbildschirm von Dritten ausgetauscht worden sei.

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          Neuerdings erschien dann der Schriftzug „Fehler 53“ auf dem Bildschirm. Ein kostenloses Öffnen des Handys nach dieser Blockade aber lehnten die dann aufgesuchten Apple-Geschäfte in Australien ab.

          Rod Sims, der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Australischen Wettbewerbs- und Verbraucherkommission (ACCC) erklärte: „Einem Konsumenten das garantierte Recht zu verwehren, einzig weil der eine dritte Partei zur Reparatur gewählt hat, beeinträchtigt nicht nur diese Verbraucher, sondern kann auch andere davon abhalten, Reparateure zu wählen, die niedrigere Preise bieten als der Originalhersteller.“

          Der Austausch des Bildschirms eines Iphones kann bei Apple in Australien mit bis zu 228,95 Australischen Dollar (162,46 Euro) zu Buche schlagen, berichten Agenturen. Unabhängige Handy-Reparateure bieten diese Dienstleistung schon für rund 50 Dollar an.

          1:2 gegen Apple

          Es ist nicht das erste Mal, dass sich ACCC mit Apple anlegt: Im Dezember 2013 hatten die Verbraucherschützer einen Prozess gegen die Amerikaner gewonnen, weil diese nur ihre eigenen Garantien auf Apple-Geräte ausgaben, statt die breiter angelegten australischen Rechte zu akzeptieren.

          Seitdem muss Apple seinen Geräten „down-under“ mindestens zwei Jahre Garantie gewähren. Allerdings hatte vor einer guten Woche auch Apple einen Sieg in Australien davongetragen: ACCC verweigerte den vier großen australischen Banken das Recht, ein mobiles Bezahlsystem einzuführen, dass Apple Wallet direkt angegriffen hätte. Apple selber hat sich zu dem neuen Fall am Donnerstagmorgen noch nicht geäußert.

          Quelle: FAZ.NET

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