http://www.faz.net/-gqe-8d4yq

„Um unser Leben gerannt“ : Mädchen erfinden Übergriffe von Flüchtlingen

  • Aktualisiert am

Auch unter Schloss Teck wird gelogen. Bild: Picture-Alliance

Die Wahrheit ist leider nicht immer einfach: In Kirchheim unter Teck wird jetzt gegen drei Mädchen ermittelt, die Belästigungen durch Flüchtlinge erfunden hatten.

          Drei Mädchen haben in Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen) einen angeblichen Übergriff von Flüchtlingen erfunden. Die Jugendlichen im Alter von 15 bis 16 Jahren hatten in einer Gaststätte am Bahnhof behauptet, sie seien „um ihr Leben“ gerannt, um 300 Asylbewerbern zu entkommen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Sie seien von den Flüchtlingen am Dienstagabend verfolgt und belästigt worden, hätten die Mädchen gesagt. Außerdem beschuldigten sie zwei Passanten, an den Übergriffen beteiligt gewesen zu sein.

          Die alarmierte Polizei nahm die beiden Männer daraufhin vorläufig fest. Bei den Ermittlungen erwiesen sich die Aussagen der Mädchen jedoch bald als falsch und die Passanten wurden wieder frei gelassen.

          Einer Polizeisprecherin zufolge wollten die Mädchen zuvor „vermutlich aus Abenteuerlust“ in eine nahe gelegene Flüchtlingsunterkunft gehen, wurden aber vom Sicherheitspersonal abgewiesen. Daraufhin seien sie in die Gaststätte gelaufen und erzählten ihre Geschichte. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat gegen die Mädchen. Außerdem müssen sie die Einsatzkosten bezahlen.

          Quelle: dpa

          Weitere Themen

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Geschenkt hat er eigentlich noch nie etwas: Niki Lauda

          Zuschlag für Airline : Das riskante Spiel des Niki Lauda

          Niki Lauda ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Luftfahrtbranche. Geschenkt hat er noch nie etwas – weder sich noch anderen. Jetzt will er die Fluggesellschaft retten, die seinen Namen trägt.

          Offensive gegen Kurden : Verstößt die Türkei gegen das Völkerrecht?

          Anne Peters ist Direktorin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg. Im FAZ.NET-Interview erklärt sie, wie der türkische Militäreinsatz in Nordsyrien aus völkerrechtlicher Perspektive zu bewerten ist.

          Oscars 2018 : Keine Nominierung für „Aus dem Nichts“

          Anfang März werden in Hollywood die Oscars verliehen – die Nominierungen dafür gibt die Academy jetzt bekannt. Zwei deutsche Produktionen sind unter den Anwärtern. Das NSU-Drama „Aus dem Nichts“ von Fatih Akin schaffte es nicht unter die neun Kandidaten für den Auslands-Oscar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.