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Veröffentlicht: 21.03.2012, 08:10 Uhr

Medienschau Solarhybrid will Insolvenzantrag stellen

Kontron erzielt einen Rekordumsatz, die Gewinne von Oracle und Inditex steigen. Tom Tailor schüttet erstmals Dividende aus Brenntag erhöht sie, Generali senkt sie und Patrizia gibt stattdessen Gratis-Aktien aus. Die amerikanischen Zölle für Solar-Importe aus China fallen unerwartet niedrig aus, die Bundesregierung will das VW-Gesetz verteidigen, China lockert klammheimlich die Kapitalverkehrskontrollen und die Schwellenländer haben angeblich eigene Kandidaten für die Spitze der Weltbank.

© FAZ Helfert

Unternehmensnachrichten

Kontron rechnet nach Rekordumsatz mit verhaltenen Geschäften

Die Kontron AG rechnet nach einem neuen Rekordumsatz 2011 für das laufende Jahr angesichts des wirtschaftlichen Umfelds zunächst mit einem verhaltenen Geschäftsverlauf. Im zweiten Halbjahr erwartet der Hersteller von Computern für die industrielle Fertigung aber „signifikante positive Impulse“.

Im Geschäftsjahr 2011 erzielte das Unternehmen mit Sitz in Eching bei München mit einem Plus von 15,7 Prozent einen neuen Rekordumsatz von 589,6 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn (Ebit) stieg auf 34,1 Millionen Euro, nach einem Verlust von 5,8 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie konnte von -0,24 Euro auf 0,39 Euro gesteigert werden. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung im Juni die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 20 Cent je Aktie vorschlagen.

2012 will der TecDax-Konzern seinen Wachstumskurs fortsetzen. Der Umsatz 2012 soll drei Prozent über oder unter dem um das Geschäft in Malaysia bereinigten Vorjahreswert von 570
Millionen Euro liegen. Die Ebit-Marge soll gesteigert werden.

Das Unternehmen will sich künftig aber auf die margenstärkeren Bereiche Systeme und Lösungen konzentrieren. Der Verkauf der Produktionsanlagen der malaysischen Tochtergesellschaft KDMS im Januar sei dabei ein „wichtiger Schritt“ gewesen. (Dow Jones)

Solarhybrid will Insolvenzantrag stellen

Die Krise der deutschen Solarindustrie fordert ein weiteres Opfer. Solarhybrid werde beim Amtsgericht Arnsberg Insolvenzantrag stellen, teilte der Solarkraftwerks-Entwickler am Dienstagabend mit. Überraschend kommt die Pleite nicht: Solarhybrid hatte bereits Anfang März gewarnt, durch die Streichung der Förderung größerer Solar-Anlagen sei das Geschäftsmodell der Firma in Deutschland gefährdet. Wenig später sorgte Firmenchef und -gründer Tom Schröder für Aufsehen, als er einen Großteil seiner Solarhybrid-Aktien verkaufte.

Die Firma aus dem sauerländischen Brilon setzte in den ersten neun Monaten 2011 rund 286 Millionen Euro um. Das Konzernergebnis lag laut ungeprüften Zahlen bei rund 5,9 Millionen Euro, wie aus dem jüngsten Quartalsbericht hervorgeht. (Reuters)

Software lässt Oracle-Gewinn steigen

Der Softwarehersteller Oracle hat seinen Quartalsgewinn um fast ein Fünftel gesteigert. Erneut glich das gute Geschäft mit den Computerprogrammen die Schwächen beim Verkauf von Servern aus. Für das Ende Februar abgelaufene Vierteljahr wies der SAP-Konkurrent einen Überschuss von 2,5 Milliarden Dollar aus, was je Aktie einem Gewinn von 49 Cent und damit einem Zuwachs von 18 Prozent entsprach.

Bereinigt um aktienbasierte Vergütung, Zukäufe und andere Einmaleffekte erreichte der Gewinn je Anteilsschein einen Wert von 62 Cent. Analysten hatten im Durchschnitt lediglich mit 56 Cent gerechnet. (Dow Jones)

Restrukturierungsplan für die Commerzbank steht

Der Restrukturierungsplan für die Commerzbank ist nach Angaben von EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia unter Dach und Fach. Er habe mit Commerzbank-Chef Martin Blessing alle Elemente eines Restrukturierungsplanes geklärt, sagte Almunia der „Süddeutschen Zeitung“ laut Vorab-Bericht aus der Mittwoch-Ausgabe. „Die letzten Hürden sind genommen, sie betrafen die Eurohypo, bei der wir die Vorgaben modifiziert haben. Ich hoffe, dass alle vereinbarten Details bald zu einem formalen Abschluss führen.“

Die EU-Wettbewerbshüter hatten der Commerzbank im Gegenzug für milliardenschwere Staatshilfen in der Finanzkrise auferlegt, ihre verlustreiche Tochter Eurohypo bis spätestens 2014 zu verkaufen. Der Immobilien- und Staatsfinanzierer erweist sich nach Ansicht der Commerzbank aber als unverkäuflich. Blessing will die Eurohypo deshalb Bankkreisen zufolge zum größten Teil abwickeln und den gesunden Rest in die Commerzbank integrieren. Zuletzt war es bei den Verhandlungen mit Almunia um die Frage gegangen, was die Gegenleistung der Commerzbank sein könnte, wenn sie die Eurohypo behält. (Reuters)

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